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„Das geilste kleine Festival“

Friesack „Das geilste kleine Festival“

Zum 19. Mal fand auf dem Gelände der Freilichtbühne das Frierock-Festival statt, das jedes Mal von vielen Ehrenamtlichen vorbereitet wird. Erneut boten die Veranstalter einen bunten Musik-Mix, der beim Publikum ankam – von Hiphop bis Hardcore-Metal. Viele Gäste loben vor allem die lockere und familiäre Atmosphäre der Veranstaltung.

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Zu den 13 Bands, die beim Festival auftraten, gehörten auch die Musiker von The Wake Woods aus Berlin.

Quelle: Andreas Kaatz

Friesack. Die Kennzeichen der Autos vorm Festivalgelände zeigen es bereits an: Auch 2017 kommen die Besucher des Frierock-Festivals von überall her – ob aus Mecklenburg-Vorpommern, aus Neuruppin oder aus Halle. „Selbst aus England haben wir jemanden hier“, sagt Mitorganisator Valentin Franklyn. „Der ist auf der Durchreise.“

Schon zum 19. Mal wird das Festival auf der Freilichtbühne in der Vietznitzer Straße ausgerichtet. Am Freitagnachmittag ging es los. Wie war der Auftakt? „Eine harte Nacht, es ging bis in die frühen Morgenstunden“, sagt Franklyn schmunzelnd. Sechs Bands haben hintereinander bis 2 Uhr morgens gespielt, bei der Aftershow kam die Musik dann „vom Band“. Franklyn ist mit der Resonanz zufrieden.

Dem Publikum gefällt es, so wie Friederike. „Das ist hier alles sehr familiär, locker und gemütlich. Das geilste kleine Festival, bei dem ich je war“, sagt die 23-Jährige, die aus Neuruppin stammt und das zweite Mal dabei ist. Genauso alt ist Sophie, sie besucht Frierock aber schon das siebte Mal, hat die Entwicklung miterlebt. „Hier wird sich auch um die Leute gekümmert.“ Und die Veranstalter würden auf die Besucher hören. Als eine Zeit lang mal Goa (eine Art Techno) gespielt wurde, sei das nicht so gut angekommen beim Publikum und man habe dann darauf verzichtet.

Locker ging es auch am Tage zu, etwa beim Fußballturnier mit ganz speziellen Regeln

Locker ging es auch am Tage zu, etwa beim Fußballturnier mit ganz speziellen Regeln.

Quelle: Andreas Kaatz

Ansonsten lebt das etablierte Festival von seiner Musikmischung, bei deren Auswahl die Veranstalter in der Regel ein glückliches Händchen besitzen. „Wir wollen Bands, die noch keiner kennt, und das Publikum damit überraschen. Die Besucher vertrauen jedes Mal darauf, dass wir gute Musik anbieten“, sagt Franklyn. Er und seine Mitstreiter wählen aus 500 bis 600 Bands aus, die sich bewerben. Nach einem monatelangen Auswahlverfahren bleiben am Ende 13 übrig. Darunter sind auch die Berliner Glam-Punker von Eat Lipstick mit ihrer Bühnenshow oder die Rostocker Band Loopmilla, die HipHop auf die Bühne brachten. Selbst Hardcore-Metal fehlte beim Festival nicht.

Das Ergebnis kommt auch diesmal bei Lossi (34) aus Potsdam wieder gut an: „Die Musik ist breit gefächert. Ich bin mindestens schon das zehnte Mal hier, treffe Freunde.“ Wie er schätzt auch Meule (30) die familiäre Atmosphäre: „Toleranz und Akzeptanz wird hier großgeschrieben“, meint der.

Kein Wunder, dass Franklyn feststellen kann: „Es ist wieder gut besucht.“ Rund 500 Musikfreunde haben ihre Zelte auf der Freilichtbühne aufgeschlagen. Zum 20. Festival im nächsten Jahr planen die fleißigen Organisatoren ein Best Of, wollen die tollsten Frierock-Bands wieder nach Friesack holen. Und daneben wird es sicherlich erneut ein schönes Rahmenprogramm geben. Der große Renner ist seit drei Jahren die rustikale Wasserrutsche am Hang. Für die Kleinsten gibt’s die Frierock-Racker-Zone, ein kleiner Spielbereich. „Seit wir das haben, kommen auch mehr Familien.“

Von Andreas Kaatz

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