Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dallgow-Döberitz Ex-Fußballer wirbt für Krebsvorsorge
Lokales Havelland Dallgow-Döberitz Ex-Fußballer wirbt für Krebsvorsorge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:37 24.08.2018
Uta Kilian-Zech (r.) von der Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung führte durch das Darmmodell. Quelle: Tanja M. Marotzke
Dallgow-Döberitz

 „Die Untersuchung dauert nur eine halbe Stunde, ist aber so wichtig“, erklärte Jimmy Hartwig. Der Schauspieler und ehemalige Fußballprofi warb am Freitag vor dem Dallgower Havelpark für das Thema Darmkrebsvorsorge. Als Gesundheitsbotschafter der AOK-Krankenkasse hatte der 63-Jährige das größte europäische Darmmodell der Felix Burda Stiftung im Gepäck. Das begehbare Modell gab einen Einblick in den Aufbau des so wichtigen Organs und informierte über die Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs.

Aktionstag ist ein Gemeinschaftsprojekt

Der Aktionstag zur Darmkrebsvorsorge ist ein Gemeinschaftsprojekt der Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg, der Initiative „Brandenburg gegen Darmkrebs“ und der AOK-Nordost. Der Landkreis Havelland, das Darmzentrum der Havelland Kliniken und die Universität Potsdam unterstützen den Aktionstags mit Angeboten vor Ort.

Ex-Fußballprofi Jimmy Hartwig versuchte sich am Laparoskopie-Trainer der Havelland Kliniken. Quelle: Tanja M. Marotzke

So konnten die Besucher des Havelparks nach ihrem Einkauf nicht nur eine Runde durch den Darm gehen, sondern auch einmal am Laparoskopie-Trainer einen minimalinvasiven Eingriff üben, wie ihn die Chirurgen bei den meisten Operationen im Bauchraum durchführen.

Aufklärung ist oberstes Ziel

Oberstes Ziel ist dabei, das Thema Vorsorge in den Köpfen der Menschen zu verankern. „Der Darm so ein großes und wichtiges Organ, auch für unser Immunsystem. Die meisten kümmern sich darum aber zu wenig“, sagte Carolin Oeder, Fachärztin für Viszeralchirurgie der Havelland Klinken. Ihrer Haut würden die Menschen häufig viel mehr Zuwendung widmen. Dabei sind die Heilungschancen von Darmkrebs vor allem dann besonders hoch, wenn die Erkrankung möglichst früh erkannt wird. Dann können die sogenannten Polypen entfernt werden, bevor sich bösartige Tumorzellen entwickeln.

AOK senkt Vorsorgealter

„Da immer mehr Menschen die Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, ist die Zahl der schwerwiegenden Erkrankungen bei uns in den vergangenen Jahren schon gesunken“, so Oeder. In Deutschland liegt das gesetzliche Vorsorgealter bei 55 Jahren. „Studien haben jedoch gezeigt, dass Darmkrebs auch schon bei deutlich jüngeren Altersgruppen auftritt“, sagte Eva Bunk, Niederlassungsleiterin der AOK Havelland. Daher hat sich die AOK-Nordost als erste Krankenkasse dazu entschieden, das Alter für die Inanspruchnahme einer präventiven Darmspiegelung für Männer auf 40 herabzusetzen. Frauen können sich ab 45 Jahren untersuchen lassen.

Männer gehen seltener zur Vorsorge

„Es zeigt sich einfach, dass Männer deutlich seltener oder gar nicht zur Vorsorge gehen“, so Bunk. Daher war es auch Gesundheitsbotschafter Jimmy Hartwig ein besonderes Anliegen, die Männer für das Thema zu sensibilisieren. „Ich nehme ja kein Blatt vor den Mund. Meist fangen sie dann erst an zu lachen, bis sie merken, dass ich eigentlich recht habe“, so Hartwig.

Von Danilo Hafer

Mit der Eröffnung der „Neuen Mitte“ wurde Donnerstag die ehemalige Brache am Dallgower Bahnhof mit Leben gefüllt. Neben dem Discounter und einem Bio-Markt haben auch ein Weindepot und ein Bäcker ihre Türen geöffnet.

23.08.2018

Der Verein des Falkenseer Tierheimes sucht immer neue Wege, um neue Mitstreiter und Spender zu finden. Jetzt wird eine Kunstausstellung organisiert.

23.08.2018

Das derzeit bestehende Tempolimit von 60 km/h auf der Bundesstraße 5 bei Dallgow-Döberitz soll nach Auskunft des Landkreises Havelland ab Montag aufgehoben werden.

02.08.2018