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Dallgow-Döberitz prüft Zweitwohnsteuer

Aufwand und Ertrag müssen in vernünftigem Verhältnis stehen Dallgow-Döberitz prüft Zweitwohnsteuer

In Dallgow-Döberitz wird in nächster Zeit wohl erneut die Einführung einer Zweitwohnungssteuer geprüft. „Wir werden uns das noch einmal angucken“, sagt Bürgermeister Jürgen Hemberger (Freie Wähler). Aufwand und Ertrag müssten jedoch in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Das war in der Vergangenheit nicht gegeben.

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Dallgows Bürgermeister Jürgen Hemberger.

Quelle: Peter-Paul Weiler

Dallgow-Döberitz. In Dallgow-Döberitz wird in nächster Zeit wohl erneut die Einführung einer Zweitwohnungssteuer geprüft. „Wir werden uns das noch einmal angucken“, sagt Bürgermeister Jürgen Hemberger (Freie Wähler). „Wir haben das jetzt schon länger nicht mehr geprüft.“

Aufwand und Ertrag müssten jedoch in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Das ist laut Hemberger die Grundvoraussetzung für eine mögliche Einführung einer Zweitwohnungssteuer. Bei den letzten Untersuchungen war dies nicht gegeben, so der Bürgermeister. „Solch eine Steuer macht auch Arbeit. Deshalb müssen wir zunächst ermitteln, ob es wirklich Sinn macht.“

Verwaltung prüft selbstständig

Prüfen kann die Verwaltung selbstständig, für eine Erhebung der Steuer bräuchte sie dann das Mandat der Gemeindevertretung. In der Dallgower Politik teilt man die Ansicht des Bürgermeisters. „Die Wirtschaftlichkeit muss gegeben sein, dann kann ich mir eine solche Abgabe grundsätzlich vorstellen“, sagt der Vorsitzende der Gemeindevertretung Ralf Böttcher (CDU). In der Vergangenheit hatte die Einführung einer Zweitwohnsteuer in der Ortspolitik allerdings nie oberste Priorität genossen.

Etwa 200 Bürger, schätzte Bürgermeister Jürgen Hemberger, wären in Dallgow von einer solchen Steuer betroffen. Sie haben eine Wohnung oder ein Haus im Ort, sind mit ihrem Hauptwohnsitz aber woanders gemeldet.

Vorzüge der Gemeinde und der örtlichen Infrastruktur

„Sie genießen damit die Vorzüge der Gemeinde und die örtliche Infrastruktur, ohne sich an deren Finanzierung zu beteiligen“, sagt Hemberger. Zudem gingen der Gemeinde Schlüsselzuweisungen verloren. Am liebsten wäre es ihm daher, wenn diese Bürger ihren Hauptwohnsitz freiwillig nach Dallgow-Döberitz verlegen. „Die Einführung einer Zweitwohnungssteuer wäre dann nicht mehr nötig.“

Von den Gemeinden im Osthavelland erheben Brieselang, Wustermark, Nauen und Schönwalde-Glien eine Zweitwohnsteuer, wobei die Berechnung variiert. In Falkensee gab es die Steuer früher ebenfalls, inzwischen wurde sie jedoch wieder abgeschafft.

„Der Aufwand ist überschaubar“, berichtet Brieselangs Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU). Lediglich die Ersterfassung mache etwas Arbeit, doch selbst da halte sich der Aufwand in Grenzen.

Von Philip Häfner

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