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Dallgow-Döberitz Wohnhaussanierung abgelehnt
Lokales Havelland Dallgow-Döberitz Wohnhaussanierung abgelehnt
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18:12 28.02.2019
Für das neue Rathaus wird viel Geld ausgegeben. Quelle: Danilo Hafer
Dallgow-Döberitz

Eigentlich sollte das Mehrfamilienhaus in der Charlottenstraße 6 saniert werden. Es befindet sich im Besitz der Gemeinde Dallgow-Döberitz. 670 000 Euro wollte die Gemeinde investieren. Doch daraus wird vorerst nichts. Ein entsprechender Antrag des Bürgermeisters wurde von den Gemeindevertretern am Mittwochabend abgelehnt.

Neue Heizung war geplant

In dem Altbau wohnen derzeit zwei Mieter. Es wäre eine Sanierung möglich gewesen, bei der die Bewohner nicht ausziehen müssen, erklärte Bürgermeister Jürgen Hemberger. „Geplant war, eine Heizung einzubauen und die Leitungen sowie Elektrik und Fenster zu erneuern“, so Hemberger.

Kosten sind stark gestiegen

Grob überschlagen schätzte die Gemeinde die Kosten dafür auf besagte 670 000 Euro. Allein diese hohen Kosten führten bei vielen Gemeindevertretern zu Ablehnung. „Ursprünglich wurden die Kosten mal 420 000 Euro geschätzt, jetzt sind es 679 000 Euro. Ich habe damit schon ein Problem“, sagte Jörg Vahl (CDU).

Für dieses Geld sei zudem keine Kernsanierung, sondern lediglich eine Sanierung möglich. „Wir werden dadurch keine aktuellen Standard erreichen“, merkte auch Theodor Hölscher (SPD) an.

Verkaufsidee gescheitert

Ursprünglich habe es die Idee gegeben, das Haus zu verkaufen und mit dem Erlös und weiteren Mitteln ein neues Gebäude zu bauen. „Damals hatten wir allerdings eine Pattsituation“, erinnerte Ordnungsamtsleiter Peter Kristke.

Petra Budke (Grüne) bezeichnete Ablehnung der Sanierung als Skandal. Denn in dem gemeindeeigenen Gebäude sollten Wohnungen zu sozial verträglichen Mieten angeboten werden.

Grüne entrüstet

„Jetzt lassen wir das Gebäude weiter verfallen“, sagte Budke entrüstet. Grundsätzlich sei es schon schändlich, dass sich ein Gebäude der Gemeinde überhaupt in einem solchen Zustand befindet.

Budke ist der Meinung, dass alte Gebäude nicht totsaniert werden sollten. „Man muss zum Beispiel nicht alten Türen erneuern“, sagte sie. Für Budkes grünen Parteikollegen Peter-Paul Weiler stellte sich zudem die Frage, was dagegen spreche, das Gebäude auch für mehr Geld zu sanieren, um die Möglichkeit für sozialen Wohnungsbau zu schaffen. Dieser sei in der Gemeinde dringend notwendig.

Angst vor Pfusch

Für einen Großteil der Gemeindevertreter überwog jedoch der Zweifel am Ergebnis der Sanierung, vor allem mit Blick auf die Kosten. „Das ist keine Sanierung. Pfusch zu betreiben ist unsinnig“, erklärte Heinrich Maidhof (SPD). „Warum es nicht gleich richtig machen?“, schloss sich Fritz Kluchert (CDU) an.

Mit sechs Ja-Stimmen, sechs Gegenstimmen und zwei Enthaltungen wurde der Antrag schließlich abgelehnt. Die Suche nach geeigneten Möglichkeiten für sozialen Wohnungsbau in Dallgow-Döberitz geht damit weiter.

Von Danilo Hafer

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