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Havelland Dallgower Wunschliste
Lokales Havelland Dallgower Wunschliste
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06:05 11.04.2016
Gut gelaunt: Neu-Dallgower Detlef Seger Quelle: Tanja M. Marotzke
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Dallgow-Döberitz

„Übrigens noch immer finde ich, dass ich im Paradies lebe, Dallgow ist wirklich geil und mein Fleckchen Erde gefällt mir.“ Detlef Seger hält mit seiner Meinung nicht hinterm Berg. Als Liedermacher, der kraftvolle Texte mag, ist er jahrelang unterwegs gewesen. So direkt wie seine Texte fällt auch sein Dallgow-Urteil aus. Genau genommen wohnt er in Neu-Rohrbeck, hat hier ein kleines Häuschen im Grünen. Obwohl er mehrmals den Deutschen Rock- und Poppreis gewonnen hat, reichte es irgendwie nicht so richtig zum Leben. Also ist er seit einigen Jahren in der Region auch als Fensterputzer unterwegs. „Da lernt man Dallgow richtig kennen“, sagt der kontaktfreudige Ur-Berliner und bleibt bei seinem Urteil: Dallgow ist ein Paradies.

Schlecht erhalten: die „Jauchevilla“ and er Promenade. Quelle: Marlies Schnaibel

Und weil Detlef Seger ein Mann der klaren Ansage ist, hat er auch nicht anonym den MAZ-Fragebogen beantwortet, sondern direkt seinen Senf dazugegeben. Ihre Meinung gesagt haben auch viele andere MAZ-Leser. In einer Frage waren sich die Dallgower dabei ziemlich einig: 91 Prozent sagten Ja auf die Frage: Sind Sie mit den Einkaufsmöglichkeiten in Dallgow-Döberitz zufrieden? Der Havelpark erfüllt offensichtlich viele Wünsche, andere Einkaufsmärkte vom Discounter bis zum Hofladen kommen dazu. 13 Prozent der Leser wünschten sich eine größere Auswahl, 2,7 Prozent sprachen sich für mehr regionale Produkte aus. Und mehrere Leser merkten an: Sie wünschen sich auch nördlich der Bahn Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf.

Die Meinungs-Geschlossenheit verschwindet bei anderen Themen. Etwa bei der Kinderbetreuung. Hier gab es ein Umfrage-Patt. 28 Prozent meinten, das Angebot bei Kita- und Schulplätzen ist ausreichend, 28 Prozent sagten aber dagegen, die Betreuung ist lückenhaft. Sieben Prozent wünschten sich mehr Betreuungs-Vielfalt, etwa eine Waldorf-Kita. Mit „mehr Kitaplätze ohne lange Warteliste, größere Grundschule, mehr Spielplätze“ wurden weitere Wünsche benannt.

Fast ein Patt brachte auch die Frage „Ist die ÖPNV-Anbindung ausreichend?“ 37 Prozent sagten ja, 36 Prozent meinten, der ÖPNV muss verbessert werden. 18 Prozent sprachen sich für mehr Radwege aus, zehn Prozent für den Ausbau des Straßennetzes. Wenn es um den Verkehr geht, dann bemängeln Leser außerdem, dass die Bahnhofstraße für manche zur Rennstrecke wird und wünschen sich Geschwindigkeitskontrollen. Andere hoffen auf besseren Lärmschutz an der Bahnstrecke, vor allem zur Nachtzeit, und sehen es als nötig an, Verkehrsknotenpunkte zu entschärfen. Allen voran Goetheplatz/Wilmsstraße.

Ziemlich eindeutig war das Dallgower Meinungsbild, als es um Kultur- und Freizeitmöglichkeiten in der Gemeinde ging. 48 Prozent wünschten sich mehr Angebote, auch für verschiedene Altersgruppen. 18 Prozent forderten mehr Begegnungsstätten. 15 Prozent der Umfrageteilnehmer verrieten, dass sie ihre Freizeit außerhalb von Dallgow-Döberitz verbringen. Vorstellungen, wie das Freizeitangebot in Dallgow verbessert werden kann, wurden viele geäußert. Sie reichten vom Schwimmbad über Jugendklub und Fitnessstudio bis zum Kino.

Etliche Leser haben sich zur Wohnsituation im Ort geäußert und hoffen auf altersgerechte Wohnungen, bezahlbare Grundstücke, auf Sozialwohnungen. „Ich wünsche mir, dass die ,Jauchevilla’ wieder belebt wird, zum Beispiel für sozialen Wohnungsbau“, schrieb ein Leser. Auch zur generellen Entwicklung haben sich die Einwohner geäußert: Bitte keine weitere Zersiedlung durch Einfamilienhausbrei, dafür aber eine geordnete Ortsentwicklung, Begrenzung der Einwohnerzahl! „Dallgow soll seinen ländlichen Charakter erhalten und keine stadtähnlichen Wohnsiedlungen zulassen“, hieß es.

Aber auch hier überwog das positive Echo: „In der Gemeinde Dallgow hat sich das Meiste zum Positiven geändert“, schrieb ein Leser, und an anderer Stelle stand das liebevolle Urteil: „Ich bin Dallgowerin seit meiner Geburt. Dallgow ist wunderschön und es wird immer besser.“

Von Marlies Schnaibel

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