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Havelland Ein neues Zentrum fürs Havelland
Lokales Havelland Ein neues Zentrum fürs Havelland
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00:17 27.03.2016
Landrat Burkhard Schröder (links) und Jörg Grigoleit von den Havelland Kliniken erkunden die neuen Räume.  Quelle: Joachim Wilisch
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Havelland

 Es wird eine der letzten offiziellen Übergaben sein, die Landrats Burkhard Schröder am Donnerstag in seiner noch verbleibenden Amtszeit zu absolvieren hatte. Die neue Rettungswache Friesack und der erste Bauabschnitt für das Feuerwehrtechnische Zentrum des Landkreises ist auch noch nicht ganz beendet. Mitte April sind die Räume bezugsfertig.

Über 1000 Auszubildende – das war einmal

Früher haben auf dem Gelände des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums der Bauwirtschaft rund 1000 Auszubildende und Fortbildungsteilnehmer gelernt. Über 100 Lehr- und Arbeitskräfte waren beschäftigt. Es war einer der großen Arbeitgeber im Landkreis Havelland. Nachdem das Ausbildungszentrum seinen Friesacker Betrieb schloss, ergab sich für den Kreis die Gelegenheit, das Gelände günstig zu erwerben und im Jahr 2013 folgte der Kreistagsbeschluss, hier ein Feuerwehrtechnisches Zentrum zu errichten.

Ein modernes Zentrum für den Katastrophenschutz

Das bedeutet, hier in Friesack wird nach Abschluss aller Bauarbeiten und Beendigung aller Bauabschnitte im Jahr 2019 sowohl die Fahrzeuge des medizinischen Katastrophenschutzes untergebracht sein, als auch ein Atemschutzzentrum, das Prüfzentrum für Technik und Platz für Schulungsteilnehmer. Darüberhinaus wird hier der Stab des Katastrophenschutzes tagen, wenn es notwendig ist. Dazu kommt eine Halle für schwere Technik.

Insgesamt investiert der Landkreis Havelland einige Millionen Euro und Kreisbrandmeister Lothar Schneider ist stolz, dass es gelungen ist, das Gelände neu zu beleben. „Friesack war immer ein Ort im Kreis, wo wir Ausbildungsstätten hatten“, sagte Landrat Burkhard Schröder bei der offiziellen Übergabe.

Auch schwere Technik kommt in die Hallen

Nicht für den Landrat, auch für seinen Beigeordneten Henning Kellner, in dessen Zuständigkeitsbereich die Feuerwehren fallen, ist das Gelände bestens für diesen Zweck geeignet:. Fast alle Gebäude können genutzt werden.

Die Halle für die Sanitätseinheit des medizinischen Katastrophenschutzes und für die Rettungswache ist fast fertig. Dort werden dann jene Fahrzeuge zentral unterkommen, die derzeit noch in angemieteten Garagen im ganzen Landkreis stehen. Die Rettungswache ist bei der Feuerwehr mit untergebracht und hat dann einen eigenen Standort. Rund 2,3 Millionen Euro sind für diese Halle ausgegeben worden.

Vor der Halle wird noch gebaggert. Quelle: Joachim Wilisch

Die Villa wird noch im Sommer fertig

Noch in diesem Jahr wird auch die so genannte „Villa“ fertig. Hier ziehen Teile der Ordnungsverwaltung des Kreises ein. Im Hauptgebäude in der Geschwister-Scholl-Straße in Rathenow muss Platz geschaffen werden, um für Flüchtlinge die ankommen, besser und schneller abzufertigen. 1,4 Millionen Euro kostet der Ausbau der „Villa“.

Die Halle für die schwere Technik wird in diesem Jahr geplant. Auch dafür sind 1,2 Millionen Euro vorgesehen. Die Feuerwehrleute sollen hier auch das Verlegen von Leitungen üben.. Dazu entstehen sieben große Einfahrten für Lastwagen und ein Pumpenprüfstand samt Werkstatt und Waschhalle. Auf dem Freigelände wird es darüberhinaus genug Platz für Übungen geben.

Viele Aufträge für Firmen im Havelland

Die Aufträge, freute sich Landrat Burkhard Schröder bei der Übergabefeier am Donnerstag, sind zu 50 Prozent in der Region Rathenow/Premnitz geblieben. „Das hat unsere Wirtschaft vor Ort gestärkt“, sagte Schröder. Insgesamt hätten die Firmen aus dem Havelland rund 71 Prozent des gesamten Auftragvolumens abgearbeitet.

Das neue Feuerwehrtechnische Zentrum ist auch ein Beitrag, um die ländliche Region zu stärken, machte Schröder klar. Groß war die Euphorie auch bei den Mitarbeitern der Rettungsdienst Havelland GmbH. Das Tochterunternehmen der Havelland Kliniken, das den Rettungsdienst im Kreis sicher stellt, hat nun endlich den Platz, den man sich schon lange gewünscht hat.

Millionen für die Feuerwehr

Das Überbetriebliche Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft hatte in Friesack, solange es dort war, ein großes Gelände mit verschiedenen Hallen, einer Verwaltungsvilla und einem Internat. Über 1000 Auszubildende und Fortbildungsteilnehmer waren hier, dazu kamen über 100 Lehrkräfte und andere Bedienstete.

Die Hallen sind bestens geeignet, um hier das Feuerwehrtechnische Zentrum unterzubringen. Die medizinische Katasthrophenschutzeinheit zieht schon Bald ein. Dazu kommen weitere Lastwagen und Technik.

Auf dem Gelände wird sich – wenn das FTZ fertig gestellt ist – auch ein Sammelplatz für Helfer befinden. Ein Herzstück sind außerdem die Schulungs- und Übungsräume.

Sechs Feuerwehrleute sollen im FTZ fest angestellt sein. Die Feuerwehren im Kreis behalten aber ihre Standorte und Fahrzeuge.

Von Joachim Wilisch

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