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Der Mensch steht im Mittelpunkt

Gemeinschaftswerk Der Mensch steht im Mittelpunkt

In Nauen, Falkensee, Wustermark, Friesack und Ketzin gibt es bereits Standorte des Gemeinschaftswerks Wohnen und Pflege. Neu hinzugekommen ist nun Rathenow. Seit Juni sind hier elf Mitarbeiter in der ambulanten Pflege tätig und gerade wurde die dazugehörige Sozialstation in der Großen Milower Straße eröffnet. 2016 soll eine Tagespflege hinzukommen.

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Zuhören, da sein und Hilfe im Alltag, all das bieten die Ehrenamtler des Helferkreises.

Quelle: dpa

Rathenow. Die letzten Monate waren für Beate Kämmerling eine aufregende Zeit, denn nachdem sie jahrelang für den Lotsendienst Havelland Menschen auf dem Weg in die Selbstständigkeit beraten hat, ist nun die Pflege von Menschen ihr tägliches Brot. Seit Februar arbeitet Kämmerling bei der Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege GmbH, die Anfang des Jahres gegründet wurde und aus dem Gemeinschaftswerk Soziale Dienste Nauen e.V. hervorging. Der Verein besteht bereits seit 1990 und ist mit seinen Sozialstationen, Tagespflegen und Hausgemeinschaften einer der ältesten und größten Pflege- und Betreuungsdienste im Havelland.

In den letzten 25 Jahren hat sich das Gemeinschaftswerk so stark entwickelt, dass die Vereinsform nicht mehr geeignet war und die GmbH zum 1. Januar 2015 gegründet wurde. Derzeit arbeiten mehr als 300 Mitarbeiter an sechs Standorten im Havelland – in Nauen, Ketzin, Falkensee, Wustermark, Friesack und seit Kurzem auch in Rathenow. Außerhalb des Landkreises ist das Gemeinschaftswerk außerdem in Potsdam mit einem Standort vertreten. Weitere werden derzeit in Schönwalde-Glien und Groß Behnitz aufgebaut.

Beate Kämmerling hat die Leitung des Rathenower Standorts übernommen. Seit Juni wird hier bereits ambulante Pflege von elf Fachkräften angeboten, nun konnte auch die dazugehörige Sozialstation in der Großen Milower Straße eröffnet werden. „Noch fehlt ein wenig Dekoration, zwei Konferenztische und einige Stühle“, sagt Beate Kämmerling. Die Tische werden vor allem für die regelmäßigen Zusammenkünfte des Helferkreises benötigt. Dessen Mitglieder sind allesamt Ehrenamtler, die niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsleistungen vor allem für Menschen mit Demenz übernehmen. Derzeit gehören 19 Mitglieder zum Helferkreis, darunter auch fünf Männer.

Wohngemeinschaften und Tagespflege geplant

„Wir wollen uns im Bereich Demenz besonders stark aufstellen“, machte Beate Kämmerling am Montag in einem Treffen mit den Helfern deutlich. Zugleich stellte sie die neue Fachkoordinatorin für Demenz, Katrin Pfefferkorn, vor. 30 Jahre lange hat Pfefferkorn als Krankenschwester gearbeitet, ab sofort wird sie nicht nur den Helferkreis betreuen, sie wird auch Beratungsgespräche mit Angehörigen führen und Schulungen anbieten.
Erste Anlaufstelle für die Helfer soll künftig die Sozialstation sein. „Wenn Sie in der Nähe sind, kommen Sie vorbei. Es soll ein offenes Haus sein, in dem sich auch Helfer und Angehörige treffen und begegnen.“

Auch für sämtliche Fragen zum Thema Demenz bietet das Gemeinschaftswerk Beratung an, gern auch im Rahmen von Hausbesuchen. „Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch“, macht Kämmerling deutlich. Damit meint sie nicht nur die zu Betreuenden, sondern auch dessen Angehörige. Noch stehen die Mitarbeiter in Rathenow ganz am Anfang. Schrittweise soll der Standort nun aufgebaut werden. Geplant ist unter anderem die Eröffnung einer Tagespflege im ersten Quartal 2016. 2017 sollen dann zwei Wohngemeinschaften für Demenzkranke eröffnet werden.

Von Christin Schmidt

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