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Das sagen die Bürgermeister-Kandidaten

Stichwahl in Falkensee am 11. Oktober Das sagen die Bürgermeister-Kandidaten

In Falkensee ist die Entscheidung, wer die Stadt in den kommenden acht Jahren führen wird, vertagt worden. Die Wahl am Sonntag brachte kein endgültiges Ergebnis. Lesen Sie hier, was die Bürgermeister-Kandidaten zum Wahlausgang sagen und wie sie ihre Chancen einschätzen.

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Amtsinhaber Heiko Müller (SPD) am Sonntag im Falkenseer Rathaus.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. „Die Wahl zeigt ganz klar, dass über 60 Prozent der Falkenseer Heiko Müller nicht mehr als Bürgermeister haben wollen. Für mich bedeutet das Ergebnis jetzt zwei weitere spannende Wochen Wahlkampf“, sagte CDU-Bewerberin Barbara Richstein am Sonntagabend gegenüber der MAZ. „Wir werden und als Partei zusammensetzen und beratschlagen was in den nächsten Wochen passieren wird.“ Stichwahl-Konkurrent Heiko Müller (SPD) traf zu seinem weiteren Vorgehen bereits konkrete Aussagen: „Der Wahlkampf geht weiter. Neue Themen werde ich nicht setzen, denn es kommt jetzt viel mehr darauf an, die Menschen zu mobilisieren.“

>>> MAZ-Kommentar:
Jetzt steigt die Spannung

Nach der Wahl am Sonntag steht fest: Zwischen Amtsinhaber Heiko Müller und seiner stärksten Konkurrentin Barbara Richstein kommt es, wie erwartet, am 11. Oktober zu einer Stichwahl. Dann entscheidet sich, wer den begehrten Chefposten im Falkenseer Rathaus für die nächsten acht Jahre besetzen wird.

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Nach 18 Uhr ging es erst richtig zur Sache. Es wurde gezählt, gefiebert und gefeiert

Quelle: Tanja M. Marotzke

Mit 7028 Wählerstimmen und 38,8 Prozent holte Heiko Müller gestern zwar die meisten Stimmen, konnte eine absolute Mehrheit jedoch nicht erreichen. Barbara Richstein, die Sonntagvormittag noch am Berliner Marathon teilnahm, erhielt 32,6 Prozent. Ursula Nonnemacher (Grüne) lag mit 13,4 Prozent vor Andreas Breinlich (AfD), der 9,5 Prozent der Stimmen bekam. Abgeschlagen mit 5,7 Prozent – Norbert Kunz (Linke).

Gegen 20.30 Uhr verkündete Wahlleiter Sebastian Pioch das vorläufige Endergebnis. Bereits im Vorfeld hatte Pioch mit einer schnellen Auszählung ohne größere Probleme gerechnet. „Dieses Mal war es ja wirklich ein harmloses und gut zu überblickendes Zählprozedere. Da gab es schon ganz andere Wahlen.“

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Bürgermeisterwahl: Mehr als 35.000 Falkenseer konnten am Sonntag ihre Stimme abgeben. Die MAZ war in Wahllokalen in der Stadt unterwegs und hat Helfer und Wähler getroffen.

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Mehr als 35.000 Stimmberechtigte hatten am Sonntag die Möglichkeit in 39 Wahllokahlen oder per Briefwahl über ihren Favoriten abzustimmen. Nur 51,9 Prozent nutzen ihre Chance auf Mitbestimmung.

In der Kita „Sonnenstrahl“, in der es am vergangenen Wochenende noch gebrannt hatte, herrschte am Nachmittag zwar reger Betrieb, „die Beteiligung hält sich aber leider in Grenzen“, so Uwe Abel. Für den Falkenseer, der bereits zum dritten Mal als Wahlhelfer im Einsatz ist, und seine beiden Töchter Bianka und Maike sehen ihre freiwillige Hilfe als selbstverständlich an. „Es ist ja auch eigentlich mehr wie ein Familienausflug“, lacht Bianka Abel. „An einem Sonntag mal fünf Stunden zu opfern, finde ich nicht schlimm“, so die politikinteressierte Schülerin. Leute, die nicht an der Wahl teilgenommen haben, kann die Familie nicht verstehen. Ebenso, wie Barbara Wöhlmann: „Man geht wählen, weil es sich so gehört“, so die 68-Jährige mit ernstem Blick. „Es ist schade, dass die Menschen gerade bei direkten Wahlen ihre Möglichkeit etwas zu bewirken verstreichen lassen“, sagt auch Stichwahl-Kandidatin Barbara Richstein.

Am Nachmittag verbanden viele ältere Ehepaare und junge Familien den Sonntagsspaziergang mit dem Gang zur Wahlurne. Reges Treiben herrschte unter anderem auf dem sonntags normalerweise verwaisten Gelände der Lessing Grundschule im Ortsteil Finkenkrug. Larissa Hammerling kam gemeinsam mit ihren Eltern. „Es ist nicht meine erste Wahl“, so die erst 17-jährige Schülerin.

Von Laura Sander

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