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Deponie soll Solarpark bekommen

Falkensee Deponie soll Solarpark bekommen

Eine gläserne Pyramide – die könnte es bald in Falkensee geben. Die Firma Sunfarming will die Deponie im Norden der Stadt mit Solarmodulen versehen. Zumindest auf der Ost-, Süd- und Westseite der Anlage. Ein Pachtvertrag zwischen der Stadt Falkensee und der Firma ist am Mittwochabend abgesegnet worden.

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Die Deponie an der „Roten Villa“ von Falkensee soll mit Solarmodulen verkleidet werden. Noch fehlt die Baugenehmigung.
 

Quelle: dpa

Falkensee.  Eine gläserne Pyramide – die könnte es bald in Falkensee geben. Die Firma Sunfarming will die Deponie im Norden der Stadt mit Solarmodulen versehen. Zumindest auf der Ost-, Süd- und Westseite der Anlage. Ein Pachtvertrag zwischen der Stadt Falkensee und der Firma ist am Mittwochabend abgesegnet worden, die Mitglieder des Hauptausschusses haben dem Beschluss zu einem solchen Vertrag zugestimmt. Er läuft über 29 Jahren mit der Option, ihn zweimal um je fünf Jahre zu verlängern.

„Wir sind zufrieden“, kommentierte Projektmanager Karsten Bühring von der Firma den Vertrag. Er hatte mit seinem Kollegen Andreas Flörchinger am Mittwochabend das Projekt vorgestellt. Danach sollen auf der geneigten Deponiefläche 7488 Module aufgebaut werden, sie haben eine Leistung von 1950 kWp Grünstrom und können damit etwa 560 Haushalte versorgen. Somit wären im Jahr 1,2 Tonnen Co 2-Emmission einzusparen, sagte Andreas Flörchinger.

Die Firma war 2004 gegründet worden, sie hat sich darauf spezialisiert, Photovoltaikanlagen auf Dächern oder auf dem freien Land zu errichten. „Planung, Bau, Betrieb und Wartung – alles liegt in einer Hand“, sagte Flörchinger. Die Firma betreibt mehrere Solarparks in ganz Deutschland und in Großbritannien, in Wriezen hat sie bereits eine Deponie als Grundlage für einen solchen Energiepark genutzt. Dort arbeiten die Energieerzeuger mit einem Schäfer zusammen, dessen Tiere die Anlage beweiden, ähnliches ist auch in Falkensee geplant. Die Deponie Wriezen stellte schon besondere ingenieurtechnische Herausforderungen: Die einbetonierten Rammpfähle für die Gründung der Tragkonstruktion für die Solarmodule durften nicht tiefer als 60 Zentimeter in die Rekultivierungsschicht der Deponie hineinragen. Das wird in Falkensee so ähnlich sein. Beide Anlagen sind baugleich.

Seit fast zwei Jahren war die Firma mit Sitz im brandenburgischen Erkner mit der Stadt Falkensee im Gespräch, der Bebauungsplan für das Gebiet, das bis zum Sportplatz des Gymnasiums reicht, muss geändert werden - das zog sich hin. Jetzt steht die Firma unter einem gewissen Zeitdruck, denn die Anlage muss bis Jahresende am Netz sein, wenn sie noch die staatliche Förderung für solche Anlagen erhalten will.

Die Falkenseer Abgeordneten hatte eine Reihe Detailfragen, begrüßten aber generell den Bau der Anlage. Baudezernent Thomas Zylla (CDU) hatte das Interesse der Stadt begründet, die die Deponieanlage einer Nachnutzung zuführen will. „Ich freue mich, dass mit dem Projekt ein Zeichen für erneuerbare Energie gesetzt wird“, kommentierte Ursula Nonnemacher (Grüne) den Vorstoß von Sunfarming.

Von Marlies Schnaibel

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