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Havelland Das Havelland setzt auf Schulsoziarbeit
Lokales Havelland Das Havelland setzt auf Schulsoziarbeit
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02:15 26.07.2015
Schulsozialarbeit in kleinen Gruppen ist besonders wichtig. Quelle: Peter Geisler
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Rathenow

Die Mitglieder des Rathenower Sozial- und Bildungsausschusses sind reichlich verärgert. Ein Jugendkonzept wollte der Landkreis Havelland von der Stadt Rathenow haben. Ein Jugendkonzept habe der Landkreis bekommen, wird in Rathenow behauptet. Der Jugendhilfeausschuss des Kreistages und der Kreistag sahen es anders. Rathenow bekam bei der Verteilung der Stellen für Jugendarbeit zwar nicht rote Laterne aber eine gelbe Karte gereicht _ allerdings auch nicht als einzige Gemeinde. Was die Rathenower Bürgervertreter aus dem Ausschuss dazu veranlasste, einen geharnischten Brief an die Kreisverwaltung zu schicken. Offenbar könne der Dezernent für Jugend und Soziales nicht lesen, schimpfte René Hill (CDU), stellvertretender Ausschussvorsitzender.

Kosten werden geteilt

Natürlich gebe es ein Jugendkonzept, die SVV Rathenow habe es fortgeschrieben und die Kreisverwaltung kenne es. Derzeit werden in Rathenow fünf Stellen für die Jugendarbeit vom Kreis gefördert. Es handelt sich dabei um so genannte PKR-Stellen. Diese Abkürzung steht für „Personalkostenrichtlinie“. Die Kosten für die Stellen teilen sich Land, Kreis und Träger. Für die neue Vergabe wollte die Stadt Rathenow 14 Stellen haben. Am Ende wurden daraus 5,5 Stellen mit einem Anteil von zwei Stellen für Schulsozialarbeit. Dies nur deshalb, so heißt es in der Vorlage des Landkreises, weil die Stadt Rathenow eine besondere Funktion als Mittelzentrum und Schulstandort habe und im Westhavelland die „Situation von soziostruktureller Benachteiligung“ besteht. Die Mitglieder des Bildungsausschusses suchen nun das Gespräch mit der Sozial- und Jugendverwaltung des Kreises. Immerhin stammt das PKR-Papier aus dem Ressort des Sozialdezernenten Wolfgang Gall, der ein Parteifreund von René Hill ist.

Ganz oben auf der Prioritätenliste steht für den Landkreis Havelland auch eine Förderstelle zur Koordination des Kinder. Und Jugendsports. Das ist deshalb so wichtig, weil die Anzahl von Kindern und Jugendlichen in Sportvereinen sehr hoch ist.

Auch in Milower Land fehlt ein Konzept

Die zweite Priorität haben die Stellen für Schulsoziarbeiter. Außerdem will das Jugendamt des Kreises in einer dritten Prioritätsstufe besondere Notwendigkeiten anerkennen. Die Zahl der Stellen zur Förderung der Jugendarbeit wird ab 2016 steigen. Dann sollen es im Landkreis Havelland 35 sein. Bisher stehen 28 Stellen zur Verfügung.

Ein Jugendförderkonzept fehlt auch bei der Gemeinde Milower Land. Eine Stelle zur Koordination von Jugendarbeit wird daher vorerst für zwei Jahre anerkannt. Im Amt Nennhausen gibt es gar keine Stelle zur Förderung der Jugendarbeit. Ab dem Jahr 2016 möchte man hier gerne eine Stelle haben, wobei ein Anteil für Schulsozialarbeit an der Fouqué-Grundschule in Nennhausen vorbehalten ist. Es gibt zwar kein Jugendkonzept, dennoch schlägt die Kreisverwaltung vor, hier ab 2016 eine Stelle zu fördern.

Drei Stellen sind es in der Stadt Premnitz. Diese soll sie auch behalten. Vor allem in der Schulsozialarbeit und mit Blick auf den Umstand, dass Premnitz durch den hohen Zuzug von Flüchtlingen in einer besonderen Situation ist.

Verbleibt im Westhavelland das Amt Rhinow, wo es bisher auch keine Jugendförderstelle gibt. Das Jugendamt schlägt vor, auch hier eine Stelle anzusiedeln. Auf vier Jahre und für Schulsozialarbeit in den Grundschulen.

Bleibt die offene Frage, wie das Gespräch zwischen der Stadt Rathenow und der Kreisverwaltung endet. Von dem derzeit vorliegenden Verteilungsplan wird das Jugendarbeit aber – das lehrt die Erfahrung aus Debatten vergangener Jahre – kaum abweichen.

Von Joachim Wilisch

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