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Dem Herbst zeigen, was 'ne Harke ist

Stadthof holt Laub kostenlos ab Dem Herbst zeigen, was 'ne Harke ist

Die Grüne Lunge von Oranienburg färbt sich bunt. Rund 23 000 Bäume stehen an Straßen und Plätzen der Stadt zwischen Germendorf und Zehlendorf auf öffentlichen Flächen. Der Ortsteil mit dem dichtesten Baumbestand ist Lehnitz. Jetzt sind vier Fahrzeuge gleichzeitig im Einsatz, um das Laub abzuholen.

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Wer den Stadthofmitarbeitern helfen möchte, harkt das Laub der Straßenbäume zusammen.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Der Blätterschmuck, der Kinderherzen beim Sammeln und „Durchrascheln“ höherschlagen lässt, beschert den Stadthofmitarbeitern jedes Jahr durchschnittlich 7000 Kubikmeter Laub. Dabei beginnt die Saison für Laubsauger & Co. bereits im August. Wenn Lindenblüten von den Bäumen rieseln. „Allein davon sind in diesem Sommer 33 Kubikmeter angefallen“, so Stadthofchef Gerd Weidemann. In diesen Tagen beginnt die Laubsaison mit voller Wucht: „In Spitzenzeiten sind wir mit vier Fahrzeugen auf Achse, sammeln um die 155 Kubikmeter Blätter ein.“

Auf einem Areal an der Lehnitzstraße zwischengelagert, wird der zusammengerutschte Rest – in der Regel sind nach zwei Jahren von 7000 noch 2000 Kubikmeter übrig – durch eine Fachfirma entsorgt. Einsammeln und Abfuhr schlugen in der Saison 2012/13 mit 220 000 Euro im städtischen Etat zu Buche. Den wollte die Stadt entlasten und hatte im Frühjahr vorgeschlagen, mit einer Änderung der Straßenreinigungssatzung künftig die Anwohner für die Kosten der Laubentsorgung zur Kasse zu bitten. Vor allem in den Ortsteilen war gestritten worden, warum der Anwohner mit Bäumen vor der Tür zahlen muss, der ohne nicht. Der Bürgermeister zog den Antrag zurück. Damit bleibt den Oranienburgern vorerst der Service der kostenlosen Laubabfuhr erhalten. Ein Luxus im Vergleich zu anderen Kommunen oder Berlin.

Hauptproblem bei der Laubaktion, so Tiefbauamtsleiter Stephan Bernard, sei die Unsitte, Gartenabfälle darin zu „verstecken“, wie Rasenschnitt, Strauchwerk und Rosenzweige. Das behindert die Arbeit und macht die Technik kaputt. Bernard bittet zudem um Verständnis, „dass wir nicht überall gleichzeitig oder gar zweimal am Tag an einer Stelle Laub abholen können.“ Tourenpläne haben sich als nicht praktikabel erwiesen.

Die getrennte Entsorgung von miniermottenbefallenen Blättern in den Vorjahren zeigt Erfolge. „Die Kastanien sehen besser aus“, so der Stadthofchef. Auch die konzertierte Aktion von Kreis, Stadt und Forst gegen den Befall durch den Eichenprozessionsspinner sei eine Erfolgsgeschichte. Und die Grüne Lunge von Oranienburg wächst weiter: Vor allem einheimische Baumarten komplettieren die Straßenzüge. 120 sind allein in diesem Jahr gesetzt worden.

Von Heike Bergt

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