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Das Dachsbergfest steht vor dem Aus

Premnitz Das Dachsbergfest steht vor dem Aus

Das 37. Premnitzer Dachsbergfest, das vom 26. bis zum 28. August gefeiert wird, könnte das letzte seiner Art sein. Der Bürgerverein Premnitz, der seit 1997 das traditionelle Sommerfest organisiert, hat mitgeteilt, dass er diese Aufgabe im nächsten Jahr nicht mehr übernehmen kann.

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Viele Jahre lang war das Dachsbergfest ein echter Publikumsmagnet.

Quelle: Norbert Stein

Premnitz. Es ist sehr wahrscheinlich, dass das diesjährige Premnitzer Dachsbergfest das letzte seiner Art sein wird. Eine gefühlte Ewigkeit lang hat dieses traditionelle Sommerfest am letzten Augustwochenende seinen festen Platz in den Veranstaltungskalendern gehabt. Am Freitagabend ging es los, der Samstag war der Hauptveranstaltungstag und zuletzt klang es meist am Sonntagnachmittag mit dem Familienprogramm aus. Am Freitag, 26. August, wird im Rondell am See das nunmehr 37. Dachsbergfest um 19 Uhr mit Musik vom DJ-Team Musikexpress beginnen. Das Programm ist wie immer dicht gestopft. Und wenn am Sonntagabend gegen 19 Uhr die letzten Töne verklungen sind, wird es mit den großen Partys am Fuße des Dachsbergs wohl vorbei sein – falls nicht noch überraschend ein neuer Hauptorganisator vom Himmel fällt.

Der Bürgerverein Premnitz habe der Stadtverwaltung mitgeteilt, sagt Bürgermeister Roy Wallenta (parteilos), dass er 2016 zum letzten Mal das Dachsbergfest als Hauptverantwortlicher organisieren wird. Die Stadt sei in der Lage, eine solche Festlichkeit organisatorisch, finanziell und materiell zu unterstützen – in eigener Verantwortung durchführen könne sie es aber nicht. Der Bürgermeister weist darauf hin, dass die Eheleute Ulrich und Christiane Wiemer vom Bürgerverein, in deren Händen in den letzten Jahren die oberste Verantwortung lag, sich diese umfangreiche Tätigkeit aus Altersgründen nach 2016 nicht mehr aufladen möchten.

1997 hatte der Bürgerverein mit der Werbegemeinschaft Premnitz die Hauptverantwortung für das Fest übernommen. Nach der Premiere gab die Werbegemeinschaft auf. Der Bürgerverein blieb dabei und konnte seit 1998 auf den Cheforganisator Ulrich Wiemer bauen. „Wir als Bürgerverein haben die Stadt bereits am Anfang dieses Jahres informiert“, sagt die Vereinsvorsitzende Silvia Wallenta, „dass wir im nächsten Jahr nicht mehr die Organisation des Dachsbergfestes übernehmen.“ Das Ehepaar Wiemer, das über Jahrzehnte alles hervorragend steuerte, sei nicht zu ersetzen. Die personellen Möglichkeiten des Vereins würden nicht mehr reichen, um eine solche Aufgabe erfüllen zu können.

Programm

Freitag: 19 bis 1 Uhr, DJ Musikexpress; 20 bis 20.45 Uhr, Unholy Age; 21 bis 23.30 Uhr, Utopia ; am Jugendklub 20 bis 1 Uhr, DJ-Duo Doppelhousehälfte.

Samstag: 13.30 Uhr, Spielmennszug TSV Chemie; 15 Uhr, Feuerwehrrundfahrten; 21 Uhr, Lampionumzug, 22.30 Uhr, Lasershow. Bühne ab 14 Uhr: Eröffnung, Kita Flax und Krümel, Hexe Tabaluba, Zauberer, Bauchredner, DJ.

Sonntag: 10 Uhr, Frühschoppen mit dem Blasorchester Premnitz. Bühne ab 13.45 Uhr: Die Schimmler, Tanzgruppe Fledermäuse, All-Tromm, Showballett.

Der sich der Pension nähernde Bürgermeister Roy Wallenta, der am 31. August sein Amt an den neu gewählten Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) übergeben wird, macht darauf aufmerksam, dass es in der Stadt erste Überlegungen für das Jahr 2017 gibt. „Das Dachsbergfest ist ein Format“, deutet Wallenta an, „das über Jahrzehnte unverändert beibehalten worden ist.“ Die Reihen der früher oft dicht gedrängten Besucher seien lichter geworden. Es sei an der Zeit, darüber nachzudenken, ob man das Dachsbergfest in der bekannten Form noch beibehalten wolle.

Der neu gestaltete Bereich an der Havelpromenade mit der übernommenen Buga-Bühne sei „wunderschön“, teilt er mit. Vielleicht könnte die Stadt Premnitz dort künftig ein Sommerfest feiern? Über diese Dinge sei in der politischen Sphäre der Stadt nun zu diskutieren, sagt Roy Wallenta. Er stellt aber klar fest, dass dieser Prozess von seinem Nachfolger Ralf Tebling zu führen sein wird und er selbst keine Vorentscheidung mehr fällt.

Nicht zu vergessen ist, dass die Stadt einen Verkauf der Villa plant, in dem sich gegenwärtig noch der Jugendklub Preju befindet. Diese Immobilie könnte in absehbarer Zeit nicht mehr wie bisher für das Dachsbergfest zur Verfügung stehen. Der Jugendklub soll umziehen ins Kulturhaus Liebigstraße, das zu einem Mehrgenerationenhaus umgestaltet werden soll.

Als Hauptact des Festes ist dieses Jahr für Samstagabend die Coverband Creedance Clearwater Revived gebucht. Bereits am Freitagabend begeht die heimische Band Utopia ihr 35-jähriges Bestehen und erstmals seit Jahren klingt das Fest am Sonntagabend wieder mit einem Showteil aus. Die Party Shakers spielen von 17 bis 19 Uhr. Der Eintritt zum Fest ist wie immer frei.

Von Bernd Geske

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