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Dallgow: Erste Flüchtlinge ab Ende Juni

Asylheim im Artilleriepark Dallgow: Erste Flüchtlinge ab Ende Juni

Voraussichtlich Ende Juni werden die ersten Flüchtlinge die Gemeinschaftsunterkunft im Artilleriepark in Dallgow-Döberitz beziehen. Das sagte der Sozialdezernent des Landkreises, Wolfgang Gall, am Dienstag bei einer Informationsveranstaltung für die Anwohner. 300 Dallgower wurden eingeladen, rund 80 nutzten die Gelegenheit. Nicht alle Fragen konnten geklärt werden.

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Heimleiterin Melanie Buschow (Mitte) mit Anwohnern.

Quelle: Philip Häfner

Dallgow-Döberitz. Voraussichtlich Ende des Monats werden die ersten Flüchtlinge die Gemeinschaftsunterkunft im Artilleriepark in Dallgow-Döberitz beziehen. Das sagte der Sozialdezernent des Landkreises, Wolfgang Gall, am Dienstag bei einer Informationsveranstaltung für die Anwohner.

Rund 300 Dallgower waren eingeladen worden, dazu Gemeindevertreter und Mitglieder der örtlichen Willkommensinitiative. Rund 80 von ihnen nutzten die Gelegenheit. „Sie können sich alles anschauen, alles ausprobieren und wenn Sie wollen auch duschen“, sagte Gall.

Das Heim besteht aus zwei zweigeschossigen Containergebäuden mit insgesamt 146 Plätzen. Es gibt Duschen und Toiletten, eine Küche und einen derzeit noch etwas kahlen Aufenthaltraum. Auch die Zimmer nicht noch nicht fertig eingerichtet. „Da kommen in den nächsten Tagen noch Tische rein“, sagte Heimleiterin Melanie Buschow von der Arbeiterwohlfahrt. Die Awo betreibt die Unterkunft für drei Jahre.

„Es ist nicht drei Sterne, aber es ist anständig“, sagte Dezernent Wolfgang Gall über das Haus. „Kein Luxus, aber zweckmäßig.“ Einer der Besucher kommentierte: „Ich habe schon in schlimmeren Hotels übernachtet.“

Die ersten Bewohner werden Syrer und Afghanen sein, die bislang in der Notunterkunft im Demex-Park in Elstal untergebracht sind. Diese wird Ende Juni geschlossen. Ob nach Dallgow Familien oder alleinreisende Männer kommen, konnten die Verantwortlichen nicht sagen, „dabei interessiert uns vor allem das“, wie eine Frau anmerkte. Ein Mann meinte: „Irgendwie ist mir das alles ein bisschen schwammig.“

Zwei Sozialarbeiter werden sich um die Asylbewerber kümmern, hinzu kommen die Heimleiterin und ein Hausmeister. Der Wachschutz ist rund um die Uhr da. Melanie Buschow sagte, es gebe bereits gute Kontakte zur Willkommensinitiative. „Sie haben super vorgearbeitet“, lobte sie. Für die Freizeitgestaltung der Flüchtlinge will sie auch an Sportvereine herantreten.

Laut Kreissprecherin Caterina Rönnert leben im Havelland derzeit 1200 Flüchtlinge; hinzu kommen 655 anerkannte Asylbewerber. Wolfgang Gall sagte, man habe derzeit keine neuen Zugänge aus der zentralen Aufnahmeeinrichtung des Landes in Eisenhüttenstadt.

Von Philip Häfner

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