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Havelland Das Havelland pflegt drei Partnerschaften
Lokales Havelland Das Havelland pflegt drei Partnerschaften
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00:16 26.04.2016
45 Mitglieder der Partnerschaftsvereine und Havelländer Kreistagsabgeordnete auf Bootsausflug von Milow nach Bahnitz. Quelle: Hoffmann
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Havelland

„So eine Partnerschaft lebt nicht vom Austausch offizieller Vertreter“, sagt Lutz Clefsen. „Man muss die Bürger zusammenbringen.“ Der schleswig-holsteinische Landkreis Rendsburg-Eckernförde hat zwar keinen eigenen Verein, der die Partnerschaften des Landkreises pflegt, aber dessen langjähriger Kreistagspräsident kommt seit 1990 immer wieder gern mit Vertretern seines Landkreises ins Havelland. Mit privaten Besuchen kommen da insgesamt rund 40 Besuche zusammen.

Kürzlich trafen sich die Partnerschaftsvereine und Vertreter aus Norddeutschland, dem Siegerland, Spandau und dem Havelland in Milow und zu einem Bootsausflug nach Bahnitz zu ihrem ersten gemeinsamen Vorstandstreffen der vier Partnerregionen.

Kreistagspräsident Rendsburg-Eckernförde Lutz Clefsen, Landrat a.D. Burkhard Schröder, Vereinsvorsitzender Holger Schiebold (Havelland), Vereinsvorsitzender Christian Hass (Spandau), Vereinsvorsitzender Sigurd Hofacker (Siegen-Wittgenstein) (von li.) während des Bootsausflugs. Quelle: Uwe Hoffmann

Ab 1990 leistete Nordrhein-Westfalen Hilfe beim Aufbau der Verwaltungsstrukturen in Brandenburg. Der Kreis Siegen-Wittgenstein half dem Altkreis Nauen. „Als langjähriger Leiter unseres Kreisjugendamtes war ich zwischen 1991 und 1996 verstärkt im Havelland, habe im Rathenower ‚Fürstenhof’ gewohnt. Ein Jahr lang lebte ich abwechselnd eine Woche hier und zuhause in Siegerland“, erinnert sich Sigurd Hofacker, der, als er 1963 nach Siegen kam, die Partnerschaften des heutigen Landkreises Siegen-Wittgenstein pflegt, seit Gründung 1999 als Vorsitzender des Partnerschaftsvereins. „Diese Zeit im Havelland war manchmal auch anstrengend, aber schön.“

Gab es damals Berührungsängste? „Dem Siegerländer sagt man nach, man muss mit ihm erst einmal einen Sack Salz zusammen gegessen haben, ehe man mit ihm warm wird. Aber als gebürtiger Solinger hatte ich mit meiner Rheinisch-Bergischen Mentalität, auf Menschen schnell zugehen zu können, keine Probleme“, erzählt Sigurd Hofacker. „Die Brandenburger und die Havelländer als solche sind meiner Meinung nach offen.“

Petra Dombrowski, Ortsvorsteherin von Bahnitz, führte die Gäste durch das Haveldorf. Quelle: Hoffmann

Partnerschaften entwickeln sich. „Die Freundschaft zu Spandau hat 1952 als Ferienhilfswerk für Spandauer Kinder begonnen, die wir über Jahre ins Siegerland eingeladen haben“, so Sigurd Hofacker weiter.

„Auch die reine Aufbauarbeit der Verwaltungsstrukturen im Havelland ist längst freundschaftlichen und privaten Beziehungen gewichen. Holger Schiebold und ich haben fast zehn Jahre daran gedreht und unsere Verwaltungen davon überzeugt, dass beide Landkreise eine offizielle Partnerschaft eingehen.“ Im Oktober letzten Jahres nun unterzeichneten das Havelland und Siegen-Wittgenstein die offizielle Urkunde. So wie auch das Havelland mit dem Berliner Bezirk Spandau. Bereits seit 1988 existiert eine Städtepartnerschaft zwischen Nauen und Spandau.

Sigurd Hofacker (l.) und Wolfgang Schnell aus Siegen-Wittgenstein. Quelle: Uwe Hoffmann

„Bei jedem Besuch gewinnt man neue Eindrücke. Und man findet immer neue Partner“, resümiert Lutz Clefsen, der seit 1990 mehrfach auch im Haveldorf Bahnitz war und zu privaten Besuchen immer seine Badehose dabei hatte. „Ich habe jedes Mal das Gefühl gehabt, dass es im Havelland weiter vorangegangen ist. So wie hier in Bahnitz. Der ‚Aufbau Ost’ hat vielen Gebieten gut funktioniert.“

Die 1952 geschlossene Partnerschaft zwischen dem Altkreis Siegen und Spandau initiierten im Jahr zuvor der damalige Siegener Politiker und 1964 bis 1983 Landrat, Hermann Schmidt, und der damalige Berliner Regierende Bürgermeister Ernst Reuter, die sich beide kannten.

Auch eine Verbindung nach Berlin-Spandau

Durch die Begegnungen entwickeln sich immer wieder neue Beziehungen. So wie die mit den Spandauer Gästen zum jetzigen Treffen aus deren Partnerstadt Asnières-sur-Seine bei Paris. Auch Lutz Clefsen besuchte schon zirka fünf Mal Spandau. „Dabei zeigte uns der langjährige Bezirksbürgermeister Werner Salomon seinen Bezirk. Dreimal konnte ich mich bei seinen Besuchen revanchieren“, erzählt Clefsen. „Meine Großmutter lebte in Berlin-Neukölln.“

Bei ihrem ersten gemeinsamen Vorstandstreffen aller vier Partnerregionen überhaupt vereinbarten deren Vertreter die Partnerschaften weiter zu beleben.

Austausch von jungen Menschen fördern

„Wir wollen den Austausch von jungen Menschen fördern“, sagt Holger Schiebold, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Havelland. „Dazu wollen wir unter anderem die Kreissportjugend einbeziehen. Ein erster Schritt ist ein für den Sommer geplantes Treffen von Schülern aus Rathenow und Rendsburg.“

Die Jahn-Grundschule pflegt eine Partnerschaft in den Norden. Im September besuchen die Havelländer wieder ihre Freunde im Landkreis Rendsburg-Eckernförde. Die Siegen-Wittgensteiner kommen zum ersten „regulären“ Besuch in diesem Jahr ins Havelland.

Zwei Siegerländer bereisen im Sommer das Havelland, auch Bahnitz, ganz privat. Annette Pritz, stellvertretende Vereinsvorsitzende, wird mit dem Rad auf dem Havel-Radweg unterwegs sein, ebenso Wolfgang Schnell.

Von Uwe Hoffmann

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