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Havelland Dem Radweg ein Stück näher
Lokales Havelland Dem Radweg ein Stück näher
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21:45 21.06.2016
Vom Havellandradweg auf der Schmergower Havelseite kommen viele Radwander nach Ketzin. Quelle: Wolfgang Balzer
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Ketzin/Etzin

Mit dem Rad von Etzin nach Ketzin/Havel zur Schule, zum Einkaufen, zum Arzt oder einfach nur zum Zeitvertreib – das ist heute schon möglich, aber gefährlich. „Besonders wochentags, wenn die vielen Laster unter anderem zur Deponie Vorketzin fahren, muss man auf der Straße sehr vorsichtig sein“, sagt die Etzinerin Gabriele Bieber-Langenströher. Handelt es sich bei der Straße doch um die Landesstraße 86, die von Nauen über Ketzin nach Golzow führt.

Um diese Gefahrenquelle abzuschwächen und gleichzeitig für die Radtouristen, die in Richtung Nauen unterwegs sind, die Tour zu erleichtern, gibt es in Ketzin/Havel seit vielen Jahren den Wunsch nach einem Radweg von Ketzin nach Etzin. Doch getan hat sich nichts. Denn bauen müsste eigentlich das Land als Eigentümer der Straße. Doch vom zuständigen Landesbetrieb Straßenwesen in Potsdam kamen nur Absagen aus Geldmangel. Daran werde sich auch in nächster Zeit nichts ändern, denn bis 2020 sind die Fördermittel ausgeplant, ließ Frank Schmidt vom Landesbetrieb wissen.

Also hat die Stadtverwaltung den ersten Schritt unternommen, dem Radweg ein Stück näher zu kommen. Man beauftragte die Ingenieurgruppe Steinbrecher & Partner (ISP) aus Rathenow, zu untersuchen, wo ein möglicher Radweg entlang führen könnte. Das Ergebnis wurde am Montagabend im Bauausschuss vorgestellt und sorgte für eine positive Überraschung: Laut Jörg Schwenke von ISP scheint die Trassenführung kein Problem. „Wenn der Großteil des Radweges auf der Ostseite, also hinter den Bahngleisen, verlaufen würde, bräuchte man nur einmal die Gleise queren.“

Da es sich bei den betroffenen Grundstücken vor allem um landwirtschaftliche Flächen handele, müsste der Erwerb von jeweils etwa zwei Metern auch gelingen, so Frank Piper vom Ketziner Bauamt. Die von den Planern bevorzugte Route würde in Ketzin auf der Westseite (vor der Gärtnerei) beginnen. Noch vor dem Ortsausgang sollte der Weg die Landesstraße queren, wo er bis Etzin bleibt. Unklar ist die Anbindung von Vorketzin. Empfohlen wird ein etwa 100 Meter langer Stichweg von Vorketzin, um auf den Radweg zu gelangen. „Für den Wegebau müssten nur wenige Alleebäume in Ketzin fallen“, so Jörg Schwenke.

Zu den Kosten konnte er am Montag noch nichts sagen. Diese detaillierte Planung werde erst erfolgen, wenn die Stadtverordneten es wünschen. Frank Piper: „Auch wenn klar ist, dass die Stadt Ketzin/Havel diesen radweg niemals aus der eigenen Tasche bezahlen kann, möchten wir für den Fall der Fälle eine fertige Planung in der Schublade haben.“ Wenn das Land bis 2020 keine Mittel dafür hat, könnte es doch vielleicht andere Fördermittel von der EU geben. Der Etziner Rentner und Stadtverordnete Eckehard Roß wünscht sich nur, „dass ich auf diesem Radweg noch mal fahren werde.“

Von Jens Wegener

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