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Das Sterben als Teil des Lebens begreifen

Havelländische Hospizwoche Das Sterben als Teil des Lebens begreifen

Es ist der Wunsch vieler Menschen, die letzte Reise in ihrem eigenen Zuhause anzutreten. Dies zu ermöglichen, ist das Ziel des ambulanten Hospizdienstes Havelland „Leben bis zuletzt”, der zum Diakonischen Werk Havelland gehört. Seit Jahren setzen sich die rund 40 ehrenamtlichen Helfer für sterbende Menschen ein. Nun steht die Havelländische Hospizwoche 2016 an.

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Sterbebegleitung wird eines der Themen sein, um die sich die Hospizwoche dreht.

Quelle: dpa

Havelland. „Kein Platz sonst auf der Welt eignet sich so gut zum Sterben wie der, an dem man gelebt hat“, sagte einst die Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross. Es ist auch der Wunsch vieler Menschen, die letzte Reise in ihrem eigenen Zuhause anzutreten. Dies zu ermöglichen, ist das Ziel des ambulanten Hospizdienstes Havelland „Leben bis zuletzt”, der zum Diakonischen Werk Havelland gehört. Seit Jahren setzen sich die rund 40 ehrenamtlichen Helfer für sterbende Menschen ein. Sie verschenken aber nicht nur ihre Zeit an Sterbende und deren Angehörigen, sie tragen auch dazu bei, dass das Thema Tod wieder ins Bewusstsein der Gesellschaft rückt.

„Leben bis zuletzt“

Dazu soll auch die Havelländische Hospizwoche mit verschiedenen Veranstaltungen im gesamten Landkreis beitragen. „In einer leistungsorientierten Gesellschaft werden der Tod und das Sterben gern verdrängt. Obwohl es das einzig Gewisse in unserem Leben ist. Wir wollen das Thema ins Bewusstsein rücken und zugleich auf unsere Arbeit aufmerksam machen“, erklärt Petra Nimz, die den ambulanten Hospizdienst seit 15 Jahren leitet. Die Hospizwoche 2016 beginnt am Montag, 18. April um 18 Uhr mit einem Diskussionsabend in der Kellergaststätte in Wagenitz.

Ehrenamtliche berichten dabei aus ihrem Alltag als Helfer, erzählen von ihren Erfahrungen und beantworten die Fragen interessierter Gäste. Am Dienstag, 19. April referiert Pfarrer Hans-Dieter Kübler um 18 Uhr in der Sozialstation in Friesack über das Thema „Angewiesenheit – eine Erfahrung menschlicher Wirklichkeit“. In Rathenow ist am Mittwoch, 20. April Dr. Iris Zellmer in der Begegnungsstätte „Insel“ in der Mittelstraße 8 in Rathenow zu Gast. Sie spricht darüber, wie man Trauernden begegnet. Fragen wie: Was tut gut? Was tut weh? Was soll man sagen und wie verhält man sich richtig? sollen beantwortet werden.

Wie begegnet man Trauernden?

Nataša Rikanovic und Laurin Singer nähern sich dem Thema auf ganz persönliche Weise. Die beiden Schauspielerinnen zeigen am Donnerstag, 21. April in der Begegnungsstätte „Arche“, Bergstraße 2 in Premnitz eine Theatercollage. Unter dem Motto „Du bist dann mal weg...“ spielen sie literarische Szenen, Dialoge vom Gehen und Bleiben und lassen dabei eigenen Erfahrungen als Klinik-Clown und Seelsorgerin einfließen.

Den Abschluss der Hospizwoche bilden Texte, Gedichte und Szenen vom Lieben und Leben bis zum Schluss: Laurin Singer wird am Samstag, 23. April um 17 Uhr in der Kirche St. Konrad von Parzham in Falkensee rezitieren und spielen. Die Gäste erwartet ein literarischer Freuden- und Totentanz durch die Weltliteratur. Alle Veranstaltungen sind öffentlich, interessierte Gäste sind herzlich willkommen.

Von Christin Schmidt

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