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Havelland Der Mann im Biberkostüm
Lokales Havelland Der Mann im Biberkostüm
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19:12 19.01.2018
Wenn Biber Opti, das Maskottchen des Rathenower Optikparks, auftritt, steckt meist Günter Schliewe im Kostüm. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Die Attacken von hinten sind die schlimmsten. Und von diesen wird es Ende der kommenden Woche wieder einige geben. Dann wird Biber Opti, das bekannteste Maskottchen des Rathenower Optikparks, auf der Grünen Woche in Berlin für die neue Saison werben. Und sich darauf einstellen müssen, dass die Messebesucher ihn antatschen, schubsen, an der Kelle ziehen oder unvermittelt auf den Kopf hauen. Wenn man nicht sehe, dass sich da jemand nähert und dann einen Schlag auf den Kopf bekomme, sei das sehr unangenehm, sagt Günter Schliewe.

Der Mann weiß, wovon er spricht. Seit es die Optikpark-Maskottchen gibt – also seit der Landesgartenschau 2006 – schlüpft der 61-Jährige in das Opti-Kostüm. Zieht sich den Hosenanzug aus Fell an. Schlüpft in die schaufelgroßen Quadratlatschen. Und setzt sich zum Schluss der Verwandlung den rund sieben Kilo schweren Kopf auf die Schultern. Und auf den haben es viele Witzbolde abgesehen. „Die kloppen einfach druff“, sagt Schliewe. „Und dit dröhnt janz schön.“

Zum neunten Mal ist Schliewe alias Opti in diesem Jahr bei der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau dabei. Am Donnerstag und Freitag wird er mit drei Mitarbeitern des Optikparks am Stand des Tourismusverbandes Havelland für die neue Saison werben. Und obwohl die Auftritte unterm Funkturm alles andere sind als ein Zuckerschlecken, freut sich Schliewe auf das Gastspiel in der Hauptstadt. Schließlich kann er seine Späßchen dort dem denkbar größten Publikum präsentieren.

Biber Opti bei einem seiner Auftritte auf der Grünen Woche. Quelle: Optikpark Rathenow

Und an Späßchen herrscht bei der Schliewe-Opti-Show kein Mangel. Das Antanzen mag in anderem Zusammenhang einen negativen Beigeschmack haben. Aber wenn Opti mit keckem Hüftschwung herangetänzelt kommt, dann liegen ihm die Fans zu Füßen. Und wenn er verdutzten Passanten dann noch einen Arm um die Schulter legt und dabei den knuffigen Kopf charmant zu Seite neigt, dann sieht man dutzende Hände, die Kameras und Mobiltelefone in Anschlag bringen, um den Moment festzuhalten.

Aber Opti kann noch viel mehr. Er hat schon in Formation getanzt, hat auf Treckern gesessen, ist mit dem Rad durch den Park gebrettert, hat mit dem Bogen geschossen und ist mit anderen Maskottchen um die Wetter gerannt. Sogar auf eine so genannte Slack-Line hat er sich schon gewagt. Und schlecht ausgesehen hat er auf dem fingerbreiten Balancierseil nicht – trotz Schuhgröße 60 und einer Körpergröße von über zwei Metern. „Alles eine Frage der Übung“, sagt Schliewe. Und der Leidenschaft, möchte man hinzufügen. Denn so beliebt sind die drei Optikpark-Maskottchen – neben Opti gibt es noch Havi und Flori – nur, weil Menschen wie Günter Schliewe sie mit Herz und Gefühl ausstatten.

Aber selbst Schliewes überbordende Herzlichkeit wird hin und wieder auf die Probe gestellt. Unterm Funkturm kommt das öfter vor. Gegen Mittag, im größten Gedränge, kann der Aufenthalt in dem stickigen Kostüm in Stress ausarten. Und wenn angetrunkene Messebesucher meinen, den Biber herumschubsen zu können, dann kennt die viel besungene Lustigkeit doch Grenzen. „Wenn es mir zu viel wird, ziehe ich das Kostüm aus und mache Pause“, sagt Schliewe. „Und sammle Kraft für den nächsten Auftritt.“

Das Schöne an der Grünen Woche sei, dass man nach so vielen Jahren etliche Bekannte treffe, sagt Schliewe. Zeit für einen kleinen Plausch bleibe trotz der Hektik immer. Und manchmal kommt es unter dem Funkturm zu Begegnungen der besonderen Art. Etwa wenn der Biber mit dem großen Kopf und die Milchkuh mit dem üppigen Euter eine flotte Sohle aufs Parkett legen. Wer dann kein Foto-Handy zur Hand hat, der wird seines Lebens nicht mehr froh.

Werbung mit brandneuen Flyern

Ein Team des Optikparks wird am Donnerstag und Freitag kommender Woche auf der Grünen Woche unterm Berliner Funkturm zugegen sein.

Neben Biber Opti wollen Optikpark-Geschäftsführer Joachim Muus und Chefhostess Christina Otto am Stand des Tourismusverbandes Havelland in der Halle 21 a für die neue Saison werben.

Im Gepäck haben sie die brandneuen Optikpark-Flyer, in denen die Höhepunkte der kommenden Saison vermerkt sind..

Die diesjährige Saison im Optikpark wird am 22. April eröffnet und endet traditionell am 3. Oktober.

Von Markus Kniebeler

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