Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Der ICE des Ostens steht in Ketzin
Lokales Havelland Der ICE des Ostens steht in Ketzin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:45 04.08.2014
Oliver Voigt vor dem „Intercity-Express“ aus der DDR. Quelle: Jens Wegener
Ketzin/Havel

Die Herzen der Eisenbahnfans schlagen schneller, wenn sie den Zug sehen, der jetzt auf dem Ketziner Bahnhof steht. „Das ist der ICE der DDR. Bis zu 160 Stundenkilometer schnell“, schwärmt Oliver Voigt. Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins AG Osthavelländische Kreisbahnen ist stolz, den legendären Schnell-Verbrennungs-Triebwagen SVT18.16 mit einer Gesamtleistung von 1800 PS in die Havelstadt geholt zu haben. „Es ist eine Dauerleihgabe des Deutsche-Bahn-Museums an unseren Verein“, sagt Voigt.

Der Zug werde vor Ort nach und nach von den 18 Vereinsmitgliedern aufgearbeitet, wenn entsprechende Sponsoren gefunden werden. „Vor allem der Motor, der einen Frostschaden hat, soll wieder in Gang gebracht werden, damit der Zug nicht auf fremde Loks, so wie bei der Fahrt nach Ketzin, angewiesen ist. Im Speisewagen könnten Gäste in absehbarer Zeit wieder bewirtet werden, wenn der Zug zu Traditionsfahrten unterwegs ist. „Hier ist noch alles orginal. Die Fenster müssen mit einer kleinen Kurbel geöffnet werden, selbst die drehbaren Einzelsitze in der zweiten Klasse funtionieren noch“, weiß Oliver Voigt. Diese Sitze haben es den Reisenden ermöglicht, immer in Fahrtrichtung unterwegs zu sein.

Der SVT18.16 war ein hochwertiger Zug, den die DDR auf den internationalen Bahnstrecken wie Berlin–Prag–Wien oder Berlin–Kopenhagen einsetzte. Er wurde ab 1963 vom VEB Waggonbau Görlitz gebaut. Die 18 steht für 1800 PS, die 16 für 160 km/h.

Dieser DDR-ICE ist nur eine Attraktion beim Ketziner Eisenbahnfest am 16. und 17. August auf dem Bahnhofs gelände. Gegen 14Uhr am 16. August sollen die Fischerkönigin und Bürgermeister Bernd Lück den künftigen Ketziner Traditionszug taufen. Ein Zug mit maximal neun Wagen der Deutschen Reichsbahn aus den 60er-Jahren. Auch den holen die Vereinsfreunde um den Vorsitzenden Andreas Keifler und seinen Stellvertreter Oliver Voigt nach Ketzin. „Allerdings hat der Zug keine eigene Lok, die müssen jeweils mieten“, so Voigt. Mehrmals im Jahr sollen es dann Sonderfahrten von Ketzin ins Bundesgebiet geben.

Obwohl unter den Mitgliedern des Vereins AG Osthavelländische Kreisbahnen verschiedene Berufsgruppen vertreten sind, über zusätzliche Helfer wäre man froh. „Wir reparieren ja nicht nur die Loks und die Wagons, wir kümmern uns auch darum, dass die Gleisanlage von Vorketzin bis Ketzin in Schuss sind. Wenn im Bahnhofsbereich Schwellen ausgewechselt werden müssen, machen wir das“, erklärt Oliver Voigt.

Kontakt: Verein Arbeitsgemeinschaft Osthavelländische Kreisbahnen, Sektion Dampflokgemeinschaft Brandenburg unter www.dampflokgemeinschaft-brandenburg.de

Von Jens Wegener

Havelland Ein „Nichtort“, der es in sich hat - In Stölln steht wieder eine Milchbank

Bis in die siebziger Jahre gab es Milchbänke in Stölln (Havelland). Hierher brachten die Bauern der umliegenden Gehöfte in den frühen Morgenstunden die frisch gemolkene Milch. Manche der Bänke waren zudem soziale Treffpunkte. In Stölln ist das jetzt wieder so: Eine Studentin hat den Bau einer neuen Milchbank initiiert. Die Stöllner selbst haben Hand angelegt - und viele alte Geschichten und Erinnerungen ausgegraben.

04.08.2014
Polizei Havelland: Polizeibericht vom 4. August - Mit 1,75 Promille gegen einen Baum

+++ Bundesstraße 188: Alkoholisierter Autofahrer kommt von der Straße ab +++ Stechow-Ferchesar: Unbekannte Täter versuchen in Tankstelle einzubrechen +++ Falkensee: Zwei Kleintransporter aufgebrochen +++ Rathenow: 25 Meter Kupferkabel gestohlen +++ Rathenow: 70 Liter Diesel abgezapft +++

04.08.2014
Havelland Fahrstuhl für die Boote fasst 11.000 Badewannen - Hochsaison an der Schönwalder Schleuse

Seit 15 Jahren arbeitet Michael Metting in Schönwalde, zusammen mit drei Kollegen. Früher, so erzählt er, habe es auf dem Havelkanal deutlich mehr Verkehr gegeben. Seit der Eröffnung der Spandauer Schleuse im Jahr 2002 wählen viele Schiffer die Strecke durch Berlin, auch wenn sie neun Kilometer länger ist als die Route über den Havelkanal.

04.08.2014