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Havelland Clownssprechstunde in der Kinderstation
Lokales Havelland Clownssprechstunde in der Kinderstation
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06:19 21.07.2017
Chefarzt Norbert Dahlinger mit den Clowns Nono (l.) und Josefine, die inzwischen zum Team der Havelland Kliniken gehören. Quelle: Christin Schmidt
Rathenow

Lachen ist die beste Medizin, das weiß der Volksmund schon lange. Die positive Wirkung des Lachens nutzt nun auch das Team der Kinderstation der Havelland Kliniken in Rathenow, um ihren jungen Patienten den Aufenthalt im Krankenhaus angenehmer zu gestalten.

Bereits seit dem 1. Juni besuchen die Clowns Nono, Josefine, Herr Ferrari und Vitamine einmal pro Woche die Kinderstation im Rathenower Krankenhaus. Sie machen Späße, singen mit den Kindern und ihren Familien, erzählen ihnen Geschichten, hören zu und lenken so vom Klinikalltag ab.

Auch das seelische Heil der Patienten ist wichtig

Wenn die „bunten Kumpels“ auf der Station sind, vergessen die Patienten Schmerzen, Spritzen und all die unangenehmen Dinge, die mit einem Krankenhausaufenthalt verbunden sind. „Die Station ist wie gereinigt, wenn die Clowns einmal durch alle Zimmer gegangen sind“, erzählt Norbert Dahlinger während eines Pressetermin am Donnerstag begeistert.

Dahlinger ist Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Seit 2012 arbeitet er für die Havelland Kliniken. Die Clownssprechstunde einzurichten, war seine Idee. „Wir wollen unseren Patienten nicht nur die bestmögliche medizinische Versorgung bieten, wir wollen uns auch um ihre Seele kümmern“, betont Dahlinger.

Natürlich darf im Krankenhaus auch gelacht werden: Verwaltungschefin Monika Rutsch und Chefarzt Norbert Dahlinger mit den Clowns Nono (l.) und Josefine. Quelle: Christin Schmidt

In Nauen wurde die Clownssprechstunde bereits vor einem Jahr eingeführt. Dank einer Anschubfinanzierung durch die Stiftung „Humor hilft heilen“ und Spenden in Höhe von 20 000 Euro konnte zahlreichen Kindern ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Jetzt wird das Erfolgsprojekt auch in Rathenow umgesetzt und zwar nicht nur auf der Kinderstation.

Die „bunten Kumpels“ sind auch einmal in der Woche in der Geriatrie zu Gast. „Uns geht es darum, Kontakt mit den Menschen aufzunehmen, ihnen Freude zu vermitteln, zum Beispiel in dem wir mit ihnen singen. Manchmal hören wir einfach nur zu. Auch Trauer darf dabei sein und manchmal fließen sogar Tränen der Rührung“, erzählt Ulrike Henseler.

Sobald sie sich die rote Nase aufsetzt verwandelt sich Henseler in Clownin Josefine, die mit herzlichem Lächeln und warmen Augen auf ihre Mitmenschen zugeht und sie zum Schmunzeln bringt. „Mit einem Zirkusclown hat das, was unsere bunten Kumpels machen, nichts zu tun“, sagt Norbert Dahlinger und spielt damit auf die Erfahrung und die Ausbildung der Clowns an.

Mit Spenden die Clownssprechstunde unterstützen

Ulrike Henseler ist zum Beispiel ausgebildete Psychologin und Schauspielerin, Detlef Gohlke alias Herr Ferrari ist Humortrainer und alle vier haben Erfahrungen im Umgang mit Patienten. „Sie sind sehr sensibel und gehen auf jeden Patienten individuell ein. Da wird kein Standardprogramm abgespult“, lobt Dahlinger.

Auch die stellvertretende Verwaltungsdirektorin Monika Rutsch ist von den Klinikclowns überzeugt. Sie sah sich ein Theaterstück, das die Clowns in der Klinik aufführten und beobachtete dabei vor allem das Publikum. „Die Kinder waren wirklich gelöst. Obwohl einige mit dem Infusionsständer die Vorstellung verfolgten, hatten sie ein Lächeln im Gesicht“, so Rutsch.

Wer das Projekt mit einer Spende unterstützen möchte, überweist auf das Konto der Havelland Kliniken GmbH, Stichwort: Clownssprechstunde, IBAN: DE 021 6050000 1000 7455 42.

Von Christin Schmidt

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