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Havelland Corrado Gursch bleibt im Bundestag
Lokales Havelland Corrado Gursch bleibt im Bundestag
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18:43 25.09.2017
Corrado Gursch vor der Reichstagskuppel. Die kommenden vier Jahre wird der Bundestag sein Arbeitsort bleiben. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Naturgemäß stehen bei einer Wahl die Kandidaten im Mittelpunkt. Wiederwahl oder Abwahl, Fortsetzung der politischen Karriere oder berufliche Neuorientierung, um diese Fragen hat sich am Sonntag alles gedreht. Aber nicht nur bei den Bundestagskandidaten. Auch für deren Mitarbeiter stand Grundsätzliches auf dem Spiel.

„Es war am Ende schon eine extreme Anspannung da“, sagt Corrado Gursch. Der Steckelsdorfer hat in den vergangenen vier Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Uwe Feiler (CDU) in dessen Berliner Büro gearbeitet. Und er wird diese Arbeit, nachdem sich Uwe Feiler im Wahlkreis 58 am Ende deutlich gegen seine Konkurrenten durchgesetzt hat, fortsetzen können.

Der Wahltag selbst hatte für Gursch in seinem Heimatdorf begonnen. Frühmorgens hatte er den Helfern im Steckelsdorfer Wahlbüro schon einen Besuch abgestattet und ihnen was Süßes zur Stärkung vorbeigebracht. Gegen Mittag hatte der 29-Jährige dann selber seine Stimme abgegeben und war dann nach Kremmen gefahren, wo Uwe Feiler mit seinem Team und Parteifreunden den Ausgang der Wahl gemeinsam verfolgten.

Der ersten Prognose habe er schon sehr entgegengefiebert, sagt Gursch. Selbst die Tatsache, dass Uwe Feiler von Anfang an vorne lag, trug nicht gleich zur Entspannung bei. Erst als die SPD-Hochburgen im Wahlkreis ausgezählt waren und Feiler immer noch gut sieben Prozent Vorsprung hatte, löste sich die Anspannung. Entsprechend groß war der Jubel, als der CDU-Abgeordnete gegen 21 Uhr ans Mikrofon trat und seinen Mitstreitern für deren Einsatz dankte. „Monatelang hat man auf den Tag X hingearbeitet“, sagt Gursch. Der Erfolg belohne nicht nur den Kandidaten, sondern das gesamte Team für diese Anstrengung. „Ganz so schlecht kann unsere Arbeit nicht gewesen sein“, sagt Gursch, der seine Tätigkeit im Berliner Büro so zusammenfasst: „Meine Aufgabe ist es, Herrn Feiler so viel an organisatorischer Arbeit abzunehmen, dass der sich ganz auf seinen politischen Auftrag konzentrieren kann.“

Dieser Aufgabe wird sich Gursch nun weitere vier Jahre lang widmen. Am Montagmorgen, nach einer kurzen Nacht, saß er mit seinen Kollegen schon wieder im Bundestagsbüro „Unter den Linden 71“, um die ersten Dinge der anstehenden Legislaturperiode zu regeln.

Termine organisieren, Sitzungswochen vor- und nachbereiten, Besucher betreuen – nahtlos wird Gursch die Arbeit fortsetzen können, die er vor vier Jahren begonnen hat. „Das freut mich enorm“, sagt er. Es habe eine ganze Weile gedauert, die Abläufe und Gepflogenheiten im Raumschiff Bundestag zu durchschauen. „Mittlerweile habe ich den Durchblick“, hatte Gursch vor gut zwei Monaten im MAZ-Gespräch gesagt. „Wäre sehr schade, wenn ich nun plötzlich aufhören müsste.“

Muss er nicht. Die Geschichte Bundestag ist für den Steckelsdorfer noch nicht zu Ende. „Fortsetzung folgt“, hatte der am späten Sonntagabend dem MAZ-Redakteur in einer SMS geschrieben. Zwei nüchterne Worte. Aber man ahnt, wie viel Freude, wie viel Erleichterung in ihnen stecken.

Von Markus Kniebeler

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