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Den Rathenowern ist die Kreisreform egal

Landkreis Havelland Den Rathenowern ist die Kreisreform egal

Fragt man die Rathenower, wie sich der Landkreis Havelland im Falle einer Kreisgebietsreform orientieren soll, sagen die meisten, es sei ihnen egal. Eines aber wollen viele nicht: Brandenburg an der Havel, nein Danke!

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Rathenow. Den meisten Rathenowern ist es egal, ob der Landkreis Havelland möglicherweise mit einem anderen Landkreis zusammengelegt wird. Hätten sie die Wahl, würden sich nur 14 Prozent für eine Zusammenlegung des westlichen Havellandes mit Teilen des Kreises Ostprignitz Ruppin aussprechen. Ganze sieben Prozent sind dafür, dass die Stadt Brandenburg an der Havel zum Havelland kommt und dann wahrscheinlich Kreisstadt wird. Immerhin 35 Prozent erklären klipp und klar: wir brauchen gar keine Reform.

Umfrage der Märkischen Allgemeinen

Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die die Märkische Allgemeine unter ihren Lesern in Rathenow und den Ortsteilen gemacht hat. Interessant ist bei dieser Erhebung, die natürlich nicht repräsentativ ist, dass die Kreisreform offenbar auf deutlich geringere Ablehnung stößt, als manche gerne öffentlich darstellen. Und einen große Teil der Leser, immerhin 52 Prozent, interessiert das Thema nicht.

Die Zahlen sprechen zwar gegen Brandenburg an der Havel, allerdings gibt es Zeichen, dass die kreisfreie Stadt dem Havelland zugeschlagen wird, wenn der Landkreis Havelland nicht selbstständig bleiben darf. Darauf hofft man in der Kreisverwaltung. Landrat a.D. Burkhard Schröder, seit dem vergangenen Freitag nicht mehr im Amt, hat deutlich gemacht, dass der Landkreis sehr gut alleine existieren könnte.

Und Ministerpräsident Dietmar Woidke hatte das Havelland bei der Abschiedsfeier für Burkhard Schröder in höchsten Tönen gelobt ob seiner Wirtschaftskraft und ob der hohen Einwohnerzahl. Will heißen: Die Optimisten hoffen möglicherweise nicht umsonst.

Resolution im havelländischen Kreistag

Der havelländische Kreistag hatte bei seiner letzten Sitzung eine Resolution verabschiedet, mit der er sich für den Erhalt des Kreises in den bekannten Grenzen ausspricht.

Die Märkische Allgemeine wollte außerdem wissen, ob sich die Bürger in den Ortsteilen gut in de Stadt Rathenow integriert fühlen. Mit „sehr gut“ antworteten 35 Prozent der Befragten. 16 Prozent sind der Meinung, dass keine Rücksicht auf Belange der Ortsteile genommen wird. 32 Prozent der Leser glauben, dass es den Regierenden in der Verwaltung egal ist, ob die Ortsteile gut integriert sind.

Wo würden sich die Rathenower in der Kernstadt und den Ortsteilen über neue Investitionen freuen? 44 Prozent der Befragten würden es gerne sehen, dass mehr Geld in die Kindertagesstätten gesteckt wird. Fast ebenso viele Befragte (45 Prozent) möchten Jugend- und Senioreneinrichtungen in der Stadt allgemein besser fördern.

Nur zehn Prozent finden alles gut

Nur zehn Prozent sind der Ansicht, alles sei gut, wie es ist. Und erfreulich: die Befragten sind der Ansicht, dass die Bürger grundsätzlich Gehör finden. Die Rubrik „Die machen, was sie wollen“ kreuzten nur sieben Prozent an.

Und warum kommen Menschen in diese Stadt oder warum leben Sie hier? 44 Prozent der Befragten sind hier geboren – Menschen aus der Kreisstadt und den Ortsteilen sind also heimatverbunden. 15 Prozent hat es der Liebe wegen nach Rathenow verschlagen. 16 Prozent leben aus beruflichen Gründen hier und 30 Prozent sagen, sie wohnen hier, weil es ihnen in der Stadt oder den Ortsteilen gefällt.

Mehr über die Stadt und die Ortsteile erfahren unsere Leser ab sofort täglich auf einer Sonderseite.

Von Joachim Wilisch

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