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Dallgower Feuerwehranbau wird teuer

175.000 Euro Mehrkosten Dallgower Feuerwehranbau wird teuer

Höher, breiter, moderner – die Dallgower Feuerwehr bekommt ein neues Depot in der Triftstraße. Dort finden in Zukunft endlich Fahrzeuge und Ausrüstung der Kameraden Platz. Doch das hat seinen Preis – die Baukosten sind um ein weiteres Mal um über 100.000 Euro gestiegen

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Die Feuerwache in der Triftstraße.

Quelle: Foto: Feuerwehr

Dallgow-Döberitz. Höher, breiter, moderner – die Dallgower Feuerwehr bekommt ein neues Depot in der Triftstraße. Neben der eigentlichen Wache gelegen, finden dort in Zukunft endlich Fahrzeuge und Ausrüstung der Kameraden Platz. „Das alte Depot ist aus den 1950er Jahren, viel zu klein und baufällig. Außerdem erfüllt es in keiner Weise die Anforderungen der Feuerwehrunfallkasse“, so der Dallgower Wehrführer Oliver Frandrup-Kuhr. „Halle und Stellplätze müssen bestimmte Maße erfüllen. Die Hallentore zum Beispiel dürfen eine Höhe von 4,50 Meter nicht mehr unterschreiten, da hier die meisten Unfälle passieren“, so der Feuerwehr-Chef. Und das hat seinen Preis – von ursprünglich rund 300 000 Euro sind die Kosten für die neue Halle auf knapp 735 000 Euro gestiegen.

Im Herbst vergangenen Jahres gab es mit der Verdopplung der Baukosten die erste Überraschung. „Die anfängliche Schätzung des Bauamtes war ein relativ kurzfristiger Entschluss, da ein neuer Standort gefunden werden musste“, so Frandrup-Kuhr. „Das Gelände, auf dem das alte Depot steht, ist bereits mit der neuen Kita überplant.“ In der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend dann der nächste Dämpfer – noch einmal steigt der Preis um 115 000 Euro. „Zum einen hat das Bodengutachten ergeben, dass weit mehr Boden ausgetauscht werden muss, als bislang angenommen – 200 Kubikmeter um genau zu sein. Zum anderen ist auch das Stahl-Dachtragewerk aufwendiger, als gedacht“, so Architekt Sven Thoß. Außerdem dürfe man die allgemeine Preissteigerung nicht außer Acht lassen. „Mir war klar, dass wir an diesem Standort Probleme bekommen werden. Die Bodenbeschaffenheit ist wohl die schlechteste, die man sich hätte aussuchen können“, betonte Gemeindevertreter Lothar Ladewig (FWG). Dass ein anderer Standort jedoch nicht unbedingt Ersparnisse bedeuten würde, weiß Sven Thoß. „Es ist ein Vorteil den Erweiterungsbau direkt neben der Feuerwache zu planen, da bereits alle Anschlüsse vorhanden sind. Das Geld, das wir an einem anderen Standort sparen könnten, müssten wir für die Anschlüsse wieder ausgegeben.“ Insgesamt belaufen sich die Ausgaben auf rund 222 000 Euro für Rohbau- und Stahlarbeiten, die von der Firma Groth&Co. aus Neustrelitz durchgeführt werden. Weitere Mehrkosten verursacht außerdem die geänderte Planung der Entwässerungsanlage für die neue Halle. Über ein sogenanntes Rigolensystem sollen die Flächen des Alarmhofs entwässert werden. Das Regenwasser kann so direkt auf dem Grundstück versickern. Kostenfaktor: 44 000 Euro.

„Natürlich ist das eine große Investition, aber wir brauchen den Platz, um Ausrüstung und Fahrzeuge so positionieren zu können, wie sie gebraucht werden. Im Moment sind wir ständig am Improvisieren“, so Wehrführer Frandrup-Kuhr. „Der Anbau ist funktional und so dimensioniert, dass weitere Baumaßnahmen künftig nicht mehr nötig werden.“

Von Laura Sander

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