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Demokratisch, praktisch, gut

Gedankenaustausch über Vielfalt Demokratisch, praktisch, gut

Im Restaurant Schwedendamm gab es eine Veranstaltung zum Thema „Wie leben wir Vielfalt im Westhavelland?“. 40 Teilnehmer suchten Ideen über das Zusammenleben von jungen und alten Menschen und von Einheimischen und Flüchtlingen. 

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Diskussion mit Coach Yaari Pannwitz aus Berlin.

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. Demokratie lebt vom Mitmachen. Das fanden auch die rund 40 Teilnehmer, die sich am Samstag im Havelrestaurant "Schwedendamm" zusammenfanden. "Demokratisch, praktisch, gut... Wir leben wir Vielfalt im Westhavelland?", lautete das Motto des vom Lokalen Aktionsplan (LAP) Westhavelland organisierten Workshops. Es sollten Ideen gesammelt werden über das Zusammenleben von Jung und Alt, von Westhavelländern und Menschen, die als Asylbewerber oder ausländische Flüchtlinge kommen.

Zu Beginn der Tagesveranstaltung konnte jeder Teilnehmer ein Thema vorstellen, das ihn interessiert. So kamen knapp 20 Punkte zusammen, die in vier Runden in kleinen Gruppen diskutiert wurden. Darunter waren Mitglieder des Seniorenrats, Vertreter des Kinder- und Jugendparlaments, des Bündnis für Familie Westhavelland und von Vereinen. Claudia Wolfram griff das Projekt "Campus Buga" auf, mit dem die Hochschule Anhalt mittels alternativer Ideen junge Menschen für die Buga begeistern möchte.

Ein weiteres Thema war die Integration von Asylbewerbern und Gewaltprävention durch Sport. Hier diskutierten ein Boxsportler und Santino Simon vom "Madhouse" Rathenow mit. "Die Vereine sollten sich vernetzen und Partnerschaften bilden", war ein Ergebnis der Gespräche in dieser Gruppe. Eine Wegweiser-Broschüre soll neben administrativen Ansprechpartnern auch das kulturelle und sportliche Angebot in der Region für Zugezogene und Asylbewerber vorstellen und mit Kennenlern-Gutscheinen soll eine Willkommenskultur im Westhavelland geschaffen werden.

Tilo Windt, Koordinator des LAP, hinterfragte in einer Gesprächsrunde, was der LAP bisher bewirkt hat. "Die Wirkung durchgeführter Projekte lässt sich nicht immer konkret messen", meinte Helga Klein vom Kolonistenhof Großderschau. "Aber viele Projekte wurden weitergeführt und haben schon viele Menschen erreicht."

"Ich bin von den guten Diskussionen positiv überrascht", lautete das Fazit von Heinz-Jürgen Jasch vom Verein Preju, der den Premnitzer Jugendclub betreibt. "Ich würde mich freuen, wenn viele der Ideen umgesetzt werden", sagte René Hill. "Und dass viele Menschen helfen, diese Projekte zu realisieren."

Am Sonntagvormittag trafen sich einige der Teilnehmer wieder, um den ersten Schritt der am Vortag angedachten Projekte zu planen. Für diesen Tag hatten sich die Bürgermeister Ronald Seeger (Rathenow) und Roy Wallenta (Premnitz) angesagt.

Der LAP Westhavelland hat seit August 2011 mehr als 60 Projekte in der Region Rathenow, Premnitz, Milow, Nennhausen, Rhinow und Friesack gefördert. Die Initiativen wurden mit insgesamt 250000 Euro bedacht. Ein Projekt, das sich mit großem Erfolg weiterentwickelt, sind die "Halben Sonnen" der Kita "Spatzennest" in Göttlin. Dort lernen die Kinder die Kultur und das alltägliche Leben Gleichaltriger in Ländern der ganzen Welt kennen. Auch das Laut-und- Bunt-Festival und die Fête de la Musique in Rathenow wurden gefördert. Auch im nächsten Jahr kann der LAP weitere Projekte fördern. Über die Anträge entscheidet ein Begleitrat.

Weitere Informationen unter www.lap-westhavelland.de und bei Tilo Windt unter kontakt@lap-westhavelland.de und 03385/537733.

Von Uwe Hoffmann

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