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Das Frierock Festival wird volljährig

Friesack Das Frierock Festival wird volljährig

Endlich 18! Am 12. und 13. August findet das alternative Friesacker Musikfestival zum 18. Mal statt. Das Festival und seine Organisatoren sind den Kinderschuhen längst entwachsen und das spiegelt sich auch im Programm wieder: Die Freirocker setzen längst nicht mehr nur auf derbe Musik.

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Das Frierock-Team ist bestens vorbereitet auf das 18. Festival.

Quelle: Privat

Friesack. Wenn es am 12. und 13. August auf dem Festplatz in Friesack laut wird, werden vermutlich auch in diesem Jahr einige Friesacker einen Bogen um das Gelände machen. Noch immer steckt in vielen Köpfen das Bild von jungen Menschen mit bunten Haaren, die zu „Geschrei“ toben. Dabei passt dieses Klischee längst nicht mehr. „Ja, es gibt sie noch die lauten Gitarrenriffs und den derben Gesang, aber das Frierock Festival hat viel mehr zu bieten“, sagt Valentin Franklyn, der seit vielen Jahren zum festen Frierock-Team gehört.

Zum 18. Mal findet das Festival nun statt. Einst ins Leben gerufen von jungen Friesackern, die damit einem Freund, der an Krebs starb, ein musikalisches Denkmal setzen. Mittlerweile ist das Fest über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Es gibt Menschen, die kennen das Städtchen nur durch das Festival. Sie kommen mit Zelten oder dem Camper, um ein Wochenende lang zu tanzen, zu pogen, Fußball zu spielen und in der Sonne zu entspannen.

Dieses Mal wird auch der Nachwuchs eingebunden

Was dieses Festival ausmacht? Zum einen ist es sicher die entspannte Atmosphäre und die Tatsache, dass das Frierock noch immer so erfrischend unkommerziell ist und inzwischen sogar richtig familiär. „Um junge Familien mit Nachwuchsrockern an das Festival heranzuführen, bieten wir einen musikalischen Schnupperkursen an. Dabei können sich die Kids ausprobieren und so den Grundstein legen, um selbst einmal auf der Frierock-Bühne zu stehen. Außerdem gibt es Gesichtsbemalung, riesige Seifenblasen und Clown Celly ist zu Gast“, erzählt Valentin Franklyn. Die Idee, Kinder einzubinden, kommt nicht von ungefähr, denn inzwischen haben viele Teammitglieder eine eigene Familie gegründet.

Auf der Bühne werden in diesem Jahr an beiden Tagen jeweils sechs Livebands mit unterschiedlichster Musik dafür sorgen, dass sich Beine, Hüften und Arme bewegen und Staub aufwirbeln. Allen voran der diesjährige Headliner, die Band Jinjer aus der Ukraine. 2013 wurde sie zur besten Metal-Band des Landes gekürt. Außerdem verspricht das Line-Up Ska aus den italienischen Alpen von Jokerface, Deutschpunk aus Neuruppin von Kira Kanoa oder traditionellen Celtic Folk Punk aus Frankreich von The Moorings.

Ein Trommel-Flashmob zum Auftakt

Sehr interessant dürfte auch der Auftritt der Band Guts Pie Earshot werden. Das Duo spielt nur mit Schlagzeug und Cello einen Mix aus Punk, Techno, Dubstep, Metal und Orient. „Uns war es wichtig, eine gute Mischung zu finden, härtere und weniger harte Töne. Es soll für jeden etwas dabei sein“, betont Franklyn.

Wie schon im letzten Jahr fällt der Startschuss fürs Frierock ein paar Tage vor dem eigentlichen Festival. Dieses Mal gibt es am 10. August ein interkulturelles Grillfest. Ab 16 Uhr lädt das Frierock-Team Interessierte aus der ganzen Region ein, sich am „bunten Mittwoch“ an der Freilichtbühne zum Trommel-Flashmob einzufinden. Für Getränke ist gesorgt, kulinarische Köstlichkeiten aus seinem jeweiligen Kulturkreis steuert jeder für das gemütliche Miteinander bei. Wichtig, jeder soll Trommeln oder trommelähnlichen Gegenstände mitbringen.

Von Christin Schmidt

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