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Dallgow-Döberitz Dallgow bekommt eine Heidekönigin
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17:49 28.06.2018
Die Grüne Woche ist immer ein Hotspot für Majestäten – hier repräsentieren sie ihre Regionen. Quelle: Julian Stähle
Dallgow-Döberitz

Der Landkreis hat seine Erntekönigin, Ketzin eine Fischerkönigin und bald wird es auch in Dallgow eine neue Majestät geben. Sie soll Heidekönigin heißen und bereits am 18. August gekrönt werden. Ein entsprechender Antrag von Bürgermeister Jürgen Hemberger (FWG) wurde am Mittwochabend in der Gemeindevertretung angenommen, sorgte jedoch im Vorfeld für große Diskussionen. Einige Gemeindevertreter dachten scheinbar, sie wären im falschen Film oder gar Jahrhundert.

Budke: dieses Frauenbild gehört in die Mottenkiste

Vor allem für Petra Budke (Grüne) ist die Einsetzung einer Heidekönigin ein völlig falsches Zeichen. „Wir sind eine moderne Gemeinde vor den Toren der Hauptstadt, so ein antiquiertes Frauenbild gehört in die Mottenkiste“, sagte sie deutlich. In der Gemeinde gäbe es viele kluge Frauen. Diese sollten eher dazu ermutigt werden, sich politisch zu engagieren, als in engen Kleidern und mit tiefem Ausschnitt an der Seite eines Mannes zu stehen. „Wir wollen keine Frau als Sexsymbol“, betonte Budke.

Heidekönigin soll Regionalpark repräsentieren

Die Heidekönigin, so der Grundgedanke, soll künftig den Regionalpark Osthavelland-Spandau regional und überregional repräsentieren. Dallgow, als Gemeinde, die direkt an der Heide liegt, möchte dabei die Federführung übernehmen. Die Königin soll mit einem Kleid und einer Präsentationsmappe ausgestattet werden und so für die Heide und die Region werben.

Grundsätzliche benötige der Bürgermeister keinen Beschluss der Gemeindevertreter, um eine Heidekönigin zu krönen, erklärte Fritz Kluchert von der CDU-Fraktion. „Der Bürgermeister kann auch ein Pferd krönen, wenn er das möchte“, so Kluchert. Im Grunde sei der Gedanke, die Heide durch Marketing attraktiver zu machen, sehr gut, es sei jedoch fraglich, ob eine Heidekönigin der richtige Weg ist.

Wenig Anklang fand die Idee auch bei Theodor Hölscher von der SPD-Fraktion: „Ich finde es grottig.“ Eine Heidekönigin entspräche einem überalterten Frauenbild, der Vorschlag des Bürgermeisters sei für ihn mehr ein Slapstick und weniger eine ernst gemeinte Idee. Jörg Vahl (CDU) fragte prompt die Besucher der Sitzung, was sie von der Idee halten. Die Mehrheit war dafür.

Heide sollte sinnvoll attraktiver gemacht werden

Petra Budke schlug vor, sich an einen Tisch zu setzen und über Ideen nachzudenken, wie die Heide sinnvoll attraktiver gemacht werden kann. „Wir müssen dort Angebote schaffen, Gastronomie und einen Eingang auf Gemeindegebiet.“ Am Ende wurde der Beschluss mit sieben Ja-Stimmen aus den Reihen von CDU und FWG angenommen. Grüne und SPD stimmten dagegen.

Von Danilo Hafer

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