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Havelland Das Havelland schließt Asyl-Notunterkünfte
Lokales Havelland Das Havelland schließt Asyl-Notunterkünfte
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09:21 24.05.2016
Die Traglufthalle in Brieselang kurz vor Ihrer Inbetriebnahme. Anfang Juni soll sie geräumt werden, die Menschen ziehen in Gemeinschaftsunterkünfte um. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Havelland

Der stagnierende Flüchtlingsstrom wirkt sich auf die verbleibenden Notunterkünfte im Havelland aus. Nachdem bereits Anfang April bekannt geworden war, dass die Falkenseer Notunterkunft im ehemaligen Agon-Möbelhaus fristgerecht gekündigt wird, schließen nun auch die vier restlichen Notunterkünfte im Landkreis. Das teilte der amtierende Landrat und Leiter des Krisenstabs Asyl, Roger Lewandowski (CDU), mit. Derzeit leben 1289 Asylbewerber und 655 Flüchtlinge mit Aufenthaltsberechtigung im Havelland.

Bereits Anfang Juni soll zunächst die Traglufthalle in Brieselang geräumt werden, bis Ende Juni dann die Notunterkünfte im Rathenower Hasenweg, im Elstaler Demex-Park und in der Herberge in Brieselang. „Die dort untergebrachten Asylbewerber werden in Gemeinschaftsunterkünfte verlegt. Ein neues Erstquartier wurde erst kürzlich in Falkensee An der Lake eröffnet, weitere Gemeinschaftsunterkünfte werden derzeit in Nauen, Dallgow-Döberitz und Brieselang fertiggestellt“, sagte Sozialdezernent Wolfgang Gall. Besichtigungstermine für die Anwohner sollen noch in dieser Woche bekanntgegeben werden.

„Ich finde es gut, dass die Traglufthalle geschlossen wird. Die Flüchtlinge konnten nicht einmal kochen und gerade an warmen Tagen heizte sich die Halle zum Teil stark auf“, sagte Brieselangs Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) gegenüber der MAZ. „Eine feste Unterbringung, wie die Jugendherberge oder die Unterkunft in der Thälmannstraße, die in den letzten Zügen vor der Fertigstellung ist, finde ich da schon sinnvoller“, so Garn weiter.

Die Traglufthallen in Nauen und Falkensee werden gar nicht erst in Betrieb genommen, jedoch weiterhin vom Landkreis unterhalten. „Die Möglichkeit einer Umnutzung, zum Beispiel zur Sporthalle, ist nicht ohne Weiteres möglich. Die Hallen müssten komplett umgebaut werden – die Entscheidung liegt beim Landkreis“, gibt Garn zu bedenken.

Dass die Falkenseer Halle zwar fertig ist, jedoch nicht in Betrieb genommen wird, freut auch Heiko Müller (SPD), Bürgermeister der Gartenstadt. „Für alle war das vergangene Jahr eine Herausforderung. Es ist gut, dass die Notunterkünfte nicht länger benötigt werden und die festen Unterkünfte ausreichen.“

Von Laura Sander

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