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Dank Nowitzki zum Baskidball-Assistenten

Rathenow Dank Nowitzki zum Baskidball-Assistenten

Seit 2015 können sich junge Rathenower jeden Mittwoch in der Havellandhalle austoben. Möglich machen das engagierte Mitarbeiter der Kreissportjugend und das Projekt Baskidball, dessen Schirmherr NBA-Star Dirk Nowitzki ist. Nun wollen sich vier junge, basketballbegeisterte Rathenower in den nächsten zwölf Monaten zu Baskidball-Assistenten ausbilden lassen.

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Silke Nowitzki (l.) und André Neidt (r.) mit Lena, Ahmad, Alex und Nick (v.l.) in Frankfurt/Oder.

Quelle: Baskidball

Rathenow. Vielleicht hätten sich die 15-Jährige Lena, die das Jahngymnasium in Rathenow besucht und der 12-jährige Ahmad aus Syrien, der seit einem Jahr in Rathenow lebt, nie kennengelernt. Doch dank der Initiative „Baskidball“ sind die beiden inzwischen nicht nur Sportsfreunde, sie gehören auch zu den insgesamt 18 jungen Menschen aus der gesamten Bundesrepublik, die in den nächsten zwölf Monaten zu Baskidball-Assistenten ausgebildet werden.

Zu verdanken ist das jenem Projekt, das Basketballprofi Dirk Nowitzki vor zehn Jahren ins Leben rief. Martin Skowronek, zweiter Vorsitzender des hiesigen Basketballvereins Red Eagles und Jugendkoordinator beim Kreissportbund Havelland, holte Bakskidball bereits vor einigen Jahren in die havelländische Kreisstadt. Heute ist Rathenow einer von 17 Baskidball-Standorten im ganzen Land. Ziel der Initiative ist es unter anderem, Jugendlichen aus allen Schichten die Möglichkeit zu geben, kostenlos und unverbindlich Sport zu treiben.

Erste Hilfe und Basketball-Wissen

Um das umzusetzen, bietet André Neidt, Mitarbeiter der Kreissportjugend, seit 2015 allen Kindern und Jugendlichen der Stadt die Möglichkeit, sich jeden Mittwoch in der Havellandhalle unterm Korb auszutoben. „Mit fünf, sechs Jugendlichen haben wir damals angefangen. Heute kommen 50 bis 60 Teilnehmer“, sagt Neidt.

In der Havellandhalle regelmäßig dabei sind auch der 16-jährige Alex und der zwölfjährige Nick. Genau wie Lena und Ahmad wollen sie aber nicht nur Körbe werfen, sie wollen Verantwortung übernehmen, den Nachwuchs trainieren und künftig André Neidt unterstützen. Die Möglichkeit dazu bietet ihnen die Ausbildung zum Baskidball-Assistenten. Diese begann nun mit einer Auftaktveranstaltung in Frankfurt/Oder. „Das hat echt Spaß gemacht. Wir haben neue Leute getroffen und viel gelernt. Zum Beispiel Erste Hilfe, wie man eine Gruppe anleitet oder welche Rechten und Pflichten ein Assistent hat“, sagt Ahmad.

Jeden Monat neue Aufgaben

Sein Traum ist es, später eine eigene Mannschaft zu trainieren. Diesem Ziel dürfte er nun ein ganzes Stück näher kommen. Denn in den nächsten zwölf Monaten werden er und seine drei Mitstreiter sich weiterbilden. Alle vier Wochen gilt es neue Aufgaben zu erfüllen. Die Anweisungen dazu bekommt André Neidt von der Baskidball-Zentrale in Bamberg.

Am Mittwoch nahm er sich Zeit, um mit seinen Schützlingen die ersten Arbeitsblätter zu besprechen, Tipps und Ratschläge zu geben. „Zum Teil wird Fachwissen zum Sport vermittelt, aber es geht auch darum, dass sich die Kids mit ihrer Halle und dem Spielfeld auseinandersetzen“, sagt Neidt über seine ersten Aufgaben.

Baskidball – Ein Erfolgsprojekt

Baskidball ist ein Angebot für Kinder und Jugendliche, die Nützliches mit Spaß verknüpfen wollen.

Im Rahmen des Projekts wird in Rathenow für Jugendliche ab 15 Jahren jeden Mittwoch von 19 bis 22 Uhr eine offene Trainingszeit in der Havellandhalle angeboten.

Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 15 Jahren treffen sich um 15 Uhr in der Turnhalle der Duncker Oberschule.

Gemeinsam Basketball spielen, sich treffen und zusammen etwas lernen sowie erleben sind die Kerninhalte des Projektes.

Schirmherr der Gemeinschaftsinitiative ist NBA-Star Dirk Nowitzki.

Währenddessen herrscht auf den drei Feldern in der Halle Hochbetrieb. „Hier treffen Kids aus allen Schichten aufeinander. Zu uns kommen Flüchtlinge ebenso wie deutsche Jugendliche und alle gehen freundschaftlich miteinander um. Eine wirklich tolle Atmosphäre“, schwärmt André Neidt. All das wäre aber ohne die Unterstützung der Stadt nicht möglich, denn die stellt die Halle für die Jugendarbeit kostenlos zur Verfügung, so Neidt.

Viele Teilnehmer tragen stolz ein Baskidball-Trikot, ein Zeichen des Zusammenhalts. „Die T-Shirts und vieles andere wie Fahrten und gemeinsame Aktivitäten können wir Dank der Unterstützung der Baskidball-Initiative finanzieren. Für die Kids ist alles kostenlos, so stellen wir sicher, dass jeder mitmachen kann.“

Einzig das Interesse der Mädchen ist sehr gering. Unter den 60 Teilnehmern ist neben Lena nur ein weiteres Mädchen. Dabei sind sich alle einig, mehr Frauenpower würde das Ganze bereichern.

Von Christin Schmidt

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