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Havelland Darth Vader hilft im Notfall
Lokales Havelland Darth Vader hilft im Notfall
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00:17 14.02.2016
Ist die Luft in den Atemschutzgeräten alle, ertönt ein schriller Ton. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

Mit großen Augen und offenen Mündern bleiben die Kinder vor den riesigen Löschfahrzeugen der Falkenseer Feuerwehr stehen und begutachten die Einsatzfahrzeuge ganz genau. Feuerwehrmann Sascha Behrens zeigt Atemschutzgeräte und Schläuche herum und beantwortet geduldig alle Fragen der Falkenseer Kita-Kinder aus dem Kinderhaus Wölkchen. Für den Feuerwehrmann und seinen Kollegen Steffen Muck zählt vor allem, dass schon die Kleinsten etwas über ihre Arbeit erfahren und lernen, wie sie sich im Notfall zu verhalten haben. „Wir gehen oft in Schulen und Kindergärten und klären die Kleinen auf. Meist zeigen wir uns auch in voller Montur, damit die Kinder die Angst verlieren und uns im Ernstfall vertrauen“, so Steffen Muck. „Mit der Atemschutzmaske sieht man nicht unbedingt vertrauenserweckend aus – eher wie Darth Vader aus Star Wars. Kinder in Angstsituationen sind nicht zu unterschätzen.“

Sich mal wie ein echter Feuerwehrmann fühlen – Elias im siebten Feuerwehr-Himmel. Quelle: Tanja M. Marotzke

Das Absetzen eines Notrufes will ebenfalls gelernt sein und wurde gestern ausgiebig geprobt. „Die Kollegen in der Regionalleitstelle brauchen Informationen, wie Ort, Namen und Situation, um reagieren zu können“, erklärt Behrens. Selbstbewusst greift Kita-Kind Elias also zum Hörer, wählt die 112 und schildert einen ausgedachten Brand.

Tag des Notrufs 112

Der Europäische Tag des Notrufs 112 wurde 2009 vom Europäische Parlament, dem Rat der Europäischen Union und der EU-Kommission ins Leben gerufen. Seither findet er immer, passend zur Durchwahl, am 11.2. statt.

Der europaweite Notruf 112 wurde 1991 eingeführt, um eine einheitliche Notrufnummer in allen EU-Mitgliedstaaten verfügbar zu machen und Notdienste für Reisende leichter erreichbar zu machen.

Im Nebenraum hört Steffen Muck sich die Schilderungen an und lässt sich alle wichtigen Fragen beantworten. „Im Ernstfall würde die Zentrale jetzt die Falkenseer Wehr alarmieren“, so Sascha Behrens. Rund 1400 Notrufe aus dem Havelland, Potsdam, Ostprignitz-Ruppin und der Prignitz erreichen die Regionalleitstelle in Potsdam wöchentlich. „Die meisten Anrufer melden gesundheitliche Notfälle. Es folgen die technischen Hilfeleistungen, zum Beispiel bei Unfällen oder einem Tier in Not, und erst dann die tatsächlichen Brände“, so Christina Gerlach, die seit sieben Jahren in der Potsdamer Leitstelle Anrufe entgegennimmt. „Ich habe rund sechs Jahre Ausbildung zum Notfallsanitäter und bei der Feuerwehr hinter mir. Das Fachwissen ist wichtig, um die Lage aus der Ferne richtig einschätzen zu können.“ Doch selbst mit Fachkenntnissen ist es nicht immer ganz einfach, vor allem wenn es um den richtigen Einsatzort geht. „Bei Unfällen auf der Autobahn oder zwischen zwei Orten, wissen die Leute oft selber nicht, wo sie sich befinden – das ist dann schwierig. In Städten mit Straßenbeschilderung ist das eigentlich kein Problem und mit dem richtigen Programm gut von Potsdam aus zu handhaben.“ Etwa zwei Mal im Monat käme es vor, dass jemand vorsätzlich falschen Alarm auslöst. „Bitte nur im Notfall die 112 wählen und nicht aus Spaß“, ermahnt auch Behrens seine kleinen Zuhörer nach dem gelungenen Notrufexperiment.

Von Laura Sander

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