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Havelland Der Ketziner Freilichtbühne droht das Aus
Lokales Havelland Der Ketziner Freilichtbühne droht das Aus
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14:42 22.02.2018
Beim Familientag wird die Freilichtbühne Ketzin genutzt. Quelle: Wolfgang Balzer]
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Ketzin/Havel

Die städtische Freilichtbühne mit rund 3500 Plätzen wird nur selten genutzt. Sie ist ein langjähriges Ärgernis sowohl für die Anwohner als auch die Kommunalpolitiker. Wie mit dem Objekt weiter umgegangen werden soll, damit befassten sich Montagabend die Mitglieder des Bauausschusses.

Im Vorfeld hatte eine interne Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung sieben Varianten für eine künftige Nutzung des Areals in der Stadtmitte erstellt. Genau diese Lage inmitten der Wohnbebauung ist der Knackpunkt.

Wie ein Gespräch im Landesumweltamt ergab, müssten für Veranstaltungen am Tage Lärmschutzwände in Richtung Bau- und Rathausstraße errichtet und spezielle Lautsprecheraufstellungen gewährleistet werden. Geht eine Veranstaltung über 22 Uhr hinaus, sei das Einhalten der Schallpegel-Grenzen unwahrscheinlich, so die Einschätzung des Landesumweltamtes.

Für musikalische Events nicht geeignet

Erschwerend hinzu kommen aus Sicht der Stadt die Kosten für die Bühnentechnik, etwa 3000 Euro je Veranstaltung. Damit ist für die Verwaltung klar: Die Ketziner Freilichtbühne kann künftig für musikalische Events, Freilichtkino und Ähnliches nicht mehr genutzt werden.

Mögliche andere Varianten beleuchtete Vize-Bürgermeisterin Sabine Pönisch mit allen Vor- und Nachteilen. Denkbar wäre im Sinne des zunehmenden Tourismus eine Bebauung mit einem Hotel oder mit Ferienwohnungen.

Dem stehen unter anderem fehlende Parkplätze, die nicht einladende Aussicht und die Lage als Potenzialfläche für die so genannte Wasserstadt entgegen.

Eine Nutzung als Spielplatz oder Grünfläche sei denkbar, so Pönisch. Allerdings befinden sich ein Spielplatz an der Havelpromenade und Grünflächen in unmittelbarer Nähe.

Alle Vorschläge der Verwaltung abgelehnt

Aus dem Areal einen Parkplatz zu machen, fand bei der Mehrheit der Ausschussmitglieder keine Gegenliebe, zumal gerade aktuell in den Nachmittagsstunden im Zentrumsbereich rund 150 freie Stellplätze gezählt wurden.

Die Fläche der Freilichtbühne an Private zu verkaufen, die dort eine Kita, eine Einrichtung für Tagespflege oder altersgerechtes Wohnen errichten, lehnte man ebenfalls ab.

Einen deutlichen Favoriten unter den sieben Varianten gab es also nicht. Was Heinz Irmer (SPD) zu dem Vorschlag bewog, „dass Thema in Ruhe weiter zu beraten“. Auch Bürgermeister Bernd Lück (FDP) sprach sich dafür aus, jetzt „keine Schnellschüsse zuzulassen“, betonte aber, dass „das Problem in der Stadtmitte einer Entscheidung bedarf“.

Einwohner sollen jetzt an der Ideenfindung mitwirken

Volkmar Richter, sachkundiger Einwohner, kann sich mit einer vollständigen Umwidmung der Freilichtbühne nicht anfreunden. „Wir reden über mehr Tourismus und haben keine Fläche für Veranstaltungen. Wir brauchen aber solch einen Platz“, sagte er.

Evelin Sens (Linke) votierte dafür, die Einwohner an der Ideenfindung zu beteiligen. Dem schloss sich Heinz Irmer an. Auch in den Fraktion soll nun über alle Vorschläge beraten werden.

Von allem unbenommen wird es den zur Tradition gewordenen Familientag, an dem sich Ketziner Musik- und Tanzgruppen und auch Vereine beteiligen, am 16. Juni auf der Freilichtbühne geben.

Von Wolfgang Balzer

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