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Der Frauenpreis 2017 geht an Petra Herbrich

Havelland Der Frauenpreis 2017 geht an Petra Herbrich

Naturseife aus Eigenproduktion, farbenfrohe Teddybären oder selbstgenähte Taschen – auf dem 2. Weibermarkt, der am Freitag im Rahmen der Havelländischen Frauenwoche im Falkenseer Mehrgenerationenhaus stattfand, stellten sich Frauen und Unternehmerinnen aus dem Havelland vor. Eine Rathenowerin wurde ausgezeichnet.

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Britta Lehmann hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Auf dem Weibermarkt präsentierte sie ihre Arbeit und regte zum Mitmachen an.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Naturseife aus Eigenproduktion, farbenfrohe Teddybären oder selbstgenähte Taschen – auf dem 2. Weibermarkt, der am Freitag im Rahmen der Havelländischen Frauenwoche im Falkenseer Mehrgenerationenhaus stattfand, stellten sich Frauen und Unternehmerinnen aus dem Havelland vor.

Unter dem Motto „Vom Jungen Gemüse bis zur alten Schachtel“ informierten unter anderem das Rathenower Frauenhaus, die Selbsthilfegruppe Fibromyalgie und der Verein Mikado e.V.. „Insgesamt haben sich 20 Aussteller angemeldet, die fraunrelevante Angebote im Havelland repräsentieren“, so Veranstalterin Bianca Lange vom Landkreis.

Immer wichtiger: Social Media

Unter ihnen war auch Stefanie Grothe aus Falkensee. Die 28-Jährige beantwortet seit diesem Jahr Fragen rund um das Thema Social Media. „Egal ob Verein, Firma oder Privatperson – Social Media ist eine gute Möglichkeit seine Anliegen und Veranstaltungen publik zu machen. Facebook, Twitter und Co. werden immer wichtiger“, so Grothe, die in einer kleinen Falkenseer Webdesignfirma ihre Seminare veranstaltet. „Das Alter spielt dabei überhaupt keine Rolle.“

Egal ob jung oder alt findet auch Britta Lehmann, die am Freitag alle Besucher zum Mitmachen animierte. Eifrig rührte sie die kleine Schüssel mit der Seifenlauge um und sortierte die Beutel mit dem bunten Filz. Vor Kurzem hat die Falkenseerin ihr Hobby zum Beruf gemacht. „Als meine Tochter geboren wurde, habe ich mit dem Filzen angefangen. Da ich zuvor schon selbstständig als Heilpädagogin gearbeitet habe und die Selbstständigkeit mir mehr Zeit für die Familie lässt, habe ich mich wieder dafür entschieden“, so die 40-Jährige.

„Ich arbeite sowohl mit Kindern als auch mit verschiedenen Demenzgruppen zusammen. Mit meinen Produkten bin ich unter anderem auf Kunsthandwerkermärkten unterwegs oder verkaufe sie an kleine Geschäfte“, sagte die Falkenseerin.

Filz und Blaudruck

Vom Filz zum Blaudruck - mit dabei waren am Freitag auch die Landfrauen aus Havelaue. Neben der Herstellung von Taschen aus recyceltem Material und Osterdekoration verstehen sich die insgesamt acht Damen aus dem Westhavelland auf die alte Kunst des Blaudrucks. „Heute wird so viel Chemie in der Kleiderherstellung verwendet. Wir möchten den Menschen zeigen, dass es auch anders geht und trotzdem toll aussehen kann. Deswegen sind wir extra nach Falkensee gekommen“, so Anni Sloot.

Havelländischer Frauenpreis

Den Weg von Rathenow nach Falkensee hatte auch Petra Herbrich, die Rathenower Gleichstellungsbeauftragte, auf sich genommen. Eine Ahnung, dass sie zur Hauptperson des Nachmittags werden würde, hatte sie bis zuletzt nicht. Ihre jahrelange Arbeit für Frauen in Rathenow und im gesamten Landkreis brachte Herbrich am Freitag den diesjährigen Havelländischen Frauenpreis ein, der ihr von Landrat Roger Lewandowski (CDU) verliehen wurde.

Die Ausgezeichnete

Die Ausgezeichnete: Petra Herbrich

Quelle: Tanja M. Marotzke

Herbrich ist bereits seit 1990 in der Rathenower Stadtverwaltung im Bereich Soziales tätig, war unter anderem Kinder- und Jugendbeauftragte, verantwortlich für den Seniorenrat sowie weitere soziale Belange. Seit mittlerweile neun Jahren ist sie außerdem Gleichstellungsbeauftragte und Ansprechpartnerin für Frauen und Mädchen in der Stadt sowie für die Mitarbeiterinnen des Rathenower Frauenhauses – dem einzigen im gesamten Landkreis.

Im Spätsommer dieses Jahres gibt Petra Herbrich ihre Aufgaben in neue Hände ab und widmet sich im Ruhestand verstärkt der Familie, insbesondere ihrem jüngsten Enkelkind. „Der Havelländische Frauenpreis ist eine gebührende Würdigung für all das, was sie in den vergangenen Jahren für die Belange von Mädchen und Frauen, nicht nur in Rathenow, sondern landkreisweit, getan hat“, so Landrat Roger Lewandowski.

Von Laura Sander

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