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Das Havelland begrüßt den Wonnemonat

Feiern zum 1. Mai Das Havelland begrüßt den Wonnemonat

Die Menschen im Landkreis Havelland haben den Wonnemonat Mai am Sonntag und Montag mit vielen Festen in den Gemeinden begrüßt. Feste gab es unter anderem in Bahnitz, Bamme, Großderschau, Rathenow und Premnitz. In Spaatz gab es ein Fest für alle fünf Dörfer der Gemeinde Havelaue.

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Matthias Dehne (rechts) und Silvio Wilke sorgten bei Maifest der Gemeinde Havelaue für gut gegrillten Schweinebraten vom Spieß.
 

Quelle: Norbert Stein

Havelland.  Der Mai ist gekommen. Von Alters her ist er als Wonnemonat bekannt. Doch warum wird er eigentlich als Wonnemonat bezeichnet? Bereits im 8. Jahrhundert führte Karl der Große den Namen „Wonnemond“ (eigentlich althochdeutsch „wunnimanto“ – Weidemonat) ein, weil man mit dem Mai wieder das Vieh auf die Weiden treiben konnte. Die Zeiten haben sich seit Karl dem Großen gewaltig geändert. Auch das Viel ist heute schon früher auf den Weiden. Der 1. Mai ist zudem der Tag der Arbeiterbewegung.

Die alte Tradition, den Mai als Wonnemonat zu begrüßen, haben sich die Menschen vielerorts aber noch immer bewahrt. Auch im Havelland war das an diesem Wochenende wieder so. Weil der 1. Mai in diesem Jahr auf einem Montag fiel, feierten in vielen Orten die Menschen bereits am Sonntag bei Familien- und Volksfesten in den Wonnemonat hinein.

Bei Maifest der Gemeinde Havelaue kamen 250 Besucher zusammen

In Spaatz feierten die fünf Ortsteile der Gemeinde Havelaue wieder gemeinsam mit Musik und guter Laune. Damit sich die Einwohner aus den fünf Havelauer Dörfern in gemütlicher Runde näher kommen konnten, hatte der Spaatzer Ortsvorsteher Silvio März mit seinem Ortsbeirat und weiteren Helfern vor drei Jahren die Idee von einem gemeinsamen Gemeindemaifest. Rund 250 Besucher feierten nun am Sonntag gemeinsam auf dem Dorfanger unter dem von der Ortsfeuerwehr aufgestellten Maibaum. Geschmückt war die Birke mit einem Maikranz.

Bürgermeister Guido Quadfasel eröffnete das Gemeindemaifest. Er verwies auf frühere gemeinsame Feste der Nachbardörfer und wünschte den Besuchern unterhaltsame Stunden auf dem Dorfanger und dankte allen Helfern, die engagiert die Voraussetzungen für die gemütlichen Stunden auf dem Dorfanger geschaffen hatten. Organisiert hatten das Gemeindefest gemeinsam der Ortsbeirat Spaatz, der örtliche Heimatverein, der Förderverein der Feuerwehr und der Verein „Gesund in die Zukunft“.

Mitglieder der Ortsfeuerwehr und des Heimatvereins stellten in Spaatz den Maibaum auf

Mitglieder der Ortsfeuerwehr und des Heimatvereins stellten in Spaatz den Maibaum auf.

Quelle: Norbert Stein

Letzterer ist der jüngste Spaatzer Verein und hat sich am Sonntag erstmals bei einem Fest präsentierte, dieses maßgeblich mitgestaltet und dabei seine „Feuertaufe“ mit Bravour bestand. Annabell Hansen informierte an einem Stand über die Vereinsziele rund um eine ganzheitliche Lebensgestaltung, gesunde Ernährung, respektvollen Umgang mit der Natur und Fitness. Sie hatte viele Fragen zu beantworten, insbesondere zum Stand der Vorbereitungen zur Eröffnung eines Waldkindergartens in Spaatz.

„Wir haben einen Bauantrag gestellt und möchten den Waldkindergarten noch in diesem Jahr eröffnen“, erklärte sie den Besuchern des Festes, während neben dem Informationsstand Stefanie Gertz die Kinder schminkte. Sie ist Kinderpflegerin, im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen, lebt derzeit noch in München und kommt im September aber nach Spaatz, um im Waldkindergarten zu arbeiten. Derzeit sucht sie eine Wohnung.

An zehn Ständen wurden beim Gemeindemaifest auf einem Flohmarkt Kindersachen und Spielzeug feilgeboten. Es gab Kaffee, Kuchen, Bratwurst und Schweinebraten vom Grillspieß. Immer wieder schauten Besucher zum Maibaum hinüber, um für einen Euro Einsatz dessen Höhe zu schätzen. Vor dem Aufstellen hatte Ortsfeuerwehrführer Ingo Bünsch den Baum gemessen, die Höhe auf einen Zettel geschrieben und in einen versiegelten Umschlag gelegt, der am Abend geöffnet wurde.

Schätzwettbewerb um die Höhe des Maibaums brachte 144 Euro ein

10,88 Meter hoch war der Maibaum – mit 10,85 Meter hatte das beste Schätzergebnis Tilo Lauterbach aus Kaisitz bei Meißen. Als Sieger bekam er einen Wildbraten- Gutschein der Spaatzer Jäger. 144 Euro brachte das Maibaumschätzen ein. Das Geld bekommt der Freundeskreis Spaatzer Dorfkirche für sein Projekt Kirchenglocken. „Das Gemeindemaifest ist gelungen“, sagte am Abend der Wolsierer Ortsvorsteher Bill Neubüser in einer unterhaltsamen Runde. In Bamme und Bahnitz wurde ebenfalls am Sonntagabend der Wonnemonat mit dem Aufstellen eines Maibaums begrüßt.

In Großderschau trafen sich aus dem selben Anlass am Montagvormittag Mitglieder des Heimatvereins und Einwohner auf dem Kolonistendorf. In Premnitz hatte der Bürgerverein traditionell zum Frühlingsfest geladen. Ab 12 Uhr wurde an der Buga-Bühne gefeiert. Die Akkordeongruppe Fröhlich, das Blasorchester Premnitz, die Tanzgruppe der Grundschule am Dachsberg und die Garde des Premnitzer Karnevalvereins sorgten für ein buntes Unterhaltungsprogramm. In Rathenow wurde traditionell beim Bürgerfest der SPD rund um das Kurfürstendenkmal gefeiert. Der Optikpark hatte ebenfalls zum Start in den Wonnemonat eingeladen.

Von Norbert Stein

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