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Dallgow-Döberitz Streit um Kita- und Hortbeiträge geht weiter
Lokales Havelland Dallgow-Döberitz Streit um Kita- und Hortbeiträge geht weiter
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20:06 20.02.2019
Kita- und Hortbeiträge werden in Dallgow weiterhin diskutiert. Quelle: Laura Sander
Dallgow-Döberitz

Die Neuberechnung der Kita- und Hortbeiträge in der Gemeinde sorgte bei vielen Dallgower Eltern für großen Unmut. Mit der Änderung der Beitragssatzung hätte ein Großteil mit deutlich höheren Kosten zu rechnen.

Nachdem sich viele betroffene Eltern zu Wort gemeldet haben, soll die ursprüngliche sowie eine bereits überarbeitete Fassung der Beitragstabelle nun noch einmal überdacht werden.

Einkommensschwächere Familien entlasten

Denn auch die von der Verwaltung im Sozialausschuss vorgestellte Version konnte so recht niemanden überzeugen. Den bisherigen Einkommenshöchstsatz beider Elternteile von 52 250 Euro nicht auf 70 000 Euro, wie im ersten Entwurf, sondern gleich auf 100 000 Euro anzuheben, sollte die Lösung sein. „In erster Linie wollen wir damit die Einkommensschwächeren Familien entlasten“, sagte Peter Kristke stellvertretender Bürgermeister.

Kostensteigerung auffangen

Im Dialog mit Gemeindevertretern, Ausschussmitgliedern und anwesenden Eltern konnte man sich schließlich auf die Einkommenshöchstgrenze von 80 500 Euro einigen, woraus sich eine deutliche Mehrstaffelung ergibt.

„Damit wollen wir die Kostensteigerung auffangen, die vor allem für Familien mit mehreren Kindern entsteht“, so Kristke auf MAZ-Anfrage. Denn die neue Regelung, dass jedes zu betreuende Kind gleich zu behandeln sei, müsse mit dem Inkrafttreten des neuen Kita-Gesetzes durchgesetzt werden. Künftig bedeutet das: Eltern zahlen 100 Prozent für das erste, kommt das zweite sind es für jedes 80 und beim dritten Kind tragen Eltern für jedes Kind 60 Prozent der Kosten.

Neuer Entwurf in Arbeit

„Ob die Kosten für die Einkommensgruppen bis 80 500 Euro tatsächlich sinken, war durch die Verwaltung noch nicht belegbar. Es fehlte die detaillierte Staffelung zur Ermäßigung von Familien mit mehreren Kindern“, sagte Gemeindevertreter Sven Richter (CDU).

Der neue Entwurf für die Beitragstabelle sei in Vorbereitung auf den Sozialausschuss am 6. März in Arbeit und werde rechtzeitig vor der Sitzung veröffentlicht, wie die Verwaltung jetzt bestätigte. Dass es trotz der Änderungen Eltern geben werde, die künftig für die Betreuung ihrer Kleinen tiefer in die Tasche greifen müssen, könne jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Beitragsfreier Monat soll bleiben

Ein Lichtblick: Der beitragsfreie Monat soll bleiben, trotz der Abschaffung fester Schließzeiten. „Es gab zudem die Überlegung den beitragsfreien Monat auf das ganze Jahr umzuschlagen. Die Betreuung eines Krippenkindes für zehn Stunden täglich würde so 318 Euro statt 347 Euro kosten“, sagte Peter Kristke.

„Es wäre schön, wenn auch mal ein paar Eltern in die Ausschüsse kämen, die von den Neuerungen profitieren, denn sie machen in Dallgow die Mehrheit aus“, so Kristke.

Von Laura Sander

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