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Havelland Das Hoffen auf die Stimmen der Anderen
Lokales Havelland Das Hoffen auf die Stimmen der Anderen
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19:36 11.04.2016
Zur Stichwahl werden neue Stimmzettel mit nur noch zwei Kandidaten ausgelegt. Quelle: Peter-Paul Weiler
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Havelland

Mit einem Vorsprung von rund 2000 Stimmen hat CDU-Kandidat Roger Lewandowski bei der Landratswahl am Sonntag gegen den Zweitplatzierten Martin Gorholt (SPD) gewonnen. Aber es ist nur ein Etappensieg, denn am 24. April bei der Stichwahl werden die Karten komplett neu gemischt. Mehrere Faktoren entscheiden dann, wer der neue Landrat im Havelland wird. Es gilt, die eigenen Wähler erneut zu mobilisieren. Und es müssen mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten an die Wahlurnen (gut 20.000) treten. Ausschlaggebend könnten die Wahlempfehlungen sein, die die am Sonntag unterlegenen Parteien aussprechen.

– Lesen Sie hier: Reaktionen zur Wahl

– So lief der Wahlabend – der MAZ-Ticker zum Nachlesen

Roger Lewandowski konnte den ersten Wahldurchgang für sich entscheidne. Quelle: Häfner

Grüne und Linke noch unentschieden

Bei den Grünen ist das noch unklar, wie Frontfrau Petra Budke am Montag sagte: „Wir werden beraten und wohl am Donnerstag eine Entscheidung zur Wahlempfehlung treffen.“ Ebenso offen ist es bei den Linken. Auch dort werde es am Donnerstag eine Beratung des Kreisvorstandes und Kandidat Harald Petzold geben. „Persönlich denke ich, dass wir eine Empfehlung aussprechen werden. Sicher ist das aber nicht“, so Petzold. Er hoffe, dass sich die beiden verbliebenen Kandidaten gegenüber den Linken vorher inhaltlich äußern werden, „denn wir sind ja angetreten zur Landratswahl, um etwas zu verändern. Mit wem von beiden das möglich ist, muss geklärt werden.“

Martin Gorholt erreichte den zweiten Platz und geht in die Stichwahl. Quelle: dpa-Zentralbild

Pirat stimmt für Lewandowski – AfD äußert sich auch deutlich

Etwas deutlicher artikuliert sich die Alternative für Deutschland (AfD). Ihr Spitzenmann Kai Gersch sagt zumindest, für wen er keine Empfehlung ausspricht: „Ein Votum für SPD-Mann Martin Gorholt kommt nicht in Frage. Ob wir unsere Wähler bitten, für den CDU-Kandidaten zu stimmen, hängt davon, ob die CDU in den nächsten Tagen signalisiert, mit uns sprechen zu wollen.“

Zumindest einer Stimme bei der Stichwahl kann sich Roger Lewandowski schon jetzt sicher sein. Der Kandidat der Piratenpartei Raimond Heydt kündigte an, für den CDU-Kandidaten votieren zu wollen: „Er ist menschlich korrekt und hängt seine Partei deutlich niedriger als Martin Gorholt.“ Heydt kommentierte sein eigenes Wahlergebnis und seinen teils provokanten Wahlkampf, in dem er sogar Morddrohungen gegen Mitglieder des Kreiswahlausschusses ausgesprochen hatte, am Montag so: „Ich bedanke mich bei mehr als 1000 Wählern für ihr Vertrauen in mein anarchisches Chaos. 1,8 Prozent sind ein ehrliches Ergebnis. Provokation schafft Aufmerksamkeit, aber überzeugt sind die Menschen deshalb noch lange nicht.“

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Diese 8 wollen Landrat im Havelland werden.

Ein Blick auf die Wahlergebnisse in den einzelnen Kommunen im Havelland lässt erkennen, dass sich der Heimvorteil des Falkenseers von Roger Lewandowski wie erwartet bemerkbar gemacht hat. Rund zehn Prozent lag er dort vor Martin Gorholt. Durchgesetzt hat sich der CDU-Mann deutlich auch in Schönwalde-Glien, Dallgow-Döberitz und in Brieselang. Den größten Abstand zwischen Lewandowski und Gorholt gab es im westhavelländischen Havelaue mit knapp 14 Prozent. Gorholt wiederum lag in seiner Heimatstadt Rathenow nur hauchdünn mit 27 Stimmen vor Lewandowski. Deutlicher war der Abstand in Gollenberg mit 12 Prozent und Kleßen-Görne mit elf Prozent.

NPD weit abgeschlagen

Die AfD erzielte ihre besten Ergebnisse im Osthavelland. In Nauen bekam Kai Gersch mit 1373 genau drei Stimmen mehr als Roger Lewandowski und hatte am Ende als Zweiter nur 73 Stimmen weniger als Spitzenreiter Martin Gorholt. Viele AfD-Wähler gibt es auch in Friesack und Wustermark. Dort landete Gersch jeweils auf dem dritten Platz, wobei der Abstand zum Zweiten jeweils gerade mal zwei Stimmen betrug. Den größten Zuspruch bekam NPD-Kandidat Frank Kittler in Rhinow mit 3,52 Prozent der abgegebenen Stimmen. In Nauen dagegen entfielen auf den NPD-Vertreter nur 1,93 Prozent.

Von Jens Wegener

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