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Havelland Dealer-Ring in Falkensee ausgehoben
Lokales Havelland Dealer-Ring in Falkensee ausgehoben
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15:34 06.11.2013
Holger Kutzschebauch, Chefermittler in der Polizeidirektion West, präsentiert den Drogenfund. Quelle: Julian Stähle
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Falkensee/Potsdam

Der Polizei ist in Falkensee offenbar ein Schlag gegen den organisierten Drogenhandel gelungen. Im havelländischen Falkensee haben die Ermittler einen mutmaßlichen Dealer-Ring ausgehoben und kiloweise Drogen beschlagnahmt. Laut Ermittlern handelt es sich um den bisher größten Drogenfund in der zweijährigen Geschichte der Polizeidirektion West:

Gegen zwei Tatverdächtige – ein 27 Jahre alter Falkenseer und ein 34 Jahre alter Berliner – habe das Amtsgericht Potsdam Haftbefehl erlassen, teilte Direktionschef Peter Meyritz am Mittwoch in der Landeshauptstadt mit. Beide Haupttäter sitzen seit Ende letzter Woche in Untersuchungshaft.

Es ist der bisher größte Drogenfund in der zweijährigen Geschichte der Polizeidirektion West: Im havelländischen Falkensee haben die Ermittler einen mutmaßlichen Dealer-Ring ausgehoben und kiloweise Kokain, Cannabis und Aufputschmittel beschlagnahmt.

Mehr als 40 Ermittler waren den professionell organisierten Händlern bereits seit einem Jahr auf der Spur. In der vergangenen Woche konnte eine Drogenübergabe von einem Kilo Gras dokumentiert werden – und die Fahnder schlugen zu. In einer Bunkerwohnung im Berliner Stadtbezirk Spandau wurden daraufhin mehr als elf Kilo Cannabis, ein Kilo Amphetamine sowie 200 Gramm Kokain sowie 76.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. Der Verkaufswert beläuft sich den Angaben zufolge auf mehr als 180.000 Euro. Auch gegen zwei weitere 30 Jahre alte Männer wird ermittelt.

Der lange Ermittlungszeitraum erkläre sich mit der akribischen Ermittlungsarbeit, hieß es. Alle Eventualitäten mussten beweissicher belegt werden. "Wenn wir die Wohnung des 27-Jährigen in Falkensee durchsucht hätten, hätten wir nicht ein Gramm gefunden", sagte Kripo-Chefermittler Holger Kutzschebauch. Erst habe die Bunkerwohnung in Berlin-Spandau gefunden werden müssen.

Dort seien die Drogen auf engsten Raum in einem Kühlschrank, Tresor und wegen des starken Gras-Geruchs auf dem Balkon gelagert gewesen. Zudem seien unzählige schwarze Tragetaschen und 35 Mobiltelefone gefunden worden, erklärte Kutzschebauch. Der Zugriff sei ein harter Schlag gegen eine florierende Drogenszene im Havelland, bemerkte Meyritz. Wegen der Nähe zu Berlin würden andere versuchen, den Markt des mutmaßlichen Drogendealerrings zu übernehmen.

Ein ähnlich gelagerter Fall war erst am Montag in Oranienburg bekannt geworden. Dort war ein junges Ehepaar (35 und 21 Jahre alt) von der Polizei festgesetzt worden. Im Auto der beiden fanden die Beamten 200 Gramm Marihuana und 100 Gramm Amphetamine. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des Ehepaars und weiterer Objekte in Berlin und Oranienburg fanden die Polizisten weitere sieben Kilo Marihuana, 1,2 Kilogramm Amphetamine sowie Kokain, Ecstasy-Tabletten und mehr als 5000 Euro in bar. Ein 47-jähriger Berliner wurde in diesem Zusammenhang in Berlin festgenommen. Gegen das Paar erließ die Haftrichterin Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des gemeinschaftlichen Drogenhandels. Die beiden Fälle stehen nach jetzigen Erkenntnissen allerdings nicht im Zusammenhang.

MAZonline

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