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Der Frühling bringt mehr Jobs

Arbeitsmarkt im Havelland Der Frühling bringt mehr Jobs

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Havelland sank im April auf 7,7 Prozent, das sind 340 Menschen weniger als noch im März und 280 weniger als im Vorjahresmonat. Vor allem die großen Logistikunternehmen und Baufirmen stellen im Frühjahr verstärkt ein. Der Trend sollte sich im Mai fortsetzen.

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Die großen Logistikunternehmen stellen im April verstärkt ein.

Quelle: Navarra

Havelland. Die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort. Im April betrug die Arbeitslosenquote im Havelland noch 7,7 Prozent, es waren 6528 Menschen ohne Job. Das sind 340 weniger als im Vormonat und rund 280 mehr als vor einem Jahr. „Der Aufwind am Arbeitsmarkt hält an, wir haben die niedrigste Arbeitslosenquote seit zehn Jahren“, erklärt Stefan Maciossek, stellvertretender Havelland-Bereichsleiter der Arbeitsagentur Neuruppin.

Besonders im Bereich Verkehr und Logistik stellen Unternehmen wie Amazon, Zalando und Co. wieder kräftig ein. Mehr Jobs gab es auch wieder in der Baubranche, weil im Frühjahr saisonbedingt wieder mehr gebaut wird. Auch Sicherheitsunternehmen suchten im April verstärkt Personal. „Da gibt es eine Nachfrage von Berliner Unternehmen, auch mit dem Schutz von Heimen hat das zu tun“, erklärt Stefan Maciossek.

Er betont aber, dass der Arbeitsmarkt im Havelland nach wie vor stark geteilt ist. Während die Geschäftsstelle Nauen mit einer Arbeitslosenquote von 6 Prozent an der Spitze des gesamten Agenturbezirks liegt, ist Rathenow mit 11,8 Prozent weiter abgeschlagen auf dem letzten Platz. Immerhin: auch hier sank die Quote im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,5 und zum Vormonat März um 0,4 Prozent. Hier sind 2852 Menschen ohne Arbeit. Auch in Rathenow gebe es positive Signale, sagt Maciossek. Er nennt einen sogenannten Bewerbertag der Agentur zum Thema Pflegeberufe, bei dem von 25 eingeladenen Arbeitslosen neun Leute bei Unternehmen unterkamen. Diese Bewerbertage gibt es seit etwa einem Jahr. „Dort bringen wir unsere Kunden mit den Unternehmen in Kontakt, damit haben wir mäßige bis gute Erfolge“, sagt Maciossek. Eine weitere Maßnahme, die es seit November im Havelland gibt, ist das Programm „Langzeitarbeitslosigkeit vermeiden“ (LAV), bei dem Menschen, die schon lange ohne Job sind, von der TÜV-Außenstelle Nauen in Praktika vermittelt werden, die in Festanstellungen münden könnten. Fünf Menschen habe man so schon in Arbeit bringen können, sagt Stefan Maciossek. Die Einführung des Mindestlohns indessen hat weiter kaum Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Für den Mai ist Maciossek optimistisch, die Frühjahrsbelebung im Havelland sollte weiter anhalten. „Wir gehen aber davon aus, dass die Arbeitslosenzahlen nicht mehr in der Größenordnung sinken werden wie im April.“

Der Nachbarkreis Oberhavel steht noch besser da als das Havelland. Auch hier sank die Arbeitslosenquote, sie beträgt 6,9 Prozent. Im April waren hier 7682 Menschen ohne Job, das sind fast 500 weniger als im März und fast 1300 weniger als im Vorjahresmonat.

Von Marco Paetzel

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