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Demo in Nauen hat übles Nachspiel

Jugendhaus-Betreiber werden bedroht Demo in Nauen hat übles Nachspiel

Die Demonstration gegen ein geplantes Flüchtlingsheim am Donnerstag ist zwar friedlich verlaufen, hat aber ein böses Nachspiel. Die Polizei ermittet, weil ein Demonstrant den Hitlergruß gezeigt hat. Außerdem sind an einem Bus eines Jugendhauses Reifen zerstochen worden, die Täter haben außerdem eine ziemlich unmissverständliche Drohung hinterlassen.

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Bei der Demo gaben sich die Flüchtlingsheim-Gegner friedlich, der Aufzug hat aber ein böses Nachspiel.

Quelle: Marotzke

Nauen. Friedlich sind die Demonstrationen der Gegner und der Befürworter eines geplanten Asylbewerberheimes am Donnerstagabend in Nauen zu Ende gegangen. Das teilte die Polizei mit. Gegen 21.50 Uhr endete der Aufzug der Initiative Nein zum Heim am Bahnhof Nauen, wo er gegen 19.30 Uhr begonnen hatte. Die Gegenveranstaltung der demokratischen Fraktionen am Rathaus wurde um 21.30 Uhr beendet. Wie es weiter hieß, hatte eine Person im Demonstrationszug der Heimgegner im Bredower Weg den Hitlergruß gezeigt, es wurde eine Anzeige aufgenommen. Ansonsten sei der Aufzug ohne Vorkommnisse verlaufen, auch als er den Standort am Rathaus passiert hatte, wo er mit einem Pfeifkonzert der Heimbefürworter empfangen wurde.

Drohung mit Tröglitz - dem Ort, an dem ein Flüchtlingsheim brannte

Allerdings hatte Anke Bienwald vom Jugendförderverein Mikado am Freitagmorgen eine böse Entdeckung machen müssen. Am Mikado-Kleinbus, der die Nacht über auf dem abgeschlossenen Gelände am Familien- und Generationenzentrum stand, haben Unbekannte alle vier Reifen zerstochen. Außerdem hing an der Windschutzscheibe des Autos, das auch bei der Demo der Befürworter zum Einsatz kam, ein Zettel mit der Aufschrift: „Liebe Asylantenfreunde, Tröglitz ist auch hier. Bis bald!“

Für Anke Bienwald ist mit dem Zettel eine neue Stufe erreicht worden: „Wenn jemand mit Tröglitz droht, dann droht er mit etwas Schlimmem“, sagt sie und bedauert zudem, dass der Bus nicht mehr zur Verfügung steht. „Dadurch wird auch die Jugendarbeit geschädigt.“ So war für Freitag etwa geplant, mit Jugendlichen zur einer Veranstaltung nach Potsdam zu fahren. „Das mussten wir absagen“, sagt Anke Bienwald. Zudem wird der Kauf neuer Reifen den Verein viel Geld kosten.

Tröglitz, eine kleiner Ort in Sachsen-Anhalt, ist in der Vergangenheit wegen eines Konflikt um ein Flüchtlingsheim in die Schlagzeilen geraten. Demonstranten sind dort regelmäßig vor das Haus des Bürgermeisters Markus Nieth gezogen. Nieth trat zurück, weil er von Rechtsextremen immer wieder angefeindet worden war. Vor einigen Wochen verübten Unbekannte einen Anschlag auf das Flüchtlingsheim, in das 40 Menschen ziehen sollten. Der Dachstuhl brannte aus.

In Nauen haben am Donnerstag mehr als 100 Menschen gegen Rechtsextreme demonstriert. Diese protestierten gegen ein geplantes Asylbewerberheim, etwa 70 Menschen kamen zu ihrer Demo. Laut Polizei blieb es ruhig.

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Wie die Polizei mitteilte, sei wegen der Beschädigung des Mikado-Busses und wegen des Zettels der Staatsschutz verständigt worden, da man von einer politisch motivierten Straftat ausgeht. 

NPD plant Mahnwache

Die Polizei wird auch am kommenden Montag ein besonderes Auge auf Nauen haben. Dann hält die NPD ab 19 Uhr erneut eine Mahnwache am Denkmal für die Toten des Ersten Weltkrieges ab. Bereits ab 14 Uhr findet in der Gartenstraße das Toleranzfest statt, veranstaltet von Mikado und dem Humanistischen Freidenkerbund. 

MAZ

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Mehr als 100 Menschen demonstrieren für Toleranz und Offenheit

Rechtsextreme haben für Donnerstag in Nauen zu einer Demonstration gegen ein geplantes Asylbewerberheim demonstriert. Gekommen sind gerade einmal 70 Menschen. Mehr als 100 sind ihnen gegenüber gestanden und haben die Rechtsextremen ausgepfiffen. Zu Ausschreitungen ist es nicht gekommen.

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