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Der Antrag ist gestellt

Karibu-Grundschule Paulinenaue will Halbtagsgrundschule werden Der Antrag ist gestellt

Im zweiten Anlauf will die Karibu-Grundschule in Paulinenaue endlich Verlässliche Halbtagsgrundschule werden. Geplant ist dies zum Schuljahr 2016/17. Die Gemeindevertreter haben zugestimmt, jetzt muss noch das Land seine Genehmigung erteilen. Des Weiteren soll ein zentraler Hort an der Schule eingerichtet werden.

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Auch Daria, Annalena, Josina, Patrizia und Chris (v.l.) haben Spaß im Spielezimmer.

Quelle: Andreas Kaatz

Paulinenaue. Nachdem die Wustermarker Grundschule jetzt die Genehmigung bekommen hat, Halbtagsgrundschule zu werden, hoffen nun auch die Paulinenauer ihrerseits darauf. Die Karibu-Grundschule hat den Antrag dafür unlängst gestellt. Frühestens zum Schuljahr 2016/17 könnte demnach das neue Modell in Kraft treten – wenn das Land seine Zustimmung erteilt.

Darauf hofft nicht nur Schulleiterin Grit Stolle. „Als die Gemeindevertreter den Beschluss für die VHG gefasst haben, war die Freude bei den Eltern und beim Kollegium groß“, sagt sie. Denn die Gemeinde muss als Schulträger auch damit einverstanden sein. Nun seien alle gespannt, ob es auch wirklich klappt, ob auch Paulinenaue seine Chance bekommt. Denn die Schule biete schon jetzt einiges, was auch eine Halbtagsgrundschule hat. So gibt es beispielsweise 16 Arbeitsgemeinschaften, und es erfolgt eine Betreuung der Schüler vom Unterrichtsende bis zum Beginn der AGs.

Bis 13.30 Uhr werden alle Kinder in der Schule bleiben, die älteren sogar bis 14.30 Uhr. Künftig will man die Schüler individueller fördern. Möglich machen werden dies spezielle Lernzeiten. Und wenn sie nach Hause gehen, sollen die Kinder auch schon die Hausaufgaben gemacht haben.

Im Zusammenhang mit dem Halbtagskonzept spielt auch die künftige Organisation des Hortes eine wichtige Rolle. Bisher gehen die etwa 50 bis 60 Schüler aus der ersten bis vierten Klasse zur Betreuung in verschiedene Kitas in Paulinenaue, Pessin und Retzow. Künftig soll die Hortbetreuung ausschließlich in Paulinenaue erfolgen, dann allerdings direkt in der Schule und in Trägerschaft der Gemeinde. Zwei feste Horträume werden dafür zur Verfügung stehen, zudem will man Klassenräume mitnutzen. Für Grit Stolle ist es wichtig, dass die Kinder auch über den Unterricht hinaus Zeit miteinander verbringen können.

Es ist der zweite Anlauf für die Halbtagsgrundschule. Ende 2014 hatte die Gemeindevertretung es noch abgelehnt. Zu diesem Zeitpunkt war das Kostenrisiko für die Kommune nicht absehbar gewesen. Darüber hinaus standen die Volksvertreter dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) als potenziellem Träger des Hortes skeptisch gegenüber. Zuvor hatte die Kita „Paulinchen“ es abgelehnt, die Trägerschaft zu übernehmen.

Mittlerweile wurden schon einige räumliche Voraussetzungen in der Schule geschaffen. „Dadurch, dass die Ortsbibliothek weggefallen ist, haben wir mehr Freiraum“, sagt die Leiterin. Der Bereich dient nun als Förderraum und Spielzimmer. Dabei kam der Karibu-Schule zugute, dass sie beim bundesweiten Wettbewerb „Spielen macht Schule“ gewonnen hat. Lohn war nämlich eine Spieleausstattung. Die Leseratten unter den Schülern kommen aber auch künftig auf ihre Kosten, nämlich in der eigens eingerichteten Schulbibliothek. Die befindet sich nun im ehemaligen PC-Raum im Gebäude 3, der nicht mehr benötigt wird. Im Unterricht wird jetzt auf modernere Technik gesetzt.

Aber auch eine andere Sache freut Grit Stolle: „Wir haben jetzt eine neue moderne Küche.“ Die wurde mit Hilfe von Fördermitteln vom Landkreis Havelland sowie mit Gemeindegeldern angeschafft. „Das ist auch für die Verlässliche Halbtagsgrundschule wichtig, weil die Küche von der AG Kochen genutzt wird“, sagt sie. Zudem werde der Hort die Küche in Zukunft ebenfalls benötigen.

Ob die Karibu-Grundschule im Falle einer Genehmigung schon zum Schuljahresbeginn 2016/17 in eine VHG umgewandelt werden kann, hänge laut Amtsdirektor Christian Pust auch davon ab, wann die Zustimmung erfolgt. Geschieht dies erst im Sommer, sei es nicht mehr möglich, die Busfahrpläne darauf abzustimmen.

Dass der geplante zentrale Hort negative Auswirkungen auf die Kindereinrichtungen in Paulinenaue, Pessin und Retzow haben könnte, glaubt Pust nicht. „Die Kitas sind nicht gefährdet.“ So gingen zwar Erzieherstunden verloren, aber bei dem Betreuungsschlüssel im Hort seien dies nicht allzu viele. Allerdings müssten Retzow und Pessin – sobald die VHG-Genehmigung vorliegt – einen Beschluss fassen, dass sie selber in ihren Kitas keinen Hort mehr anbieten werden. Sonst nämlich bestünde ein Konkurrenzangebot. Grundsätzlich sei laut Pust derzeit aber noch offen, ob das Land überhaupt weitere VHGs zulassen will.

Von Andreas Kaatz

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