Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Der Landkreis braucht mehr Bioabfälle
Lokales Havelland Der Landkreis braucht mehr Bioabfälle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:32 23.06.2018
Noch nutzen zu wenige Havelländer die Biotonne. Bisher werden pro Kopf sechs bis sieben Kilogramm jährlich entsorgt. Quelle: dpa
Havelland

Im Januar 2016 hatte der Landkreis die Biotonne eingeführt. Einen Monat später zog Kreisumweltdezernent Henning Kellner eine äußerst positive Bilanz. Knapp 1000 Biotonne wurden damals bereits ausgeliefert. Das ursprüngliche Ziel des Landkreises lautete: Bis zum Jahr 2020 sollen im Havelland pro Kopf im Jahr rund 30 Kilo Biomüll eingesammelt werden.

Davon ist man zweieinhalb Jahre nach Einführung der Tonne für den organischen Müll, noch weit entfernt. Sechs bis sieben Kilogramm Biomüll werden im Landkreis derzeit pro Einwohner im Jahr erfasst.

„Es sind also noch weitere Anreize nötig, um das ehrgeizige Ziel zu erreichen“, weiß Christine Fliegner, Leiterin des Umweltamts im Landkreis. Dabei denkt sie zum Beispiel an mehr feste Touren zur Abholung der Abfälle. Noch gibt es nicht im gesamten Landkreis feste Termine für die Leerung. In einigen Orten müssen die Bürger jede Abholung nach Bedarf anmelden.

Rund 6000 Haushalte im Havelland haben eine Biotonne

Bereits Anfang des Jahres wurde zudem die Leerungsgebühr gesenkt. Für die 60 Liter-Tonne zahlen die Bürger jetzt einen Euro, für die 120 Liter-Tonne zwei und für die 240 Liter-Tonne drei Euro. Auf Wunsch kann auch eine zweite Biotonne bestellt werden. Eine zusätzliche Gebühr fällt dafür nicht an.

Die Verbreitung der Biotonne ist im Landkreis sehr unterschiedlich. Insgesamt entsorgen derzeit etwa 6000 havelländische Haushalte Küchen- und Gartenabfälle in der Biotonne, wobei nicht bekannt ist, inwiefern mehrere Haushalte eine Tonne gemeinsam nutzen, so Fliegner.

Am weitesten verbreitet ist die Biotonne in Falkensee. Dort hat der Landkreis inzwischen knapp 2000 Biotonnen verteilt, was etwa einer Haushaltsabdeckung von 31 Prozent entspricht.

Die Bürger nutzen die Biotonne bewusst

In Brieselang werden derzeit rund 800 Biotonnen genutzt, rund 13 Prozent. Und in Rathenow und Dallgow-Döberitz stehen rund 600 grüne Tonnen, das entspricht etwa neun Prozent Haushaltsabdeckung. Am gefragtesten ist die Biotonne also in den Bevölkerungsschwerpunkten Ost und West des Landkreises.

Im ländlichen Bereich wie im Amt Rhinow nutzt nur ein Prozent der Haushalte die Biotonne, im Milower Land und im Amt Nennhausen sind es zwei Prozent.

Aus dem organischen Müll soll hochwertiger Kompost hergestellt werden. Dazu werden die Abfälle zunächst in der Mechanisch-Biologischen-Abfallbehandlungsanlage in Schwanebeck behandelt, danach erfolgt die Vermarktung, derzeit an Kleinabnehmer.

Die Qualität des eingesammelten Abfalls ist laut Fliegner von sehr guter Qualität. Fast alle Bürger trennen vorbildlich. Fehlwürfe sind nur in geringem Umfang festzustellen. „Das lässt sich mit der Freiwilligkeit der Nutzung erklären. Bürger, die eine Biotonne nutzen, nutzen diese bewusst“, so die Umweltamtsleiterin. Mehr Infos zur Biotonne und Anmeldeformulare auf: www.havelland.de

Von Christin Schmidt

Havelland MAZional11/WM-Kolumne - Tore für die Sonnenbrille

Die Fußball-Weltmeisterschaft motiviert nicht nur Sportler sondern auch Gewerbetreibende, hat unser Autor Joachim Wilisch bei einem Streifzug durch Rathenow festgestellt.

25.06.2018

Einst sollte das Amtsgericht Rathenow geschlossen werden. Daran denkt niemand mehr – das Amtsgericht gehört mittlerweile fest in die Justizstruktur des Havellandes, sagt Justizminister Stefan Ludwig.

22.06.2018

Mit einem Spezialboot werden zurzeit die Gräben entkrautet. Der Wasser- und Bodenverband muss 135 Kilometer Gewässer in Ordnung halten. Für die Pflegearbeiten wurde ein Plan erstellt, der nun abgearbeitet wird.

22.06.2018