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Das Ländchen Rhinow mal sagenhaft

Neues aus dem Ländchen Rhinow Das Ländchen Rhinow mal sagenhaft

Eugen Gliege aus Semlin hat sich mit seinen Büchern längst einen Namen gehabt. Es gibt Sammler die warten fieberhaft auf den nächsten Band, in dem der Autor Sagen und andere Begebenheiten aus gewissen Regionen vorstellt. Diesmal ist das Ländchen Rhinow dran.

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Eugen Gliege

Quelle: Norbert Stein

Rhinow. Das Dorf Gülpe im Amt Rhinow wurde 1441 erstmals urkundlich erwähnt. Für den Namen „Gülpe“, der aus dem Wendischen kommt, gibt es geschichtlich zwei Deutungen: „Golpe“ bedeutet „Taubenschlag“ und „Gelippa“ ist der Name einer schwedischen Fischergöttin.

Eine Sage erzählt noch eine dritte Möglichkeit. Das Dorf gehörte früher dem Gutsherren von der Hagen auf Stölln. Dieser plagte die Bewohner des Ortes mit harten Frondiensten. Die Bauern wären nun jedoch gerne frei gewesen und stellten daher ein entsprechendes Gesuch an den Gutsherren. Dieser war auch einverstanden, stellte aber folgende Bedingung: Binnen eines Jahres sollten die Bauern des Dorfes 100 Tonnen Bier austrinken, was in der damaligen Sprache „ausgülpen“ hieß. Trotz großer Anstrengungen schafften die Bauern nur 99 Tonnen Bier. Hätten sie auch die 100. Tonne noch geschafft, würde der Ort der Sage nach den Namen „Weißensee“ oder „Blankensee“ bekommen haben. So aber erhielt er den Namen „Gülpe“.

Das Ländchen Rhinow ist reich an solchen Überlieferungen. Eigenartige Erntebräuche von Rhinow gehören dazu, wie auch der Schatz unter der Dossebrücke, die Sage vom Räuberhauptmann Pilatus, das Gericht bei Hohennauen, die Sage von Spaatz oder ein Wettbericht aus Wolsier.

Aufgestöbert hat sie und weitere Überlieferungen - insgesamt sind es 74- Eugen Gliege mit Unterstützung von geschichtsinteressierten Einwohnern in Dorfchroniken. Einige Geschichten haben ihm auch ältere Einwohner erzählt. Gliege hat sie alle aufgeschrieben für sein nunmehr im Selbstverlag erschienenes Buch „Das Ländchen Rhinow - in alten Bildern und Geschichten“. Den Geschichten zugestellt hat Eugen Gliege eigene Zeichnungen, Ablichtungen von alten Ansichtskarten und historische Bilder aus dem Rhinluch und Dossbruch. „Von Sandau bis Wust“ ist ein weiteres von Gliege nunmehr herausgegeben Werk im Rahmen seiner Buchreihe zur unterhaltsamen Regionalgeschichte mit Sagen, Erzählungen und Gedichten. Erhältlich sind die Bücher in der Buchhandlung Thieke, jede andere Buchhandlung kann den Band bestellen.

„Das Ländchen Rhinow“, ISBN 978-3-944159-22-5 und „Von Sandau bis Wust“ (15 Euro), ISBN 978-3- 944159-16-4.

Von Norbert Stein

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