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Das hohe Lied auf die Tomate

Großderschau Das hohe Lied auf die Tomate

Zum Museumstag widmet der Kolonistenhof Großderschau mit seinem Heimatmuseum das Fest einer Frucht oder einem Gemüse. In diesem Jahr stand und steht die Tomate im Mittelpunkt.

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Jörg Dietrich Thiele vom Heimatverein Großderschau brachte beim Frühlingsfest auf dem Kolonistenhof gemeinsam mit Anauk (9 Jahre) die letzten Tomatenpflanzen in die Erde.

Quelle: Norbert Stein

Großderschau. Kartoffeln, Rüben, Möhren und Kohl waren schon die Protagonisten. Jedes Jahr zum Internationalen Museumstag pflanzen die Mitglieder des Heimatvereins Großderschau bei einem Frühlingsfest auf dem Acker ihres Kolonistenhofes eine andere Gemüseart. „Das Anliegen ist, den Besuchern als Ergänzung zum Kolonistenmuseum zu zeigen, wie Landwirtschaft früher funktionierte“, sagt Jörg Dietrich Thiele. Dazu gehöre auch der traditionelle Gemüseanbau in der Region.

22 verschiedene Sorten

Bereits im März hat Jörg Dietrich Thiele dafür 22 verschiedene Tomatensorten gesät und anschließend die kleinen Pflanzen im Gewächshaus aufgezogen. Von jeder Sorte vier Pflanzen – diese wurden nun auf dem Freigelände des Kolonistenhofes ausgepflanzt. Die letzten 12 Buschtomatenpflanzen setze er beim Frühlingsfest in die Erde.

Füße nass, Kopf trocken

Tomaten mögen nasse Füße und einen trockenen Kopf. Sie werden deshalb nicht von oben gewässert, erklärte Thiele den Besuchern warum er die Hügel aus Kompost mit einem Foliendach überspannt hat. Black Cherry, Oxenherz und Tigarella sind einige Sorten die nun auf dem Kolonistenacker heranwachsen und reichlich Früchte tragen sollen. „Wir hoffen auf eine gute Ernte“, sagte Thiele noch, der beim Frühlingsfest ein gefragter Gesprächspartner war.

Immer mal was Neues

„Die Akteure vom Kolonistenhof lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen. Und das ist gut so“, sagte gestern beim Frühlingsfest Gerhard Wilke aus Schönermark, Er und seine Frau Waltraud seien schon oft in Großderschau gewesen und kommen immer wieder gerne zu Veranstaltungen auf den Kolonistenhof, wo die Jagdhornbläser Havelland, die Rhinluchmusikanten, die Buttermacher des Heimatvereins und die Fliedertänzer aus Friesack mit einem Showprogramm für Unterhaltung sorgten.

Am Stand der Rohrweberei Pritzerbe konnten Besucher Webrahmen für Kinder anfertigen

Am Stand der Rohrweberei Pritzerbe konnten Besucher Webrahmen für Kinder anfertigen.

Quelle: Norbert Stein

Der Kolonistenhof sei für das Ländchen Rhinow eine schöne touristische Bereicherung, sagte Guido Quadfasel, Bürgermeister der Gemeinde Havelaue bei seinem Frühlingsfestbesuch. Kurzweil und Unterhaltung fanden die Besucher auch auf dem Bauern- und Handwerkermarkt mit über 20 Akteuren. Ofenbauer Wolfgang Müller saß vor einem mit Lehm gefüllten Mauerkasten und plauderte mit Besuchern über alte Kacheln und Kamine. Wolfgang Wagner von der Rohrweberei Pritzerbe zeigte, wie Webrahmen für Kinder angefertigt werden. Wilhelm Hoffmann ließ sich beim Besen binden zuschauen und Mario Kalg erzählte von zwölf neuen Stuten, die seit einigen Tagen das tierische Leben auf dem Alpaka-Hof Rübehorst bereichern.

Von Norbert Stein

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