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Havelland Das Pflasterhandwerk: Eine Zunft mit Zukunft
Lokales Havelland Das Pflasterhandwerk: Eine Zunft mit Zukunft
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16:25 15.11.2016
Claudia Kintscher von der Fachgemeinschaft Bau und Straßenmeister Karsten Ziehm während des Aufbaus der Ausstellung. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Eine ganz besondere Kunst wird ab Mittwoch im Kulturzentrum Rathenow vorgestellt. Um 11 Uhr wird die Eröffnung der Schau mit dem Thema Pflastern stattfinden. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftswerk der Fachgemeinschaft Bau und der Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure der Bundesländer Berlin und Brandenburg und trägt den Titel „Pflasterhandwerk – Zunft mit Zukunft“. Vorgestellt werden soll das Berufsbild in seinen vielfältigen Facetten, auch den kulturellen und künstlerischen.

Ausbildung als Straßenbauer

„Pflastern ist nach wie vor eine Notwendigkeit – und eine Kunst dazu“, erklären die Organisatoren. Das präsentiere die Schau, indem sie die Einsatzbereiche dieses Handwerks an praktischen Beispielen aus dem Land Brandenburg aufzeige. Der Beruf des Pflasterers existiere in seiner ursprünglichen Form nicht mehr. Wer sich für eine Arbeit in diesem Bereich interessiere, für den komme eine Ausbildung als Straßenbauer in Frage. Das seien gefragte Fachkräfte, ihre Berufsaussichten seien so gut wie selten zuvor.

Schirmherrin ist Kathrin Schneider (SPD), Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Gezeigt wurde die Ausstellung schon in Brandenburg an der Havel, Wandlitz, Treuenbrietzen, Herzberg, auf der Messe „Denkmal 2016“ in Leizig, auf einer Tagung der Fachgemeinschaft Bau und nicht zuletzt im Ministerium der Schirmherrin. In Rathenow wird sie bis zum 18. Dezember zu sehen sein. Im neuen Jahr wird sie an zwei Orten in Berlin gezeigt und dann bis 2018 zu einer Rundreise durch westliche Bundesländer ausgeliehen.

Arbeitsgeräte aus dem Straßenbau als Sammlerobjekte

Dass die Präsentation nach Rathenow kam, ist Karsten Ziehm, dem Leiter der hiesigen Straßenmeisterei des Landesbetriebs Straßenwesen, zu verdanken. Weil er in seinem Betrieb alte Arbeitsgeräte sammelt und pflegt, hatte man ihn darum gebeten, einige zur Ausstellung beizutragen. Hämmer, ein Richteisen, eine Bordzange und eine große Explosionsramme aus seinen Beständen können im Kulturzentrum betrachtet werden. „Ich denke, dass es in Rathenow und Umgebung viele Fachleute und interessierte Laien gibt“, sagt Karsten Ziehm, „die sich die Ausstellung gern anschauen möchten.“ Selbst Straßenbaumeister, war es ihm wichtig darauf hinzuweisen, dass aus seiner Sicht wieder mehr Natur- als Kunststein verarbeitet werden sollte. Naturstein sehe sehr schön aus, erklärte er, und halte bis zu dreimal länger als Kunststein.

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung ehrt der Vorstand des Landesbetriebs Straßenwesen den Sieger des Wettbewerbs „Kreisverkehr des Jahres 2016“. Im vergangenen Jahr hatte der Kreisel an der Curlandstraße in Rathenow den Titel bekommen.

Von Bernd Geske

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