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Dachsbergschule soll einen Anbau bekommen

Premnitz Dachsbergschule soll einen Anbau bekommen

In der Grundschule am Premnitzer Dachsberg ist der Platz knapp. Nach längerer Zeit der Zweizügigkeit sind seit drei Jahren drei 1. Klassen eingeschult worden und der Trend soll anhalten. Die Stadt plant zwei Varianten für einen Anbau: Die große Lösung wäre die Überdachung eines Innenhofs, als kleinere Lösung könnte es einen Anbau in einem Seitenhof geben.

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Als eine von zwei Lösungen wird erwogen, im Seitenhof der Dachsbergschule in Richtung Speisesaal/Judohalle einen Anbau zu errichten. Quelle: Bernd Geske

Premnitz. In der Grundschule am Dachsberg ist der Platz knapp. Längere Zeit ist die Premnitzer Bildungsstätte zweizügig gewesen, doch nun schon das dritte Jahr hintereinander gibt es in der Stadt und ihren Ortsteilen Döberitz und Mögelin so viele Kinder, dass drei 1. Klassen aufgemacht werden mussten. Laut Schulentwicklungsplan des Kreises soll der Trend sich fortsetzen, er sagt der Dachsbergschule für die Schuljahre 2020/2021 und 2021/2022 sogar vier 1. Klassen voraus.

Auch jetzt schon gibt es Engpässe. Brennpunkt ist zurzeit der Hort, dessen Träger das Jugend- und Sozialwerk ist. „Regulär haben wir 185 Plätze“, teilt Hortleiterin Carmen Henke mit, „doch die Zahl der angemeldeten Kinder übersteigt diese Kapazität erheblich.“ Für das Schuljahr 2016/2017 habe man deshalb vom Bildungsministerium eine Ausnahmegenehmigung eingeholt, die 200 Kinder erlaubte. Für das jetzige Schuljahr musste die Genehmigung sogar auf bis zu 217 Kinder erweitert werden. Erst kurz vor der Einschulung, am 31. August, sei die Erlaubnis vom Ministerium eingetroffen.

Jens Martin, Leiter der Grundschule Am Dachsberg in Premnitz

Jens Martin, Leiter der Grundschule Am Dachsberg in Premnitz.

Quelle: Bernd Geske

Die räumliche Notsituation müsse so schnell wie möglich behoben werden, sagt Hortleiterin Carmen Henke. Gegenwärtig sei es so, dass fünf Unterrichtsräume für den Hort mitgenutzt werden müssen, erklärt sie. Das sei normalerweise gar nicht zulässig. Laut Vorschrift müssten pro Kind 3,5 Quadratmeter in angemessenen Horträumen zur Verfügung stehen, was gegenwärtig überhaupt nicht eingehalten werde. Die Situation setze eine enge Zusammenarbeit von Schule und Hort voraus, doch ein schwieriges Arbeiten sei das für die beiden Beteiligten allemal.

Die Dachsbergschule habe mit 320 Schülerinnen und Schülern derzeit einen neuen Höchstwert erreicht, sagt deren Leiter Jens Martin. Es sei nicht erkennbar, dass der Zuwachs in den nächsten Jahren geringer wird. Er resümiert: „Dieses Jahr sind wir für den Unterricht gut aufgestellt.“ Die Stadt habe zum neuen Schuljahr einen Kellerraum als Kreativraum herrichten lassen, der sei sehr schön geworden.

Die Räume für Unterricht und Hort müssten besser geordnet werden

Dass eine Vergrößerung der räumlichen Kapazitäten erforderlich ist, liegt auch für den Schulleiter auf der Hand. Er weist aber darauf hin, dass auch die Schule etwas davon haben sollte, wenn die Stadt mit Blick auf die Hortprobleme einen Anbau plant. „Wenn ein Anbau vorgesehen ist“, erklärt Jens Martin, „dann müsste sich auch für den Unterricht die Raumsituation verbessern.“ Die Räume für Unterricht bzw. Hort seien ungünstig verteilt. Man müsste sie besser ordnen.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Carola Kapitza teilt mit, dass die Stadt gegenwärtig zwei Varianten vorgesehen hat. Die große Lösung würde die Überdachung eines Innenhofes der Schule sein. Vier Schul- und vier Horträume würden geschaffen werden, Nutzfläche insgesamt 300 Quadratmeter. Die Bausumme würde bei 470 000 Euro liegen. Ein Förderantrag an das Infrastrukturministerium sei gestellt, Förderhöhe 90 Prozent.

Die Dachsberg-Grundschule in Premnitz

Die Dachsberg-Grundschule in Premnitz hat gegenwärtig 320 Schülerinnen und Schüler.

Es gibt dort 15 Klassen und an drei Tagen der Woche zusätzlich zwei Vorbereitungsgruppen für fremdsprachige Schüler.

Zweizügig war die Schule in letzter Zeit viele Jahre.

Das dritte Mal hintereinander sind zum Schuljahresbeginn jetzt aber drei 1. Klassen eingeschult worden. Dieser Zuwachs soll laut Prognose weiter anhalten.

Laut Schulentwicklungsplan sollen es in den Jahren 2020/21 und 2021/22 sogar vier 1. Klassen werden.

Der Hort hat 185 reguläre Plätze. Mit einer Ausnahmeerlaubnis ist die Kapazität auf 217 Plätze erweitert worden.

Möglich ist auch als kleinere Lösung ein Anbau im Seitenhof, der zum Speisesaal hin liegt. Bausumme 300 000 Euro und Nutzfläche 150 Quadratmeter. Dort würden vier Räume nur für den Hort entstehen, insgesamt 42 Plätze. Ein Antrag an den Landkreis sei gestellt, und es gebe positive Signale, dass mit bis zu 145 000 Euro gerechnet werden kann. Die Stadt müsste 155 000 Euro aus Eigenmitteln dazu geben.

Die Verwaltung hat vorgesehen, dass die Bauarbeiten 2018 beginnen. Ihre Vorzugsvariante, sagt Carola Kapitza, sei die große Lösung im Innenhof. Das dazugehörige Förderprogramm des Infrastrukturministeriums sei aber relativ neu. Der Antrag sei erst vor einigen Wochen gestellt worden und eine Antwort des Ministeriums stehe noch aus.

Von Bernd Geske

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