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Havelland Darauf soll die Imme abfliegen
Lokales Havelland Darauf soll die Imme abfliegen
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00:32 13.06.2015
Marion Werner möchte die Grünanlage vor der Schiffsanlagestelle in Strodehne bepflanzen. Quelle: N. Stein
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Strodehne

Bienen sind wichtig für die Landwirtschaft, für die Natur und die Honigproduktion. Überleben können die Insekten aber nur in einer abwechslungsreichen und natürlichen Umgebung. Marion Werner aus Strodehne befürchtet, dass dieser Lebensraum zunehmend beeinträchtigt ist.

Deshalb möchte sie in Strodehne gegenüber ihrem Haus „Raum der Vielfalt“, in dem sie Kurse zum Fasten, zur Naturheilkunde und Sternenwanderungen anbietet, eine Bienenwiese gestalten. Dafür nutzen würde sie gerne die Grünfläche vor der Dampferanlegestelle an der Havel. Mit der Erneuerung der Anlegestelle für Ausflugsschiffe vor zwei Jahren wurde der begrünte Platz neu angelegt.

Das Gras wachse jedoch sehr spärlich, eintönig und für Bienen alles andere als verlockend, findet Marion Werner. Sie möchte die Grünfläche bereichern mit Phacelia, Margeriten, Lupinen, Rotklee, Mohn und anderen Pflanzen, die den Bienen gut tun. Die Kosten für den Samen würde sie aus eigener Tasche bestreiten und sich auch um die Pflege der Bienenwiese kümmern. „Die Wiese könne auch weiterhin gemäht und wie bisher für das jährlich stattfindende Havelfest genutzt werden“, sagte sie in der Gemeindevertretung Havelaue den Abgeordneten.

Strodehne ist ein Ortsteil der Gemeinde und Eigentümerin der Fläche, die sie als Bienenwiese gestalten möchte. Um ihre Idee umsetzten zu können, benötigt sie die Zustimmung der Gemeinde. Entscheiden soll, so die einheitliche Meinung in der Gemeindevertretung, der Ortsbeirat von Strodehne. Wann dieser das nächste mal tagt und über den Antrag befindet, steht noch nicht fest.

Ein paar Blumensamen hat Marion Werner zum Test schon in die Erde gebracht. „Diese sorgen schon für erste Vielfalt auf der Fläche“, sagt sie. Im Frühjahr brauchen die Bienen blühende Bäume und Blumen, zum Beispiel Weide, Ahorn, Kastanie, Obstbäume, Rote Taubnessel, Löwenzahn, Goldregen und Rapsfelder. Als letztes blüht im Juni die Linde.

Im Sommer würden die Bienen nur noch wenig Nahrung finden, sagt Marion Werner, weil die Felder überwiegend mit Getreide und Mais bestellt sind. Zu dieser Zeit würde dann aber die Wiese blühen und den Bienen die Möglichkeit bieten, Nektar zu sammeln.

Im Frühjahr, als in Strodehne die Obstbäume reichlich blühten, hat Marion Werner nur wenige Bienen gesehen, meist nur Hummeln. Bienen sorgen durch ihre Bestäubung der Blüten aber für erheblich bessere Obsternten, bei Birnen sogar um zirka 80 Prozent. Marion Werner würde sich deshalb wünschen, dass in Strodehne möglichst viele Einwohner ihre Gärten und Rasenflächen für bessere Bienenbedingungen nutzen.

Auch alte Bäume, in denen sich Wildbienen einnisten können, gehören dazu. Marion Werner selbst möchte sich wieder für eigenen Honig selbst einige Bienenvölker anschaffen.

Vergangenes Jahr hatte Marion Werner drei Völker, die aber vom Schädling Varroamilbe befallen wurden und den Winter nicht überlebt haben.

Von Norbert Stein

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