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Debatte um Kita-Standort

Elstal Debatte um Kita-Standort

Die Gemeinde Wustermark wächst – 80 fehlende Kitaplätze sind vorhergesagt. Nun wird um den Standort für eine neue Kindertagesstätte in Elstal gerungen. Mehrere Varianten sind möglich.

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Elstal wächst – und soll eine neue Kita erhalten.

Quelle: dpa

Wustermark. Eine Vorentscheidung in der Standortfrage der neu zu bauenden Kindereinrichtung in der Gemeinde Wustermark ist gefallen. Klar ist, sie wird in Elstal gebaut. Wo genau, dass soll letztlich in einem Interessenbekundungsverfahren ermittelt werden. Die Gemeindevertreter verständigten sich Dienstagabend auch die Favoriten: nördlicher Radelandberg und nördliche Heidesiedlung.

Wobei die Heidesiedlung, wo etwa 300 Wohnungen entstehen, eigentlich schon aus dem Rennen schien, weil die in Frage kommende Fläche bereits von der DKB schon verkauft wurde. „Aber der neue Eigentümer hat der Gemeinde signalisiert, dass er besagte Fläche für eine Kita freigeben würde“, sagte Uwe Schollän von der Gemeindeverwaltung. Da die Gemeinde Wustermark die neue Kita sowieso gern von einem privaten Träger betreiben und auch von Privathand bauen lassen will (es fehlen der Gemeinde sowohl das Geld als auch die Kapazitäten in der Verwaltung, um die Kita selbst zu planen und zu bauen), ist die Heidesiedlung als Alternative für den Radelandberg nun vorgeschlagen worden.

Zuvor hatten Tobias Bank (Linke) und Thomas Karrei (Grüne) erneut den Standort des neuen Schulcampus in Elstal ins Gespräche gebracht. „Es wäre doch eine gute Sache, wenn Kita-Kinder und Schulkinder an einer Stelle zusammenkämen. Vielleicht sind dann Synergieeffekte möglich“, so Bank. Doch dieser Gedanke wurde abgelehnt, weil das Grundstück der Gemeinde gehört und dann eine zeitaufwändige Ausschreibung für den Bau erfolgen müsste, was bei einem Grundstück in Privatbesitz nicht notwendig sei. Außerdem hatte sich die Wustermarker Kita-Leiterin Petra Zemke aus pädagogischer Sicht gegen die so enge Verbindung zwischen kleinen und größeren Kinder ausgesprochen, erinnerte Elke Schiller (WWG).

Ein weiteres Argument für die Heidesiedlung und den Radelandberg ist deren zentrale Lage. „Gerade dort entstehen die meisten neuen Wohnungen in Elstal, so dass die Eltern und die Kinder kurze Weg in die Kita hätten“, sagte Matthias Kunze (SPD), Ortsvorsteher von Elstal.

Die vier kommunalen Einrichtungen in Elstal (2), Priort und Wustermark sind voll belegt, auch der Kindergarten in freier Trägerschaft in Elstal. 80 weitere Plätze in der Gemeinde Wustermark hat der Landkreis in seiner Kita-Bedarfsplanung 2017 festgeschrieben, weil es in nächsten Jahren einen enormen Einwohnerzuwachs im Zuge der neuen Wohngebiete Heidesiedlung und Olympisches Dorf Elstal geben wird. Nach langen Diskussionen im Bauausschuss sprechen sich die Wustermarker Gemeindevertreter dafür aus, möglichst eine Kita mit 100 Plätzen zu schaffen.

Von Jens Wegener

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