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Havelland Kehraus: Rückbau auf Weinberg und Optikpark
Lokales Havelland Kehraus: Rückbau auf Weinberg und Optikpark
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00:33 15.10.2015
Der Abbau des Mobiliars ist in vollem Gange. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Auf den ersten Blick scheint es, als seien die Heinzelmännchen am Werk gewesen – jene sagenhaften Hausgeister, die nachts, wenn die Bürger schlafen, deren Arbeit verrichten. Wie sonst ist es zu erklären, dass das große Cateringzelt im Optikpark, in dem am Sonntagmittag noch Dutzende Buga-Gäste vor ihren dampfenden Tellern saßen, am Montagmittag wie leer gefegt aussieht. Stühle und Tische liegen zum Abtransport bereit, die Sonnenschirme der Außenterrasse sind verladen und das ganze Geschirr wurde ordentlich in Kisten und Kartons verpackt.

Natürlich waren es keine Geister, die dies erledigt haben, sondern Menschen aus Fleisch und Blut. Ihre Aufgabe ist es, die Flächen, auf denen die Gartenschau stattfand, so schnell wie möglich in seinen Ursprungszustand zurück zu versetzen. Beim Mobiliar des Caterers ist die Sache klar – der räumt seine Sachen selber weg. Und weil ja schon die Folgeaufträge warten, geben die Mitarbeiter beim Abbau richtig Gas. „In zwei, drei Tagen wird von dem Zelt im Optikpark und dem Pavillon am Fuße des Bismarckturms nichts mehr zu sehen sein“, sagt Andreas Kenzler, der für die Buga darauf achtet, dass der Rückbau geordnet über die Bühne geht.

Offizielle Übergabe der Flächen am 31. Dezember

Am 31. Dezember werden die Flächen vom Buga-Zweckverband offiziell an die Stadt zurückgegeben. Die großen Klamotten werden dann längst abgeräumt sein – Kassenhäuschen, Pavillons, Imbiss- und Eisbuden. Die Sanitärcontainer etwa wurden bereits in der Nacht zum Montag verladen und zu neuen Bestimmungsorten verfrachtet – wegen des Flüchtlingszustroms sind die Module heiß begehrt.

Die Jungpflanzenbeete unterhalb des Bismarckturms werden geräumt. Hier soll Rasen gesät werden. Quelle: Markus Kniebeler

Während der Abbau eine Sache von wenigen Tagen ist, wird die Aufbereitung der Flächen etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Dort, wo das Catering-Zelt und die Pavillons des I-Punkt Grün standen, muss der Boden wieder hergerichtet und Rasen gesät werden. Die Blumen auf den Wechselflorflächen, die ohnehin in Kürze verblühen würden, werden entsorgt. Stauden und mehrjährige Pflanzen allerdings bleiben im Boden oder werden versetzt, und sollen die Besucher im kommenden Jahr wieder erfreuen.

Komplett verschwinden werden die Dahlienarena und der Jungpflanzenbereich unweit des Bismarckturmes. Die Flächen werden, wie von Beginn an vorgesehen, eingeebnet in Rasenareale zurückverwandelt. Die Rhododendren im gleichnamigen Tal bleiben indes stehen und werden – wenn niemand sie beschädigt oder gar entwendet – noch etliche Jahre prächtig blühen. Auch der Senkgarten am Fuße des Bismarckturmes wird in seiner jetzigen Form erhalten bleiben.

Und was passiert mit dem Zaun, der auf dem Weinberg errichtet wurde? Der stabile Stabgitterzaun, der das Spielparadies Echsenland umschließt, soll wie geplant stehen bleiben und so erweitert werden, dass auch Senkgarten und Bismarckturm vor Vandalismus geschützt sind. Der Maschendrahtzaun, der das gesamte Buga-Areal auf dem Weinberg umschließt, bleibt aller Voraussicht nach auch stehen. Aber die Tore werden geöffnet – wer auf den Weinberg will, muss – wie vor der Buga – keinen Eintritt zahlen.

Von Markus Kniebeler

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