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Havelland Das große Saubermachen nach dem Sturm
Lokales Havelland Das große Saubermachen nach dem Sturm
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00:28 28.08.2015
Ortsbürgermeister Joachim Klenke vor Überresten des schweren Sturms. Quelle: Markus Kniebeler
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Göttlin

Gäbe es die Straße nach Rathenow nicht, dann wäre Göttlin am vorvergangenen Samstag von der Außenwelt abgeschnitten gewesen. Der Sturm, der am 15. August über das Dorf hinweggefegt war, hatte ganze Arbeit geleistet. Die Straße nach Grütz: wegen umgestürzter Bäume unpassierbar. Der Weg durch den Wald Richtung Schollene: kein Durchkommen. Und der Havelland-Radweg ist heute noch wegen der Aufräumarbeiten gesperrt: sowohl in Richtung Steckelsdorf als auch in Richtung Grütz.

Aber nicht nur im Wald haben die orkanartigen Böen große Schäden angerichtet. Auch auf vielen privaten Grundstücken stürzten Bäume um, brachen Äste ab, wurden Baumkronen abgerissen. „Wenn man durchs Dorf geht, entdeckt man fast auf jedem Grundstück irgendein Überbleibsel des Unwetters“, sagt Ortsbürgermeister Joachim Klenke.

Der Havelland-Radweg zwischen Steckelsdorf , Göttlin und Grütz ist wegen Beseitigung der Sturmschäden immer noch gesperrt. Quelle: Markus Kniebeler

Wer nicht weiß, wohin mit diesem Bruchholz, der sollte sich den kommenden Samstag vormerken. Dann fährt ein Mitarbeiter der Firma Schilling Holzbrennstoffe mit einem Laster durchs Dorf und holt Holz, das von Hausbesitzern bis 8 Uhr an den Straßenrand gelegt wird, unentgeltlich ab. Firmenchef Holger Schilling, der in Göttlin wohnt, hat die Aktion mit Joachim Klenke abgesprochen. „Wir sind derzeit ohnehin mit schwerem Gerät im Göttliner Wald zugange, um aufzuräumen“, so Schilling. Da falle es nicht ins Gewicht, wenn man die Überreste des Sturm von privat gleich mitnehme – Äste, Stämme, abgesplittertes Material. Vor allem für die sperrigen Kronen hätten die wenigsten Verwendung. „Die packen wir mit dem Kran auf den Laster und weg sind sie“, sagt Schilling. Dann müsse niemand den Kram aufwendig entsorgen oder im Garten vor sich hinmodern lassen.

Joachim Klenke ist dankbar für dieses Angebot. Einige Göttliner hätten ihn bereits nach Entsorgungsmöglichkeiten gefragt. Da kam da Angebot von Holger Schilling gerade recht. „Keine Anmeldung, kein bürokratischer Aufwand, keine Kosten – da kann man nicht nein sagen.“ Klenke freut sich, dass in solchen Situationen die Dorfgemeinschaft funktioniert und einer dem anderen hilft. Gleich nach dem Sturm hätten die Göttliner sich gegenseitig beim Aufräumen und Reparieren unterstützt. Das mache ihn als Ortsbürgermeister fast schon ein bisschen stolz. Allerdings müsse es jetzt nicht jedes Jahr ein solches Unwetter geben, um die Dorfgemeinschaft zu stärken. „Wir halten auch so zusammen“, sagt er. „Auf Stürme dieser Größenordnung verzichten wir gern.“

Bruchholz wird abgeholt

Göttliner, die nach dem Sturm ihr Bruchholz loswerden wollen, sollten dieses bis Samstag, 8 Uhr, an den Straßenrand legen. Natürlich sind die Holzhaufen so zu platzieren, dass der Verkehr nicht behindert wird.

Das Holz wird im Laufe des Samstages von der Firma Schilling abgeholt. Kosten fallen nicht an.

Abgeholt werden Bäume, Äste, Wurzeln, Kronen. Liegen gelassen wird alles, was mit dem Sturm nichts zu tun hat: also Gartenabfälle, Rasenschnitt und ähnliches.

Von Markus Kniebeler

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