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Asyl-Demos am Sonntagabend bleiben friedlich

Für und gegen ein Asylbewerberheim in Nauen Asyl-Demos am Sonntagabend bleiben friedlich

In Nauen (Havelland) geht es seit längerem hoch her wegen des geplanten Baus eines Asylbewerberheims. Immer wieder gab es Anschläge auf das Parteibüro der Linken, die sich für ein Asylheim stark macht. Am Sonntagabend hatten Asyl-Gegner erneut zu einer Demo aufgerufen, etwa 20 Menschen zogen durch Nauen. Doch für die "Nein zum Heim"-Initiative gab es Gegenwind.

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Inklusion am Lagerfeuer

Am Rathaus versammelten sich Befürworter einer Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen.
 

Quelle: Privat

Nauen.  Erneut hatte die Initiative „Nein zum Heim“ in Nauen zu einer Demonstration aufgerufen. Am Sonntagabend gegen 18 Uhr hatten sich etwa 20 Teilnehmer am Bahnhof versammelt. Sie zogen in Richtung Innenstadt bis zur Mittelstraße und zurück. Diesmal war nicht nur der Zeitpunkt der Veranstaltung geändert – statt Freitag nun Sonntag – auch die Forderungen der Gruppe hatten eine etwas andere Ausrichtung.

Im Grunde wollen die Asylgegner, von denen viele der rechten Szene zuzuordnen sind, den Bau eines Asylbewerberheimes mit etwa 150 Plätzen im Waldemardamm in Nauen verhindern. Nachdem ein Bürgerbegehren den Grundstücksverkauf der Stadt an den Landkreis Havelland nicht verhindern konnte, forderten sie jetzt den Rücktritt des Nauener Bürgermeisters Detlef Fleischmann (SPD) und des Landrates Burkhard Schröder (SPD). Die Rede ist unter anderem von „undemokratischer Regierungsweise“ und von möglicher „Zwangsenteignung“.

Rund 20   Asylheimgegner liefen mit ihren Parolen  gegen ein Asylheim am Bahnhof  los

Rund 20 Asylheimgegner liefen mit ihren Parolen gegen ein Asylheim am Bahnhof los.

Quelle: Steven Schlott

Von diesen Sprüchen ließen sich die Befürworter einer Flüchtlingsunterkunft in Nauen nicht abschrecken. Wie die Male zuvor hatte die Initiative „Nauen für Menschlichkeit“ eine Gegendemonstration am Rathaus organisiert. Unter den 60 Mitstreitern waren Stadtverordnetenvorsteher Hartmut Siegelberg (SPD), Susanne Schwanke-Lück und Thomas Lück von den Linken, Anke Bienwald vom Verein Mikado sowie Vertreter der Piratenpartei und Nauens Bürgermeister. Detlef Fleischmann sieht die Sache gelassen: „Es war ja fast zu erwarten, dass diese Leute solche Forderungen aufstellen, wenn sie mit sachlichen Argumenten nicht weiterkommen.“

Die Polizei sicherte den Demonstrationszug der Asylheimgegner ab. Beide Demos waren gegen 19.15 Uhr beendet. Bis dahin blieb es friedlich.

Im Nachgang der bisherigen Protestaktionen war es wiederholt zu Anschlägen auf die Parteibüros der Linken und zuletzt auch der SPD in Nauen gekommen. Die Polizei konnte Täter aus der rechten Szene festnehmen.

Von Jens Wegener

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