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Havelland Einwohnerzahlen: Das Osthavelland wächst und wächst
Lokales Havelland Einwohnerzahlen: Das Osthavelland wächst und wächst
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07:00 29.01.2019
Nach Falkensee und ins übrige Osthavelland zieht auch viele junge Familien. Quelle: Tanja M. Marotzke
Havelland

Das östliche Havelland ist auch im vergangenen Jahr wieder deutlich gewachsen. Rund 1260 Menschen lebten zum Jahresende mehr im Osthavelland als noch im Januar. Damit hat das Wachstum jedoch einen kleinen Dämpfer bekommen. Denn im Jahr 2017 stiegen die Einwohnerzahlen insgesamt noch um 1400 Personen an.

Brieselang um 2,38 Prozent gewachsen

Mit Blick auf die prozentuale Steigerung der Einwohnerzahlen liegen Brieselang, Wustermark und Nauen erneut auf den ersten Plätzen. Konkret stieg die Zahl der Einwohner in der Gemeinde Brieselang um rund 2,38 Prozent an. Zum Jahresanfang 2019 lebten hier insgesamt 12 163 Menschen, 299 mehr als noch ein Jahr zuvor.

Betrachtet man die Ortsteile, hat vor allem Zeestow, mit einer Steigerung von 16,84 Prozent (120 Einwohner mehr), stark zum Wachstum der Gemeinde beigetragen. „Mit Blick auf die Baugebiete wird in den kommenden Jahren dort wohl ein weiterer Anstieg zu registrieren sein“, erklärte Brieselangs Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU).

Mit einem Wachstum von 1,74 Prozent belegt die Gemeinde Wustermark bei der prozentualen Steigerung Platz 2. Lebten hier Ende 2017 noch 9081 Menschen, waren es ein Jahr später bereits 9239. Die Stadt Nauen zählte im Dezember sogar 318 Einwohner mehr als noch vor einem Jahr. Das entspricht einem Zuwachs von 1,72 Prozent.

Ketzin lockt viele Rückkehrer

Ein kleines Wachstum konnte auch die Stadt Ketzin/Havel verzeichnen. Hier stieg die Einwohnerzahl um 0,09 Prozent auf nun 6580 Einwohner. Damit landet Ketzin im Ranking zwar auf dem vorletzten Platz der Kommunen im Osthavelland, Bürgermeister Bernd Lück (FDP) hat dennoch Grund zur Freude. „Seit etwa vier Jahren können wir feststellen, dass viele Kinder oder Enkelkinder nach erfolgter Ausbildung in ihre Heimat zurückkehren und sich insbesondere in den Ortsteilen ein Häuschen bauen“, so Lück. Häufig würden dafür die Grundstücke der Eltern oder Großeltern geteilt und bebaut.

Das habe gleich mehrere Vorteile. „Zum einen sind die Eltern oder Großeltern versorgt, zum anderen haben die jungen Familien auch ,Betreuungspersonal’ für ihre Kinder“, sagt der Bürgermeister.

Aufgrund der Grundstückspreissituation in Berlin aber auch in Potsdam werde der Druck auf den berlinnahen Raum und auch auf die Stadt Ketzin in den nächsten zwei bis drei Jahren weiter zunehmen. So wird die Stadt in diesem und dem nächsten Jahr unter anderem den Bebauungsplan „Baumschulwiese“ im Zentrum der Kernstadt umsetzen, bei dem rund 180 Wohneinheiten und Betreuungsplätze für Kinder und Senioren entstehen.

Wachstum auch außerhalb des Speckgürtels

Auch ferner des engeren Speckgürtels im Amt Friesack ist der Druck zu spüren. Hier stieg die Einwohnerzahl im vergangenen Jahr um rund 73 Personen auf nun 6660 Einwohner an. Das entspricht einer Steigerung von 1,11 Prozent.

Um 102 Einwohner ist auch Schönwalde-Glien gewachsen. Hier leben inzwischen 9675 Menschen. Dallgow musste im vergangenen Jahr, als einzige Kommune im Osthavelland, einen leichten Rückgang der Einwohnerzahlen um 42 Personen verzeichnen. Insgesamt lebten im Dezember 9992 Menschen in der Gemeinde.

„Dieser leichte Rückgang ist vor allem auf die Schließung der Flüchtlingsunterkunft zurückzuführen. Außerdem hatten wir bei einigen Baugebieten Verzögerungen, etwa durch die fehlende Lärmschutzwand entlang der B5“, erklärte Dallgows Bürgermeister Jürgen Hemberger (Freie Wähler).

Dadurch sei der Zuwachs in den vergangenen zwei bis drei Jahren geringer ausgefallen, als in den Jahren zuvor. Mit Blick auf derzeitigen Baumaßnahmen, etwa in der Bahnhofstraße und dem nassen Dreieck sowie in Neu-Döberitz dürfte sich dies aber wieder ändern.

Falkensee wächst nicht mehr so schnell

Etwas geringer ist der Zuwachs auch in Falkensee ausgefallen. Lebten Ende 2017 noch rund 44 017 Menschen in der Gartenstadt, waren es im Dezember 307 mehr, nämlich 44 324. Das entspricht einem Wachstum von rund 0,7 Prozent. Im Jahr zuvor stieg die Einwohnerzahl noch um rund 570 Personen. „Obwohl sich nur halb so viele Personen wie im Jahr 2017 in Falkensee niederließen, ist die Anzahl der Zugezogenen unter 18-Jährigen fast gleich geblieben“, erklärte Luisa Bellack von der Stadt Falkensee.

Dies verdeutliche, dass Falkensee als Wohnort für Familien beliebt ist. Der Zuzug liegt dabei schwerpunktmäßig in Seegefeld (60 Prozent des gesamten Zuzugs), vermutlich bedingt durch den Neubau am Akazienhof. Dort sind im vergangenen Jahr sechs Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 144 neuen Wohnungen entstanden.

Von Danilo Hafer

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