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Bacchus ließ die Becher kreisen

Offene Geschäfte im Rathenower Zentrum am Weinfest-Sonntag Bacchus ließ die Becher kreisen

Die Veranstalter des Rathenower Weinfestes können sich beim Wettergott nicht beschweren. Nachdem es die Tage zuvor stets geregnet hatte, riss am Sonntagnachmittag der Himmel für ein paar Stunden auf. Die Besucher genossen den Bummel durch die Geschäfte der Stadt also um so mehr.

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Weingott Bacchus mit Assistentinnen und Bibern nach dem Fassanstich.

Rathenow. Darauf hatten sich die Biber Havi und Opti schon lange gefreut. Endlich konnten die Maskottchen des Optikparks wieder ganz ungestört kuscheln mit ihren kleinen und großen Fans, ohne dass ihnen das Buga-Maskottchen Wilma Wels in die Quere kam. Diese Gelegenheit nutzten die drei Biber am Sonntag beim 16. Weinfest in der Rathenower Innenstadt nach Lust und Laune. Bei ordentlichem Herbstwetter mit gelegentlichen Sonnenstrahlen kamen am Nachmittag viele Besucher auf den Märkischen Platz und die Berliner Straße, zu dem traditionell von Einzelhändlern, dem Verein Unternehmer für Rathenow, der Stadtverwaltung und von weiteren Helfern organisierten Weinfest mit verkaufsoffener Shoppingmeile.

Weingott Bacchus (Andreas Przibilla) brachte 60 Liter roten Rebensaft unters Volk. „Ich hoffe, es gibt genügend durstige Kehlen auf dem Platz“, sagte Bacchus, bevor er den ersten Becher füllte mit dem Nass aus seinem Fass und DJ Carsten Büttner dazu den Schlageroldie vom „Griechischen Wein“ spielte. Assistiert wurde Bacchus bei seiner Arbeit von den Weingöttinnen Emely Strehmel und Gina Maria Herbricht vom Theater Lichtblick. Einen Becher Wein bekam auch Bürgermeister Ronald Seeger (CDU), der zuvor auf der Hauptbühne das Weinfest eröffnet hatte. „Rathenow hat sich hat sich gut entwickelt und wird sich weiter gut entwickeln. Wir haben eine Stadt, in der es sich auch weiter gut leben lässt“, machte Seeger Lust auf das Jahr 2016, in dem die Stadt Rathenow ihren 800. Geburtstag mit einem üppigen Veranstaltungsprogramm feiern wird. Für dieses Ereignis rührte Hauptamtsleiter Jörg Zietemann mit einem Team seiner Verwaltung gestern kräftig die Werbetrommel. Sie verteilten bei weitem nicht nur Programmflyer. Sie boten auch Ziegel und Weinbecher feil, die dem 800jährigen Stadtgeburtstag gewidmet sind. Der Erlös aus dem Verkauf dieses Souveniers fließt direkt zurück in das Veranstaltungsbudget für das Stadtjubiläum.

Die Sternchen des RCC flanieren durch die Stadt und machen Werbung für die kommenden Karnevalsaison

Die Sternchen des RCC flanieren durch die Stadt und machen Werbung für die kommenden Karnevalsaison.

Quelle: Norbert Stein

Lust auf das Programm der kommenden Saison machte auch der Rathenower Carneval Club. Dessen Präsident, Marion Lienig, flanierte als Großer Kurfürst und in Begleitung von Henriette von Oranien durch die Innenstadt. Die RCC-Sternchen sorgten auf der Hauptbühne auf dem Märkischen Platz für tänzerisches Temperament. Auch auf dem August-Bebel-Platz wurde Unterhaltung geboten. Viele Einzelhändler begrüßten die Besucher des Festes, zu dem auch eine große Tombola gehörte, mit einem Glas Wein zum Einkaufsbummel. Wein trinken konnten sie auch auch an mehreren Ständen in der Innenstadt, bei beim Rotary-Club Havelland. Die havelländischen Rotarier sind immer dabei, wenn in Rathenow Weinfest gefeiert wird. Vom Erlös ihres Weinverkaufs wird der Rotary-Club Fahrräder und eine Tischtennisplatte kaufen für Flüchtlingskinder

Ein Schminktisch war im City-Center Magnet für die Kinder. An einem anderen Stand bastelten Mädchen und Jungen Herbstdekorationen. Eine Drachenparade führte unter musikalischer Begleitung der Rathenower Optis durch die Straßen um den Märkischen Platz.

Wein in Rathenow

Dass ein Weinfest in Rathenow gefeiert wird, hat historische Gründe. Zwar ist die Stadt alles andere als eine Weinbauregion, aber es gab Zeiten, da war das ein wenig anders. Die Überlieferung jedenfalls sagt, dass im Mittelalter Weinanbau betrieben wurde. Und zwar — der Name sagt es — auf den Hängen des Rathenower Weinbergs. Wann der Weinanbau eingestellt wurde, dafür gibt es keine genauen Belege. Und auch über die Qualität des damals gekelterten Weins ist wenig bekannt.

Ganz rebenfrei ist Rathenow heutzutage übrigens nicht. Am Osthang des Kirchbergs entdeckt der Spaziergänger ein paar Reben. Zum Keltern wird die Menge aber wohl nicht reichen.

Von Norbert Stein

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