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Havelland Demografie soll keine Einbahnstraße sein
Lokales Havelland Demografie soll keine Einbahnstraße sein
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10:56 19.02.2018
Landrat Roger Lewandowski (2.v.re.) mit Christine Herder (li.) und und Anja Bergmann vom Verein Gesund in die Zukunft, Bürgermeister Guido Quadfasel, Ortsvorsteher Silvio März und Amtsdirektor Jens Aasmann. Quelle: Norbert Stein
Spaatz

Landrat Roger Lewandowski (CDU) besuchte am Donnerstag das Amt Rhinow. Er informierte sich über Investitionen, touristische Entwicklungen und kommunale Vorhaben. Amtsdirektor Jens Aasmann (SPD) begleitete ihn bei seiner Tour, die in Hohennauen mit der Besichtigung der Sanierungsbaustelle Dorfkirche begann. Bevor es nach Stölln, Kleßen, Großderschau und Rhinow ging, begrüßte in Spaatz Ortsvorsteher Silvio März gemeinsam mit Anja Bergmann und Christine Herder vom Verein Gesund in die Zukunft den Landrat vor dem Dorfgemeinschaftshaus, wo sich schnell eine lebhafte Diskussion entwickelte.

Amtsdirektor zeigt Straßenlampen, die auf LEDs umgerüstet sind

Jens Aasmann machte den Landrat auf eine Straßenlampe aufmerksam, die auf LED-Beleuchtung umgerüstet wurde. Die Lampe spart Energie, beleuchtet die Straße mit matten Licht, strahlt aber nicht nach oben und nicht in die Fläche. So sei es gewollt und konform mit dem Sternenpark Westhavelland, erläuterte der Amtsdirektor. Bis auf drei Straßenlampen habe die Gemeinde Havelaue in allen Ortsteilen die Umstellung auf energiesparenden Leuchtmittel abgeschlossen, ergänzte Bürgermeister Guido Quadfasel.

Silvio März erläuterte, wie sich der Ortsbeirat die Entwicklung des Dorfgemeinschaftshauses vorstellt. Die jetzt noch mit Unkraut bewachsene Fläche mit einem Berg von Steinen und Sand in der Mitte soll zu einer Streuobstwiese werden. Realisiert werden soll das Vorhaben als Ausgleich für ein Bauvorhaben in Rathenow. Vorbereitende Gespräche mit dem Planer habe der Ortsbeirat bereits geführt, sagte Silvio März. Das Dorfgemeinschaftshaus wird seit vielen Jahren als Jugendclub und für Veranstaltungen genutzt, ist damit aber nicht ausgelastet.

Ein Wohnblock gegenüber könnte mit einbezogen werden

„Unsere Idee ist, das Objekt zu einem multiplen Gemeinschaftshaus zu entwickeln“, erklärte der Ortsvorsteher und nannte Arztsprechstunden, gesundheitliche Angebote und Vereinsleben als Nutzungsmöglichkeiten. Ein mehrstöckiger und nur noch gering vermieteter Wohnblock gegenüber könnte einbezogen und zu einem alters- und familiengerechten Wohnhaus entwickelt werden, nannte Silvio März eine weitere Vorstellung.

Anja Bergmann und Christine Herder berichteten dem Landrat vom Vorhaben des Vereins Gesund in die Zukunft, in Spaatz eine Waldkita eröffnen zu wollen. Der Verein möchte zur Nachmittagsbetreuung der Kinder ebenfalls das Gemeinschaftshaus nutzen. Der Landkreis gibt finanzielle Unterstützung. Dass Jung und Alt das Haus gemeinschaftlich nutzen sollen, gefällt dem Landrat und er sagte: „Demografie ist keine Einbahnstraße.“ Den Verein Gesund in die Zukunft forderte er auf, sich nicht von Problemen entmutigen zu lassen. Eine Waldkita sei eine interessante Angelegenheit,berichtete Roger Lewandowski aus seinen Erfahrungen in Falkensee, wo es bereits seit einigen Jahren eine solche Einrichtung gibt.

Von Norbert Stein

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